Auf Garantie hoffen!

Das ist ein Fest verschweißtes Metallarmband mit innenliegenden Bandsplinten.

Eigentlich eine Sache von ein paar Minuten und wenigen Euros, doch wie du selbst gemerkt hast, gibt es keine Eintrittslöscher für die Splinte.

Was am besten machen?

  • Ist auf jeden Fall Garantie, obwohl bei älteren Uhren es kein Garantiefall wäre. Die Splinte sind Abnutzungen unterliegen.
  • Wo wurde die Uhr gekauft? Der Verkäufer unterliegt der Nachbesserungspflicht.
  • Befindet sich bei dir in der Nähe ein Invicta-Store? Dort mal hingehen.
  • Ansonsten wird dir nichts anderes übrig bleiben als dich an den Support zu wenden.

Du benötigst quasi ein neues Band oder die gesamte Uhr muss getauscht werden.

Sofern du dich an den Support wendest, folgendes angeben: Ein Bandglied hat sich gelöst. Der innenliegende Bandsplint ist gebrochen. Es kann nicht vor Ort repariert werden. Eventuell nur kompletter Tausch möglich des Bandes.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Man kann nur notdürftig probieren das Wasser herauszubekommen.

Hierbei handelt es sich leider um eine gemeine "Einweguhr".

⇨ Nur maximal spritzwassergeschützt und mit dem Plastik-Einweg-Uhrwerk Sistem51. Einziger Vorteil liegt darin, dass das Plastik nicht rostet.

Spaß beiseite. Krone ganz öffnen und in ein trockenes Reisbett legen und hoffen, dass die Feuchtigkeit von alleine herauskommt.

Man kann diese Uhren NICHT öffnen. Daher kann die Feuchtigkeit nur über die Krone entweichen.

Mal zusätzlich auf eine lauwarme Heizung ein paar Minuten und dann wieder aufs Reisbett. Es werden Rückstände von den Tropfen auf dem Glas übrig bleiben.

Sofern sich Rost bildet, hilft nur Neukauf (leider).

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Shuhao?

Letztendlich ist der Name egal. Es handelt sich hierbei um eine ganz einfache batteriebetriebene Quartzuhr. Diese Art stammt meist aus dem Urlaub oder Uhren-Vending-Machine und hat weniger als 10,- € gekostet.

  • Die Zeiger nur aufgeklebt zur Zierde, also ohne Funktion.
  • Gehäuse aus einfachsten Stahl, Farbe keine Vergoldung.

Was genau wolltest du wissen? Ob man diese nochmal irgendwo für jemanden herbekommt?

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Was ein toller Zustand!

Wir haben hier eine Taschenuhr mit Zylinderhemmung um 1890/1900. Also noch bevor sie durch die bessere Schweizer Ankerhemmung abgelöst wurde.

Eigentlich will ich gar nicht mehr viel hinzufügen, da meine Vorrednerin Margita1881 schon sehr gute Arbeit geleistet haben.

Klar gab es schon davor die typischen Armbanduhren, aber man hatte eben viele Taschenuhren. Um mit der Zeit zu gehen wurde diese meist so umgebaut, dass man sie mit einem Armband tragen kann.

Die Punzen sind richtig erklärt, daraus ergibt sich:

  • Ein Materialwert: 0,800er Silber, was sich auf das Gehäuse bezieht. Ein Zwischendeckel kann nur versilbert sein, aufgrund der Abnutzungserscheinungen.
  • Aus der Schweiz stammend.
  • '6 Rubis' deutet auf 6 Lagersteine hin.
  • 'Cylindre' für Zylinderhemmung.

Hemmung: Das Problem bei der Sache ist die Zylinderhemmung, die aus den typischen Schaufeln des Ankerrades bestehen.

Diese Hemmung gab es bis ca. 1910 und es ist eine 'Stahl auf Stahl' Hemmung.

Da die Gangwerte meist sehr schlecht sind, sind diese Uhren nicht für den Alltag geeignet und selten reparabel. Da traut sich kein Uhrmacher dran.

