Kein Frühdienst als Rettungssanitäter?

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Hi,

grundsätzlich ist es auch im Rettungsdienst möglich, nicht nach einem Rahmendienstplan, sondern den individuellen Bedürfnissen angepasst zu arbeiten. Das ist aber nur in Ausnahmefällen und nur nach Rücksprache/Einverständnis mit der Wachenleitung und/oder dem Dienstplanmanagement.

In der Praxis wird das durchaus so gehandhabt, jedoch praktisch ausschließlich bei älteren Kollegen mit langer Firmenzugehörigkeit.

Als Neueinstellung kann das leider schob problematisch sein - RS werden quasi am laufenden Band "produziert", einen wirklichen Mangel gibt es nur bei den Fachkräften (RettAss, NFS).

Meist bestehen aber auch die Möglichkeiten, Dienste zu tauschen; mit einer guten Begründung findet sich auch fast immer ein Kollege, der sich darauf einlässt.

Wenn Du längerfristig im Rettungsdienst bleiben möchtest, solltest Du aber unbedingt deine Schlafstörungen angehen - das wird nämlich im Zweifelsfall nicht nur für deine Patienten lebensgefährlich, sondern auch für deine Kollegen und dich selbst.

LG

Vielen Dank. Dienste tauschen ist mir bekannt, wird aber leider nicht immer funktionieren und dann müsste ich den Frühdienst in den meisten Fällen wegen dem, was du im letzten Abschnitt geschrieben hast, absagen, weil ich es selbst nicht verantworten könnte so in den Dienst zu gehen. Praktikum war was anderes, aber nicht als Regelbesatzung.

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@SaniOnTheRoad nanana...RettH und RettSan sind auch FAchkräft mein guter ;-)

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@Engine911

Sie sind Rettungsfachkräfte, das ist richtig - ausbildungstechnisch gelten sie aber als "Hilfsarbeiter" ;-)

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@SaniOnTheRoad

@SaniOnTheRoad jetzt wiedersprichst du dir...du meinst nicht ausbildungstechnisch sondern arbeitstechnisch ;-) da kann man das so stehen lassen...einen Keks auf die Ausbeutung XD

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@Engine911
jetzt wiedersprichst du dir

Nein, nicht unbedingt ;-) Rettungsfachkraft (oder Rettungsfachpersonal) meint einfach Personal des Rettungsdienstes - Fachkraft als solche meint jemand mit abgeschlossener Berufsausbildung, das wären nur RettAss und NFS.

einen Keks auf die Ausbeutung XD

Das ist leider wahr...

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Augen auf bei der Berufswahl...

Bei uns gibts z.B. nichtmal ne Einteilung in Früh- und Spätschicht. Es gibt nur Tag- oder Nachtschicht.

Und Kollegen, die sich nur auf eine Schicht festlegen wollen, werden nicht genommen. Im Rettungsdienst sind 365 Arbeitstage im Jahr und täglich 24h Arbeitszeit. Und jeder muss seine Dienste machen, wann sie nötig sind, also im Dienstplan stehen. Wenn jemand privat Dienste tauschen kann, kann er das machen... Nen Anspruch darauf hat er nicht.

Du hast die Wahl, mit deinen Schlafproblemen hinzukommen (in meinen Augen ist das ein Fall für den Hausarzt), oder dir nen Job zu suchen, an dem nur abends gearbeitet wird.

Wie viele schon geschrieben haben. Du wirst vom Wachleiter keine Sonderregelung erhalten nur Spät- oder Nachtschichten zu fahren. Wen Kollegen privat tauschen und alle einverstanden sind, ja. Aber immer wird das auch nicht funktionieren.

Ich hab unten gelesen das du den RS als Überbrückung machen willst, bis du dich evtl. als NotSan ausbilden lassen möchtest.

Du weist schon das der NotSan auch Schichtdienst fährt? Ich fänds sinnvoller des mal vom Arzt anschaun zu lassen. Helfen kann man sicher. Egal ob die Probleme physisch oder psychisch sind.

Besser als hauptamtlicher NotSan mit den Kollegen anzuecken wegen deinen ständigen Dienstplan wünschen.

Alles Gute

Ja das weiß ich, deshalb habe ich auch geschrieben, dass es mit dem NotSan keinen Sinn hat, solange diese Problematik besteht. Das man Dienste tauschen kann weiß ich auch, aber das wird wie du sagst nicht immer klappen.

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Berufsubfähigkeit aus Psychischer Erkrankung?

Hallo,

Ich wende mich hier an euch, auf der Hoffnung das sowas einer schon durch hat. Ich bin männlich 27 Jahre, verheiratet und ein Kind ( 2 Jahre alt). Meine Frau hat MS und ich habe sie so kennen gelernt. Beruf und Familie ist nicht immer einfach in Einklang zu bringen. Ich arbeite im Rettungsdienst seit 2012, war bis 2016 Rettungssanitäter, seit dem als Rettungsassistent tätig. Ich hatte schon sehr viele Einsätze und auch schon mehrere Tote gesehen. Jetzt (Stand heute) ist es so das ich das alles nicht mehr kann. Im April hatte ich zwei Einsätze die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. War daraufhin schon 8 Wochen krank. Bin seitdem in Therapeutischen Behandlung. Habe jetzt wieder angefangen zu arbeiten ( 3 Wochen, da ich noch 2 Wochen Urlaub hatte) jetzt falle ich wieder raus und bin wieder krank geschrieben. Ich leide unter Schlafstörungen und Panikattacken. Diagnostiziert wurde eine Mittelgradige Depression. Der Rettungsdienst war meine Bestimmung, doch ich schaffe, kann und will es irgendwie nicht mehr. Ab September starte ich nun eine Weiterbildung zum Fachwirt, jedoch berufsbegleitend. Mein Hausarzt ist nun soweit das er meint das wir über eine Berufsunfähigkeit für meinen Beruf als Rettungsassistent nachdenken sollten. Ich merke zwar das es nicht mehr geht, aber ich habe auch Angst, da ich der Hauptverdiener bin, da meine Frau nicht Vollzeit arbeiten kann aufgrund ihrer Krankheit.

Hat irgendjemand vielleiht sowas ähnliches durch lebt, oder kennt sich damit aus?

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