Hi,

Wie mache ich das während meines Klinikaufenthaltes wegen Panikattacken und Depressionen? Messen die dort? Kann ich das ablehnen?

In der Regel werden auch in psychiatrischen Kliniken regelmäßig Vitalzeichen kontrolliert - darunter auch der Blutdruck.

Grundsätzlich kann man als einwilligungsfähiger Patient jede medizinische Maßnahme ablehnen.

Sinnvoll wäre es grundsätzlich, auch die Weißkittelhypertonie im Rahmen der Therapie anzugehen.

Die verstehen nicht bzw glauben nicht, dass es zu Hause anders ist.

Eine Langzeitblutdruckmessung im häuslichen Umfeld wäre zur Bestätigung/zum Ausschluss anzuraten.

LG

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Warum wird der Antigentest anstatt der Antikörpertest bei SarsCov2 durchgeführt?

Für den Nachweis einer akuten Infektion ist ein Antikörpertest schlichtweg ungeeignet - zum einen werden Antikörper erst nach einiger Zeit bei bestehender Infektion gebildet, zum anderen sind Antikörper auch noch nach einer Infektion wesentlich länger nachweisbar.

Ist doch besser als flächendeckend zu impfen

Man kann darüber streiten, ob die flächendeckende Einführung von Antikörper-Massentests sinnvoller ist, als bereits bestehende Impfangebote in jeder Hausarztpraxis...

Hier zu Antigenschnelltest:  https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/80-Prozent-der-positiven-Corona-Schnelltests-falsch-positiv-421053.html

174 falsch-negative Tests bei 719.000 durchgeführten Tests halte ich durchaus für tolerabel.

LG

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Hi,

die Notaufnahme eines Krankenhauses ist für akute, lebensbedrohliche Notfälle gedacht - das sind Ohrenschmerzen nicht.

Eine wesentlich bessere Alternative wäre der ärztliche Bereitschaftsdienst - dieser ist bundesweit kostenlos unter 116117 (ohne Vorwahl) erreichbar, auch am Wochenende, an Feiertagen und nachts.

LG

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Hi,

C Führerschein mit 18 (BRK, Feuerwehr)?

Das Mindestalter für den Führerschein Klasse C ist das vollendete 21. Lebensjahr (§ 10 FeV) - die Tätigkeit bei DRK/Feuerwehr/KatS ändert daran nichts, als Ausnahme ist es nicht definiert.

Von meinem Dienstherr (=Kommandant bei der Feuerwehr) kann Ich ein Schreiben anfordern das bescheint dass es wichtig ist dass Ich den Führerschein bekomme.

Man kann Ausnahmen vom Mindestalter bei der zuständen Fahrerlaubnisbehörde beantragen, soweit richtig.

Die Voraussetzungen und Auflagen sind hierfür regelhaft sehr hoch, die Anzahl der Genehmigungen verschwindend gering. Und ja, auch mit Schreiben wird der Bedarf und sinnvollere Alternativen geprüft.

Unterm Strich

Du wirst keine Ausnahmegenehmigung bekommen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Maßnahme verhältnismäßig ist, geht gegen Null - eher wählt man dann einen lebensälteren Kameraden mit mehr Fahrerfahrung. Und das ist praktisch immer möglich.

Davon abgesehen: kein Kommandant, der auch nur im geringsten Wert darauf legt, dass ein Fahrzeug mit sechsstelligen Neubeschaffungswert und Mannschaft lebend angekommen, wird einen 18 Jährigen, der gerade den VW Golf halbwegs gerade einparken kann, mit einem LKW und Sonderrechten auf Reise schicken...

Fazit

Abwarten, Tee trinken, Führerschein Klasse C1 ist mit 18 möglich (und für den Rettungsdienst vollkommen ausreichend) - Klasse C erst mit 21.

LG

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Hi,

Ich habe gelesen das mit genügend Berufserfahrung der Aufstieg auch ohne Ausbildung, nur mit Prüfung möglich ist.

Das ist nicht möglich.

Ein Aufstieg per Ergänzungsprüfung (vgl. § 32 NotSanG) ist lediglich für Rettungsassistenten (zweijährige Berufsausbildung) möglich - der Rettungsassistent wird seit 2014 nicht mehr ausgebildet, die Möglichkeit der Ergänzungsprüfung läuft 2023 aus.

Für einen Rettungssanitäter bleibt nur die komplette klassische dreijährige Voll- oder fünfjährige Teilzeitausbildung - und diese setzt nach § 8 NotSanG eben einen mittleren Schulabschluss oder eine gleichwertige Vorbildung voraus.

Fazit

Ohne eine abgeschlossene zweijährige Berufsausbildung oder einen mittleren Schulabschluss besteht keine Möglichkeit, eine NFS-Ausbildung zu absolvieren.

LG

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Gibt es bei der Anfahrt ein System?

Hallo,

wir kennen ja die Szenen wo die Einsatzkräfte eintreffen aus den diversen Serien/Filme. Dort sieht es immer so aus, als wenn kein System hinter steht. Z. B. der RTW fährt auf den Hof, die Polizei parkt dahinter.

In der Realität sah ich erst zwei mal einen Feuerwehreinsatz, also die Anfahrt. Auch hier fragte ich mich, ob es irgendein System gibt.

Das eine Mal standen sie in einer engen Einbahnstraße hintereinander - gut, es war ein Fehlalarm, doch sie wußten es nicht. Und wenn nun Feuer ausgebrochen wäre, hätte dann der richtige Wagen an der richtigen Stelle gestanden, oder wäre er vielleicht der letzte, also entfernteste, gewesen?