Wert: Man kann leider nicht viel aus einer Zylindertaschenuhr herausholen. Sowas ist letztendlich nur was für den Wohnzimmerschrank. Man kann jedoch durchaus 30,- € mind. erzielen, obwohl sie sehr viel mehr verdient hätte.

Die Uhr befindet sich in einem einzigartigen Zustand. Emaille-Zifferblatt und selbst das Uhrwerk sieht wie aus dem Ei geleckt aus. Keine unreinen Stellen.

Wurde die Uhr vor kurzem überholt?

Gerne Fragen!

U7rmacher

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So wenig wie möglich über die Krone aufziehen!

Automatikuhren heißen so, weil sie sich sozusagen "automatisch" aufziehen. Das ist ihre Hauptaufgabe! Der Handaufzug ist bei vielen mechanischen Automatikuhren nur ein netter Zusatz.

Wichtig: Man darf nicht vergessen, dass man beim Handaufzug direkt in den Aufzug eingreift und dann ganz andere Kräfte walten, als beim automatischen Aufzug über den Rotor (Gewichtsstück).

Mitunter leiden die Klinkenräder am meisten, jedenfalls bei den Schweizer Uhrwerken.

Letztendlich ist alles richtig, was Bluemie bereits geschrieben hat.

Meine Uhr kann man so lange aufziehen wie man will, man merkt keinen Widerstand nach einer bestimmten Umdrehungszahl.

Das liegt daran, dass wir in mechanischen Automatikuhren vereinfacht gesagt 'durchrutschende' Zugfedern haben. So kann die Zugfeder nie maximal belastet werden und am Endloch (Handaufzuguhren) reißen kann.

Letztendlich ist es ja eine mechanische Automatikuhr. Sie soll ja durch Bewegung ihre Energie erhalten...

Wenn also die Uhr abgelaufen ist, reichen kreisende Bewegungen am Handgelenk. Den Rest schafft die Uhr selbst! Maximal kurz per Handaufzug aufziehen, aber dauerhaft.

Handaufzug wird erst interessant für den Uhrmacher, der ja die komplette Gangreserve (Laufzeit) schnell abrufen muss, um die Uhr auf die Zeitwaage prüfen zu können.

So ist es nicht schlimm, wenn die Uhr wenig getragen wird. Einfach wie oben beschrieben wieder in Gang setzen, neu stellen.

Uhrenbeweger sind Uhrenverschleißer! Die Uhr ist zwar zur jeder Zeit arbeitsbereit aufgrund von Vollaufzug. Doch rückt eine Überholung schnell näher, wenn die Uhr dauerhaft in Betrieb ist.

Gibt auch keine guten Uhrenbeweger auf dem Markt, halten nicht lange...

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Schau mal hier.

Oder mit arabischen Ziffern hier. Finde ich fast schöner, ist auch günstiger...

Das Metallarmband in Stainless-Steel ist ja nur gefaltetes Blech. Also nicht sehr hochwertig. Kautschuk kann die bessere Variante sein. So oder so ist das Armband leicht wechselbar aufgrund geradem Anstoß...

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Der Geruch kommt von der Kautschuk-Dichtung.

⇨ Wir Uhrmacher haben uns das schon häufig gefragt und sind an der These hängengeblieben, dass diese Kautschuk-Dichtungen mit Fischmehl produziert werden und deshalb so stinken.

Sobald du die Uhr aber wieder schließt, sollte keine Geruchsbelästigung mehr vorhanden bleiben.

Wenn nach dem Schließen Geruch übrig bleibt, kommt das von Schweißrückständen und Hautrückständen auf der Gehäuseoberfläche.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Kommt auf das jeweilige Uhrwerk drauf an, ob du mit Krone ziehen die Batterie schonst.

⇨ Die Uhren, die man durch Entfernen der Kunststoffsicherung bei Neukauf in Betrieb nimmt, schonen in der Tat die Batterie beim Ziehen der Krone.

Aber: Es gibt jedoch auch Uhrwerke, deren elektronischer Bauteil weiter läuft und das Ziehen der Krone die Batterie nicht schont. In solchen Fällen wird nämlich einfach nur das Räderwerk mechanisch angehalten zum Zeiger stellen, die Uhr bleibt weiter im Stromkreis.

