Kind redet wie ein Erwachsener

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Ichtys,

Mit den Rollenspielen im Leben ist es wie immer: Der andere muss auch die passende Rolle spielen, wenn Du also fest Cousine oder was auch immer bleibst, wird das Kind entsprechend seine Rolle aufgeben. Da braucht es kein erklären, kein schimpfen. Einfach nur in Deiner Rolle bleiben! Und mal ehrlich: Kleine Kinder sind oft altklug. Das ist doch süß! Wenn Dich das verunsichert, dann bist Du der Situation nicht gewachsen! Es ist also Dein Problem, nicht das des Kindes!

Ansonsten würde ich mal mit der Mutter reden, dass sie das Knd hoffnungslos überfordert und missbraucht!

Danke für deine Antwort.

Du hast recht: Ich werde versuchen, meine Rolle durchzuziehen. Das brauchte zwar einiges an Mut und Durchsetzungsvermögen, aber wird sogar akzeptiert von dem Kind.

"Das ist doch süß! Wenn Dich das verunsichert, dann bist Du der Situation nicht gewachsen! Es ist also Dein Problem, nicht das des Kindes!"

Ja, für die Erwachsenen ist es "süß", aber für das Kind ist es erfahrungsgemäß nicht günstig. Ich persönlich bin nicht verunsichert durch "Altklugheit" (das Wort trifft es in dem Fall nicht ganz, es geht viel weiter), sondern sorge mich um das Kind, welches überfordert wird durch den erzwungenen und unklaren Rollentausch. Da gebe ich Goodnight recht, dass so ein "emotionaler Missbrauch" große Schäden beim Kind hinterlässt.

Eine Schwierigkeit beim Rolle-Durchhalten ergab sich für mich meist beim Spielen selbst, weil das Kind gern Rollenspiele spielt und sich dann die Chef- oder vergleichbare überlegene Rolle nimmt und mir die untergeordnete Rolle zuweist. Anfangs habe ich das gern gemacht, in der Meinung, dass das Kind bestimmen soll (so wird es z.B. auch beim "Personzentrierten Arbeiten mit Kindern" gemacht) und auch sich selbst "mal" in der stärkeren Position erleben soll - bis ich gemerkt habe, dass ich dem Kind damit keinen wirklichen Gefallen tue, sondern das "echte Rollenspiel" damit fortführe.

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@Ichthys1009

Hallo Ichtys,

Danke für den Stern

Da gebe ich Goodnight recht, dass so ein "emotionaler Missbrauch" große Schäden beim Kind hinterlässt.

Das brqauchst Du mir nicht zu sagen, Da hast Du völlig Recht. Als meine Frau so ungefähr zwei Jahre alt war, starb so ziemlich die ganze Familie weg, bis auf die Mutter. Da kann ich mehrere Lieder davon singen.

Mit dem Andren denke ich, hast Du auch Recht. So wies aussiht hast Du hier nur Bestätigung gesucht, weil es ja doch manchmal verunsichert, mit den Kids. Ging mir genauso. Aber wenn ichndann richtig überlegt hab, hab ich doch meist das Richtige gemacht. Für das Kind in Deinem Falle ist es wirklich wichtig, dass das Kind die Kinderrolle zugewiesen bekommt. Denke in den anderen Fällen, wo Kinder in Therapie sind, ist es ja oft so, dass die eher streng erzogen werden! Aber Du siehst, beim Kindererziehen muss man individuell auf jedes Kind eingehen.

Viel Erfolg mit den Kids

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WEnn du dich traust: Mit der Mutter reden. Sie darf das Kind nicht für ihre Zwecke mißbrauchen. Ein Kind ist kein Partnerersatz! Und da das wohl schon eine Weile so geht muss die Mutter dem Kind unbedingt klarmachen wer hier wer ist.

Das kannst du eigentlich nur mit der Mutter klären - entweder wirklich mit ihr reden, dass dir das aufgefallen ist und was du vermutest. Oder ihr gleich zu einer Familien/Erziehungsberatung raten. Oder natürlich dafür sorgen, dass das Kind auch oft und regelmäßig Kontakt zum Vater bekommt.

Mit dem Kind kannst du nur schauen, wie du mit ihm umgehst: Eben einerseits fürsörglich und mit klaren Grenzen, aber natürlich auch in so fern auf Augenhöhe, dass du seine/ihre Bedürfnisse ernst nimmst und darauf ein gehst.

Auch ein Kinder/Jugendtherapeut wird vor allem mit der Mutter arbeiten und falls das nicht möglich ist, schauen, dass das Kind eine andere Bezugsperson bekommt, die diese Rolle besser erfüllen kann.

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