Kennt jemand diese Uhrenmechanik?

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3 Antworten

Sieht sehr nach 230V aus (Synchronuhr).

Ich habe auch eine solch alte Synchronuhr und die sieht von der Mechanik ziemlich genauso aus^^.

Allerdings rate ich dir in diesem Fall davon ab, diese an 230V anzuschließen, da sie stark nach Schutzklasse 0 aussieht (seit Jahrzehnten nicht mehr erlaubt!).

Sie müsste aufgrund des Alters erstmal auf ihre Sicherheit hin geprüft werden und sie müsste vom Fachmann auf Schutzklasse 1 aufgerüstet werden, sofern das möglich ist.

Sie muss wegen Berührungsschutz auch mit Schrauben auf nicht brennbarem Untergrund fest angebracht werden. An Nagel hängen, so dass sie jederzeit ohne Werkzeug abgenommen werden kann, reicht nicht mehr.

Ansonsten bleibt nur der Betrieb an einem Trenntrafo, wenn die Umrüstung auf SK1 nicht möglich ist. Das wäre aber nicht sehr energieeffizient.

Bitte vom Fachmann anbringen lassen oder als Dekostück verwenden.

Oder das Uhrwerk gegen ein batteriebetriebenes ersetzen.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich beschäftige mich schon mehrere Jahre damit.

Ist keine Synchronuhr, weil sie einen Gangregler hat. Synchronuhren bekommen über die Netzspannung ihre Zeitangabe. Das sind dann Nebenuhren, die mit Hauptuhren verbunden sind.

Die Angaben zur Sicherheit bezüglich des Starkstromes sind sehr hilfreich.

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Hierbei handelt es sich um ein Einzel-Starkstrom Uhr.

Ist ein Überbleibsel aus den dreissiger Jahren. Solche Uhrwerke hatten einen direkten Anschluss an die 220 Volt Netzspannung.

Mechanische Großuhr: Letztendlich ist es eine mechanische Großuhr deren Aufzug durch den seitlich zu erkennen Gewichtsarm erfolgt. Der Gewichtsarm ist dann mit dem Beisatzrad der Uhr verbunden und gibt dann über das Räderwerk die Kraft bis zur Hemmung weiter (Hier schweizer Ankerhemmung). Auch kann ein Federhaus vorliegen, deren Zugfeder durch den Gewichtsarm aufgezogen wird und durch Gesperre gehalten wird.

An dem Gewichtsarm ist ein Quecksilberschalter befestigt. Sobald der Arm abgelaufen ist, schließt der Quecksilberschalter den Kontakt und die Spulen werden vom Strom durchfloßen.

Der Gewichtsarm wird dabei hochgeschleudert. Durch Sperrklinken wird das Federhaus des Uhrwerks so aufgezogen, bis die Feder komplett gespannt ist. Der Gewichtsarm kann dann nicht sinken, der Quecksilberkontakt ist geöffnet.

Alle paar Minuten wiederholt sich der Aufzugvorgang und die Zugfeder bleibt ständig voll gespannt.

Zustand: Die Uhr scheint schon länger nicht mehr in Betrieb genommen worden zu sein. Da wird sich wahrscheinlich kein Tropfen Öl mehr in den Lagern befinden und die Hemmung wird nicht mehr die Präzision haben.

Auch wäre ich vorsichtig die Uhr in Betrieb zu nehmen. Hier fließt Starkstrom! Und auch auf das Quecksilber achten.

Test: Mal versuchen den Arm einfach anzuheben. Das Räderwerk sollte dann die nötige Kraft bekommen die Uhr in Betrieb zu nehmen. Die Unruh muss wahrscheinlich dazu einen kleinen Anschuppser bekommen. Falls die Kraft nicht ausreicht ein wenig Kraft auf den Hebel geben.

Werk tauschen: Man kann versuchen das Werk gegen ein neues Quarzwerk zu tauschen mit Batteriebetrieb. Dann wird aber aufgrund der Größe der Uhr und den Zeigern ein Uhrwerk mit hohem Drehmoment benötigt.

Natürlich war ein Betrieb durch die Netzspannung eleganter, denn man musste die Uhr niemals aufziehen oder Batterie wechseln.

Gerne Fragen!

U7rmacher

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Dreijährige Ausbildung in einer Uhrmacherschule.

Super Auskunft!

Herzlichen Dank, jetzt bin ich eine Ecke weiter und muss mal sehen was ich mache. Übrigens ist der Arm ist sehr leicht beweglich.

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@JohnchenDeere

Muss er ja auch sein, damit die Technik funktioniert. Er sollte nach oben hin verschiebbar sein dann aber arretieren. So kannst du die Zugfeder manuell ohne Strom spannen. Denn der Strom ist wie gesagt nur für das Anheben des Armes verantwortlich. Sofern die Zugfeder ausreichend gespannt ist, sollte die Uhr laufen. Man könnte auch versuchen ein normales Federhaus mit direkter Aufzugsmöglichkeit über einen Schlüssel einzusetzen...

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Hi, konnte ich dir mit meiner Antwort weiterhelfen? Wenn nicht, helfe ich gerne weiter! Ich freue mich sonst über einen Stern ;-)

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Die Bilder sind nicht sehr aussagekräftig. Falls es eine Synchronuhr ist, braucht sie eine Starthilfe, um die Uhr in Gang zu setzen. Das könnte die Funkltion des Hebels sein.

Falls es eine Nebenuhr ist, braucht sie 24 Volt-Gleichstromimpulse. Diese art von Uhren sind bei Private eher selten; meistens werden sie in Schulen, Spitäler und bei der Eisenbahn verwendet.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

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