Letztendlich ist es trotzdem fraglich, denn sobald eine Batterie aktiviert wurde, verliert sie so oder so stetig an Spannung, auch wenn sie sich nicht in einem Stromkreislauf befindet.

Auch birgt eine Batterie in einer Uhr immer Gefahr auszulaufen, besonders wenn die Batterie leer ist.

Besser wäre also die Batterie ganz herausnehmen zu lassen. Viele gute Uhrmacher bieten einen solchen Service kostenfrei an!

Die Batterielaufzeit liegt im Durchschnitt bei 1,5 bis 2 Jahre je nach Uhrwerk und Funktionen.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Im Uhrmacher-Jargon wird die Uhr auf Wasserdichtheit geprüft.

Herstellerangabe: Auf dem Rückdeckel deiner Uhr befindet sich eine Angabe in bar oder ATM. Nach der DIN-Norm wurde die Uhr einem speziellen Druck ausgesetzt, gleich der Länge einer Wassersäule:

Ab 10 bar sind Uhren demnach derart wasserdicht, damit mit ihr bedenkenlos schwimmen, baden und duschen gehen kann.

Irrtum: Das heißt jedoch nicht, dass man mit der Uhr etwa 30, oder 100 Meter tief tauchen kann!

Prüfverfahren: Heutzutage werden Uhren mit Unter-Luftdruck geprüft. Auf einem Stativ findet die Uhr Platz und es wird ein Unterdruck in der Prüfkammer erzeugt. Das Glas wölbt sich dann bei positiver Dichtheit nach oben.

Bei 9,9 bar angekommen muss das Glas die vorangegangene Wölbung 60 Sekunden halten und darf dabei nur minimal in die Ausgangsposition zurückkehren.

Wenn die Uhr undicht wäre, würde die Luft aus den undichten Stellen entweichen und das Glas weist keine Wölbung mehr auf. Die Wölbung kann man auf einer Messuhr ablesen, ähnlich wie beim Messschieber.

Solche Geräte sind sehr teuer und müssen auch regelmäßig gewartet werden. Nicht jeder Uhrmacher hat ein modernes Gerät. Es gibt ältere Modelle, die wie eine Käseglocke haben.

Auch ist wichtig zu wissen, dass der herkömmliche Uhrmacher nur bis max. 9.9 bar messen kann. Völlig ausreichend für die oben erwähnten Sportarten. Alles darüber hat Taucheruhreigenschaften und muss zur Prüfung eingeschickt werden.

Es gibt dann auch ein Zertifikat, was jedoch nicht einer Garantie nachkommt. Auf Wasserdichtigkeit gibt es nämlich nie Garantie!

Sobald man mit der Uhr den Laden verlässt, erlischt die Garantie! Schon ein kleiner Sturz oder Stoß kann nämlich dazu führen, dass die Uhr undicht werden kann und dafür kann kein Uhrmacher haften.

Kautschukdichtungen wollen jährlich, jedoch spätestens beim nächsten Batteriewechsel getauscht werden. Danach muss die Uhr dann wieder 'abgedrückt' werden ;-)

Ich denke die Festina wird 10 bar wasserdicht sein.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Hierbei handelt es sich um eine Fälschung.

Damals hat man Ersatzteile von Fälschungen noch aufgehoben und nicht gleich weggeworfen und deshalb tauchen solche Ersatzteile von vermeintlichen Nobelmarken in solchen Nachlässen auf.

Heute weiß man ja, dass Fälschungen getrost direkt wegschmeißen kann, da sowas nicht repariert wird und reparierbar ist.

Schau dir noch einmal das Original an und vergleiche es. Die Proportionen, Datum, Qualität der Aufschriften, Index auf 12 Uhr. Ganz genau erkennst du es, wen du die Uhr umdrehst (Uhrwerk).

Also nicht wundern, wenn man für ein paar €uro auf dem Flohmarkt Uhren/Ersatzteile erwirbt mit der Aufschrift Omega, Rolex und Co.

Die guten Sachen sind immer schon aussortiert. So ein Zifferblatt wäre seeeehr wertig.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Passende G Shock?

