Kinderarbeit-19Jhd-Lohn?

2 Antworten

Die Industrialisierung hat zu einer Zeit stattgefunden, in denen es noch keinen Euro gab. Sprich: Löhne -und was noch wichtiger ist - deren Gegenwert in Waren - waren nicht kompatibel.

Kinderarbeit fand auf Äckern, in Manufakturen, in Fabrike, im Bergbau, in der Schifffahrt, am Webstuhl zuhause und weißgottwo statt. Die einen mussten 8 Stunden arbeiten, die anderen 10, manche 12 oder 14 Stunden, manche auch samstags und selten auch sonntags. Manche waren, wie in Ru8ssland, bis Mitte des 19. Jahrhunderts, noch Leibeigene.

In England wurde in Pennies bezahlt, in Frankreich in Centimes oder Sous, in Deutschland in Groschen, Pfennigen oder Kreuzern. Überall hatte das Brot regional und saisonal einen anderen Preis.

Ich würde aber davon ausgehen, dass der Tageslohn eines Kindes selten für mehr als ein Kilo Brot oder Kartoffeln ausgereicht hat.

Die Armut unter den Arbeitern war häufig so groß, dass selbst dieser minimale Zuverdienst zum Überleben benötigt wurde.

Mit dem untenstehenden Link kannst du nachlesen, wie in Bayern im 19. Jahrhundert etwa die Löhne und die Preise aussahen und Rückschlüsse auf den Lohn von Kinderarbeitern ziehen.

https://www.pressglas-korrespondenz.de/aktuelles/pdf/pk-2011-3w-klose-preise-1800-1900.pdf

Was möchtest Du wissen?