KfW 55 Dämmen oder Technik?

9 Antworten

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Ich baue seit vielen Jahren fast nur noch Passivhäuser, die ab 2020 ohnehin Pflicht werden, also noch besser als KFW 55. Das erreicht man mit guter Dämmung (ich verwende hierzu Neopor-Schalsteine, Neopor-Dachstuhlelemente, 3-fach-Verglasung, Glasschaumschotter unter der Bodenplatte, Wärmepumpe und Lüftungsanlage). Fertig. Alles ganz ohne Kopfschmerzen.

Passivhäuser, die ab 2020 ohnehin Pflicht werden,

Das ist eine riesen Sauerei. Ich hoffe du fuehlst dich nicht persoenlich betroffen.

Doch es kam anders. In dem einen Passivhaus betrug der Wärmeverbrauch im vergangenen Jahr 17.054,10 Kilowattstunden (kWh) für die beheizten Flächen. Im anderen waren es 20.269,20 kWh. Damit lag in diesem Gebäude der Wärmeverbrauch sogar höher als in einem der herkömmlich errichteten Miethäuser, wo 20.165,20 kWh angefallen waren. Im zweiten Standardhaus schlug hingegen ein um über 25 Prozent höherer Verbrauch von 25.438,56 kWh zu Buche.

http://www.welt.de/print/wams/finanzen/article148563184/Schlecht-verhuellt.html

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@HorstBayer

Ich habe nicht verstanden. Was ist eine riesen Sauerei?

Bei einer Zertifizierung kommt sowas nicht vor, dass ein höherer Energieverbrauch stattfindet.

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@pharao1961

Auf dem Papier jedenfalls nicht :-) 

Heizverhalten und das Verständnis der Bewohner kann aber nicht genormt werden.

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@janfred1401

Klar, das ist ähnlich wie bei einem 250 PS-Auto, das 4,5 Liter Sprit braucht. Theoretisch möglich... Aber eine Zertifizierung durch einen Energieberater macht die Sache dennoch recht sicher. Schließlich hat der seine Unterschrift drunter.

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@pharao1961

Was ist eine riesen Sauerei?

Na dass dieser Unsinn Pflicht werden soll.

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@janfred1401

Heizverhalten und das Verständnis der Bewohner kann aber nicht genormt werden.

Na klar, ist der Verbrauch hoeher als errechnet sind die Bewohner schuld^^

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@HorstBayer

Aber warum Unsinn? Mal abgesehen von der Umwelt... Ist es schlecht, Heizkosten einzusparen?

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@pharao1961

Das sehe ich vollkommen anders. Zertifizierungen sind zunächst ein theoretisches Stück Papier, nicht selten schöngerechnet.
Als Gutachter sind mir diesbezüglich diverse Konstrukte untergekommen.

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@Simko

Wenn der Energieberater auch gleichzeitig in dem Unternehmen arbeitet, die erstellt oder geliefert haben, gebe ich dir Recht! ;-)

Aber ich habe als Planer und Lieferant mit den einzelnen, auch mir unbekannten Energieberatern, garnix am Hut. Also warum sollten die eine Zertifizierung ausstellen, die die Bedingungen nicht erfüllt? Umgekehrt wär` s denen doch viel lieber... noch ne Blowerdoor, noch eine Berechnung... bringt denen doch nur Kohle! Ich bin auch bei dem selbsternannten Passivhausguru nicht gelistet, stehe also auch nicht auf irgendeiner Gehaltsliste oder niemand bei mir...

Aber ich verstehe selbstverständlich die "Konstrukte" die du meinst... :-); ich bin ja schließlich schon 31 Jahre dabei. Ich verurteile dies auch und habe auch unter diesen Vorurteilen regelmäßig zu leiden, aber - es gibt auch Ausnahmen.

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nun, ein gesunder mittelweg aus technik und dämmung dürfte hier den meisten sinn machen. die gasheizung ist schon mal eine gute idee. ich würde sie aber auch auf jeden fall durch eine solarthermische anlage ergänzen. das ist keine riesen investition, teschnisch gesehen nicht sehr (wartungs) aufwändig und bringt,. mächtig ersparnis...

lg, Anna

Ein gesunden Mittelwert streben wir auch an. Ich wollte halt genau wissen wie ich das erreiche. Die Dämmung und das Wohnklima ist für uns dabei wichtig.

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Leider hast du die besten Baustoffe für gutes Wohnklima ausgeschlossen. Für Massivbauten gibt es den Backstein T5, der bei deinen Vorgaben nicht zusätzlich gedämmt werden muss. Der Stein absorbiert Feuchtigkeit un d gibt sie nach außen ab. Du kannst dir dann die  in Anschaffung und Unterhalt sehr teuren Lüfter mit Wärmerückgewinnung sparen. Gutes Raumklima ist garantiert.

Der T5 für KFW 55??? In welcher Stärke denn? 1,20 m dick? :-)))

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