Servus Leute, ich Suche zurzeit nach einer passenden G Shock für mich.

Wäre auch meine erste.

Die DW-5600BBN-1ER finde ich vom aussehen her extrem schön und würde ich mir eigentlich auch gerne zulegen, Preis Leistung ist da Top, aber leider fehlt mir da die Solarauflade Funktion die mir bei einer G-Shock doch schon wichtig ist. Wer also eine Uhr von G-Shock kennt die ungefähr das selbe aussehen hat und dazu noch die Solar Funktion besitzt kann es gerne in die Kommentare schreiben 😁

Die GWG-1000-1A3ER ist von G-Shock mein absoluter Favorit, vom aussehen her als auch von den Funktionen. Leider ist der Preis doch schon etwas hoch.. 699,00€ ist nicht gerade wenig. Natürlich kann man da sagen okay, schau dir doch mal die GG-B100-1A3ER an, hat fast die selben Funktionen wenn nicht sogar ein paar mehr und sieht Top aus. Stimmt auch, ist eine sehr schöne Uhr und wäre sogar auf Platz 2 meiner G-Shock Lieblinge, dort fehlt mir jedoch leider die Solarauflade Funktion..

Ihr merkt schon, mir ist die Solar Funktion sehr wichtig 😅 Auch die GX-56BB-1ER finde ich extrem schön. Erinnert stark an die DW-5600BBN-1ER und hat die Solarfunktion, an sich eine Top Uhr, ist aber 'leider' auch so groß wie ein Plasma Fernseher 😂 Kann mit der Uhr also leider nicht so viel anfangen.

Ich denke man kann sich ungefähr vorstellen welches Aussehen mir bei G-Shock Uhren am meisten gefällt 😅 Wer ein paar Erfahrungen mit diesen Uhren hat oder den ein oder anderen Ratschlag, immer her damit 😄 Mein Preislimit wäre so 400,00€, aber je günstiger desto besser 😂

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Da bitte ich dich um Eigenrecherche.

Gerade bei den G-Shocks gibt es tausende Modelle. Jedes Quartal erscheinen neue Neuheiten, Abwandlungen von bereits bestehenden Modellen.

Da kann man natürlich schnell den Überblick verlieren. Am besten man stellt für sich fest, welche Funktionen man unbedingt dabei haben möchte, bzw. überhaupt benötigt. Danach favorisieren, was einem wichtiger ist.

Natürlich sollte Aussehen immer ein Hauptkriterium sein.

Preise vergleichen lohnt sich immer bei den G-Shock Modellen. Manchmal kann nur eine Funktion dazu führen, dass der Preis steigt. Es gibt Modelle immer sozusagen in Basic und Premium.

Manchmal stecken die gleichen Module (Uhrwerke) in den Modellen, unterscheiden sich aber preislich stark.

Von der Robustheit her, sind alle sehr robust und auch dahingehend geprüft.

Je mehr Funktionen jedoch vorhanden sind, desto mehr kann auch kaputtgehen. Zeiger können abfallen, daher können Digitaluhren robuster sein.

Je höher die Wasserdichtigkeit, desto geringer die Chance für Feuchtigkeit sich in der Uhr breitzumachen.

  • Solar macht schon irgendwo Sinn, da viele Funktionen viel Energie benötigen. Jedoch kann man auch darauf verzichten. Jede G-Shock hat eine Lithiumbatterie inne, die seeeehr lange hält. Allerdings muss bei jedem Öffnen der Uhr auch die Dichtung geprüft, bzw. getauscht werden. Akkus halten auch nicht ewig!
  • Funk ist überflüssig, da jede Quartzuhr sekundengenau geht.
  • Chronograph nutzt so gut wie keiner.

Am besten wäre natürlich sich die Uhren vor Ort in real anzuschauen. Schau doch mal, ob es bei dir in der Nähe einen G-Shock Store gibt.

Lass dir den aktuellen Katalog geben!

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Hierbei handelt es sich um eine Fälschung.

Und das erkennt man natürlich sehr gut an der Optik. Unfeine Aufschriften, nur aufgedruckt, alles sehr grob. Kein typischer Sekundenzeiger. Die dualen Zeitzonen ohne Funktion wahrscheinlich? Datumsscheibe Standard. Steine/Similies nur aufgeklebt und nicht gefasst.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Der untere Chrono ist deine Dual-Time.

Das müsste das Uhrwerk JP15 von Miyota sein. Die Uhr hat keine Stoppuhr (Chronograph).

  • links auf 9 Uhr Tages-Anzeige.
  • oben 12 Uhr 24 Stunden-Anzeige.
  • unten 6 Uhr Dual Time. Eine zusätzliche Zeitanzeige.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Einfach über die Datumsschnellschaltung noch eine Runde weiterstellen.

Ganz einfach Datum Schnellverstellen (2. Position der Krone). Das geht nur vorwärts, nicht rückwärts.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Gute mechanische Uhren müssen nicht viel kosten.

Wenn man in der Vergangenheit schaut, dann sind das natürlich immer mechanische Uhren, die bis heute überlebt haben. Oft findet man eine 100 Jahre alte Taschenuhr auf dem Speicher, dreht an der Krone und sie fängt fast immer sofort an zu zappeln.

Die Voraussetzung für eine Uhr, die lange halten soll ist:

  • Hochwertige Materialien.
  • Lange Ersatzteilverfügbarkeit. Da kann es bei ETA bald eng werden. Swatch Group gibt immer weniger Teile raus.
  • Allgemeine Nutzungsfrequenz: so wenig wie möglich tragen oder innerhalb der Vorgaben warten lassen (3-5 Jahre). Äußerlich pflegen!
  • eine verschleißarme Mechanik, weniger Technik hält manchmal mehr.

Je komplizierter eine Uhr ist, desto mehr kann auch kaputtgehen.

Handaufzug: Wenn du also auf eine ganz einfache Handaufzugsuhr setzt, wirst du unter Berücksichtigung der oben genannten Kriterien, eine lange Freude haben.

Die Frage ist halt auch, was an einer Uhr zu einem erhöhten Verschleiß führt? Und das ist bei mechanische Uhren primär alles um das Federhaus herum. Hier herrscht die höchste Kraft. Danach folgt die Automatik. Bei Handaufzuguhren dreht man häufiger an der Krone, was neue Probleme schaffen kann. Selten liegt es an den vollsynthetischen ölen, die nicht mehr verharzen. Trotzdem muss das Öl sauber sein und muss überhaupt vorhanden sein.

Schweizer: Gerade die schweizer Uhren, die ein 2824 in sich haben sind reparaturbedürftiger als man denkt:

  • butterweiche Zapfen der Zahnräder
  • hoher Verschleiß der Klinkenräder der Automatik
  • ...

Hinzu kommt eine hohe Schlagzahl von 28.800 Halbschwingungen/Stunde was eben zu mehr Verschleiß führt.

Japaner: Die Japaner lassen es da etwas ruhiger angehen und haben von vorneherein nur 21.600 Halbschwingungen/Stunde. Aus diesem Grund beobachtet man immer, dass Uhrwerke von Seiko oder Miyota für einen Bruchteil des Preises eines Schweizers, deutlich länger ohne Wartung laufen und dabei genauso ganggenau.

Das bezieht sich aber wirklich auch nur auf Seiko. Alles andere was in dem Preissegment rumschwirrt ist nicht empfehlenswert.

Aber: Leider findet man aber immer mehr Kunststoff in Uhrwerken der Japaner. Das steht dann nicht mehr für eine lange Lebensdauer.

Trend: Letztendlich leben wir heute in einer Gesellschaft, wo primär der günstigste Preis zählt. Darauf haben sich die Hersteller eingestellt mit dem Resultat, das immer mehr an Qualität auf der Strecke bleibt.

⇨ Es herrscht eine Wegwurf-Mentalität und deshalb trägt man Uhren aus dem unteren Preissegment so lange, bis sie nicht mehr gehen, dann wird neu gekauft.

Fazit: Also macht es tatsächlich Sinn an der Stelle so wenig wie möglich auszugeben für eine neue Uhr.

Hier meine Empfehlungen:

  • Seiko 5 mit Uhrwerk 7S26 ab 80,- €: Laufen 12 und mehr Jahre, danach Neukauf. Kein Handaufzug bedeutet auch weniger Verschleiß...
  • Schweizer Uhrwerke: Ein 2824 in der Rohversion kann genauso gut laufen wie ein voll finisertes 2824.
  • Uhren von Rolex ab 3000,- €: Sind sehr hochwertig und laufen seeehr lange. Nicht ohne Grund hat jetzt Rolex die Wartungsintervalle für eine komplette Revision (gleichzusetzen mit einem Ölwechsel und Inspektion beim Auto) von alle 3-5 Jahre auf 10 Jahre angehoben!

Und hier kommt jetzt ein Manko: Ersatzteile können nur von zertifizierten Verkäufern erworben werden, komplette Revisionen werden nicht selten direkt zu Rolex eingeschickt.

Das machen die Betriebskosten einer Rolex sehr teuer und frisst jede mögliche Rendite auf, wenn es um eine Wertanlage geht.

Präzision: Was die Präzision angeht, wird diese immer im Alter leiden. Sofern die Uhr anfängt nachzugehen oder sogar stehenzubleiben, obwohl sie voll aufgezogen wurde, ist es an der Zeit die Uhr in den Service zu geben.

Revision: Es könnte nämlich sein, dass das Uhrwerk verschmutzt ist oder nicht mehr genug Schmieröl aufweist, was zu Verschleiß und nachhaltigen Schäden führen kann. Die Revision wird teurer je länger man dann eine Revision hinauszögert. Zu bedenken ist, dass heutige vollsynthetischen Öle nicht mehr verharzen.

⇨ So kostet eine Revision beim ETA 2824 ab 140,- €. Für den Preis bekommt man eine neue Seiko 5, die dann im besten Fall wieder mind. 8 Jahre läuft. Rolex Revision fängt bei 700,- € (Preistrend steigend) und es kommen immer weitere Kosten hinzu...

Auch darf man den Neupreis einer Uhr mit 2824 nicht außer Acht lassen= ab 400,- € aufwärts.

Weiterhin: Neben dem Uhrwerk sollte man bei Uhren auch immer auf ein unzerkratzbares Saphirglas setzen in Verbindung mit einer Wasserdichtigkeit ab 10 bar (schwimmen, duschen, baden kein Problem). Metallarmband hält länger als Lederarmband (sollte jährlich getauscht werden).

Gute Marken sind Junghans, Tag Heuer, Sinn, Rainer Brandt, Omega...

Fazit: Ich würde mir eine Uhr kaufen, die zu meinem Geldbeutel passt. Danach entscheiden, ob es eher eine Wegwurf- oder eine Nobelmarken-Uhr wird.

Ein Metallarmband hält am längsten...

Hier ist mal ein interessanter Artikel über robuste Uhren.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Es reicht, wenn du die Uhr gelegentlich trägst.

Man sagt ja, dass "wer rastet der rostet", was so viel bedeutet wie, nur wer in Bewegung bleibt, bleibt gesund.

Mechanische Uhren funktionieren am besten, wenn das vollsynthetische Öl in den Lagern in ausreichender Menge vorhanden ist und genügend Viskosität aufweisen.

⇨ Diese vollsynthetischen Öle 'verharzen' heutzutage nicht mehr, ergo diese verkleben nicht mehr. Ein Stillstand auf Dauer kann also dem Kraftfluss der Räder nicht schaden.

Auch die Zugfeder möchte natürlich geschmiert sein und dies kann nur erfolgen, wenn sie bewegt wird. Ausleihern gibt es bei Nivaflex und wie sie alle heißen nicht...

Trotzdem: Man sollte eine mechanische Uhr mind. 1x in 3-4 Wochen einen ganzen Tag mal tragen, eben um die Öle mal kurz in Bewegung zu bringen.

Ein Stillstand in dem besagten Rahmen ist in dem Fall sogar eher produktiv, denn je weniger eine Maschine läuft, desto geringer kann diese verschleißen.

⇨ Wenn du weniger mit dem Auto fährst, kommen auch weniger km auf den Tacho.

Jetzt kommt es auch darauf an, was für ein Uhrwerk in deiner Uhr verbaut ist. Manche Marken wollen öfter gewartet werden, auch zum Werterhalt. Andere laufen einfach, bis sie nach Defekt wieder neue gekauft werden wollen (Seiko, Miyota).

⇨ 7 bis sogar über 10 Jahre sind durchaus möglich ohne Service.

Wartungsintervall: Mechanische Uhren sollten in der Regel alle 3-5 Jahre komplett überholt werden, was einer Inspektion beim Auto gleich kommt.

⇨ Das bezieht sich vor allem auf Schnellschwinger ab 28.800 Halbschwingungen/Stunde. Hier ist eine adäquate Schmierung enorm wichtig.

Fazit: Wenn du die Uhr seltener trägst, diese aber alle paar Wochen normal trägst, schonst du die Uhr eher, als das du ihr schadest.

Wann eine Uhr zum Service muss, sagt dir die Uhr spätestens dann, wenn sie abnormale Gangwerte an den Tag legt oder einfach stehen bleibt. Erfahrungsgemäß steigt der Widerstand der Räder und die Uhr geht nach.

Uhrenbeweger? Auch ein Uhrenbeweger ist reiner Irrglaube. Eine Uhr, die ununterbrochen läuft, läuft auch früher zum Service. Aus diesem Grund geben Uhrenhersteller sehr gerne Uhrenbeweger beim Kauf einer Uhr *gratis* mit...

⇨ Uhrenbeweger sind für Leute, die sich tagsüber zu wenig bewegen oder zwei und mehr Uhren alternierend tragen wollen.

Gangreserve: Sofern die Uhr länger nicht benutzt wurde, wird die Gangreserve aufgebraucht sein. Heißt, die Zugfeder hat keine Kraft mehr.

⇨ Durch leichte schüttelnde Bewegungen der Uhr wird die Uhr aber wieder anlaufen. Die Gangreserve baut sich dann ganz normal beim Tragen durch die Automatik auf.

Die Uhr muss auch neu gestellt werden.

⇨ Die Gangreserve sollte nach spätestens 6 Stunden und reichlicher Bewegung (keine Büroarbeit) voll aufgebaut sein...

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Die Bezeichnung lautet Fälschung.

Fälschungen haben nie eine Modellbezeichnung. Meist sind es sogar Fantasiemodelle, zusammengebastelt nach dem Vorbild mehrerer Modelle.

Sie haben keinen Wert.

Ich könnte jetzt Merkmale aufzählen, warum es sich hierbei um eine Fälschung handelt, aber das erspare ich uns.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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Tja was fehlt denn wo?

Und da sieht man, dass das der Datumsrahmen ist. Dieser hat sich gelöst und klebt jetzt oben am Rand.

Solange der da sicher klebt, stört er nicht. Sobald er sich wieder löst und auf dem Zifferblatt herumfliegt, können Zeiger dran hängenbleiben.

Hast du noch Garantie? Ansonsten ab in einen Fossil-Store und den Datumsrahmen neu aufkleben lassen oder gleich ganz herauslassen. Fällt eh nicht auf...

Der Hersteller wird bei Garantieanspruch gern mit dem Grund wehren, dass die Uhr ja heruntergefallen oder einen Stoß abbekommen hat.

Sollte kein Umstand sein.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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geht so

Ist natürlich rein Deko, dennoch demonstrieren Sanduhren sehr schön wie die Zeit vergeht...

Tatsächlich kommen solche Sanduhren immer dann zum Einsatz, wenn man eine fortgeschrittene Zeit veranschaulichen möchte, ohne das man mitbekommt wie viel Zeit konkret vergangen ist.

Ich hatte letztens in einem Bewerbungsfahren eine bestimmte Zeit eine Aufgabe zu erledigen. Hier hat der Prüfer eine Sanduhr verwendet. Warum?

Man erkennt deutlich, das die Zeit vergeht und das noch Zeit übrig ist. Aber eben nicht, wie viel genau...

Es geht hier also mehr um Veranschaulichung, als um eine verlässliche Zeitangabe. Trotzdem sehr schöne Deko.

Gerne Fragen!

U7rmacher

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