Beim zweiten Mal war das Chaos perfekt. 4 große Feuerwehrwagen - keine Ahnung welche und wo der Unterschied bei ihnen liegt - hintereinander. Der erste fuhr in die Seitenstraße und hielt (keine Ahnung was der Einsatz war oder warum er hielt). Der Zweite in der Kurve und die anderen versperrten die Straße, bis sie nach einigen Minuten auf den freien Marktplatz fuhren. Was weiter passierte, weiß ich nicht, da ich, als der Weg frei war, machte, dass ich weg kam.

Bitte versteht die Frage nicht als "Besserwisserei" oder als "Meckern".
Ich stellte mir diese Frage schon öfters, da, egal ob RTW, Feuerwehr, Polizei, sie alle Profis sind und sicherlich darauf bedacht sind, dass Zeit gespart wird und alles so effizient wie möglich abläuft.

Aber bei der TV-Situation parkt der P-Wagen den RTW zu, was letztlich für den Verunfallten wichtige Zeit kosten könnte, wenn erst der Polizist gesucht werden müßte, damit er den Wagen entfernt, damit der RTW ins KH fahren kann.
Und dies "wild parken" macht das Entdecken eines Systems auch schwer, was aber nicht heißt, das es nicht vorhanden ist.

Falls ihr meine Frage verstanden habt (was, falls nicht, an meiner Beschreibung liegen kann), würde ich mich über eine informative/erklärende Antwort sehr freuen.

Danke.

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Hi,

Gibt es bei der Anfahrt ein System?

Es gibt durchaus Einsatzgrundsätze und Taktikstandards, was die Raumordnung an der Einsatzstelle angeht - ein absolut fixes System gibt es nicht.

Letzteres wäre angesichts z.T. sehr unterschiedlich ausgestatteter Fahrzeuge, vollkommen unterschiedlichen Einsatzbildern/Lagen und vollkommen unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten auch nicht zuträglich.

Ein Wohnungsbrand in einer Seitengasse einer Altstadt erfordert grundsätzlich eine andere Raumordnung als der Brand in einem gut zugänglichen Industrieobjekt.

Die Raumordnung ist nach der Lageerkundung so ziemlich das erste, was in einem Einsatz gemacht wird - um den Raum sinnvoll zu ordnen, muss man erst einmal einen Überblick haben, was man wo braucht. Eine Universallösung gibt es nicht, dementsprechend legt der Einsatzleiter die Fahrzeugaufstellung nach Bedarf fest.

Das kann natürlich auch bedeuten, dass man "umparken" muss.

Aber bei der TV-Situation parkt der P-Wagen den RTW zu, was letztlich für den Verunfallten wichtige Zeit kosten könnte, wenn erst der Polizist gesucht werden müßte, damit er den Wagen entfernt, damit der RTW ins KH fahren kann.

Das Grundproblem besteht immer dann, wenn verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Einsatzzielen an der selben Stelle auftreten - und nicht immer weiß man, was für die jeweils andere Organisation gerade wichtig ist und wie die jeweiligen Standards aussehen.

Dementsprechend kann eine solche Situation auch durchaus in der Realität auftreten.

Aus der Praxis

Wenn von vornherein klar ist, dass mehrere Kräfte eintreffen werden, sucht man sich dementsprechend die Position, die

  1. einsatztaktisch für den eigenen Auftrag geeignet ist und
  2. andere Akteure möglichst wenig behindert.

Je nach räumlicher Gegebenheit kann das durchaus sehr unterschiedlich aussehen.

LG

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Hi,

währe das möglich das ich mit HA9 und 6Monate Praktika im RD eine Ausbildung zum NotSan bekomme ohne abgeschlossene ausbildung oder ohne Realschulabschluss. bin auch beim JRK das evtl das drk nh ausnahme macht ?

Ich bin direkt: nein.

Die Ausbildungsvoraussetzungen werden nicht durch das DRK festgelegt, sondern sind gesetzlich definiert (§ 8 NotSanG) - folglich kann der Arbeitgeber hier keine Ausnahme machen.

Behördliche Ausnahmen von den Zugangsvoraussetzungen sind im NotSanG nicht vorgesehen und damit nicht möglich.

Es wurde als Ausbildungsvoraussetzung nun einmal der "mittlere Schulabschluss" oder "Hauptschulabschluss plus zweijährige, abgeschlossene Berufsausbildung" auch aus gutem Grund festgelegt - die Ausbildung ist durchaus anspruchsvoll, und auch ein sechsmonatiges Praktikum im Rettungsdienst (wobei man Sinnhaftigkeit und Durchführbarkeit per se infrage stellen muss) und eine JRK-Mitgliedschaft sind keiner Berufsausbildung gleichwertig.

Und noch etwas Hintergrundwissen...

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter ist hochgradig begehrt - zehn Bewerbungen pro Ausbildungsplatz sind die Regel, nicht die Ausnahme. Und die Bewerber erfüllen alle die Mindestanforderungen des Gesetzes.

In der Praxis hat der Großteil der erfolgreichen Bewerber oft auch eine höhere Schulbildung, ist volljährig, den Führerschein der Klasse C1, die Qualifikation zum Rettungssanitäter und ein, zwei Jahre Berufserfahrung im Rettungsdienst. Und selbst von diesen warten einige lange auf einen Ausbildungsplatz.

Ohne die gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen ist die Chance - hart gesagt - einfach genau bei Null.

Fazit

Das Nachholen des Realschulabschlusses sei unabhängig vom Berufswunsch Notfallsanitäter dringend anzuraten.

LG

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Hi,

Meine Frage dazu, wie oben gestell, ist ob es unterlassene Hilfeleistung ist?

Kurz und knapp: nein, ist es nicht - der Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung (§ 323c StGB) wird hier nicht erfüllt.

Eine Behandlungspflicht hat ein Arzt lediglich in Notfällen - also (drohender) Lebensgefahr oder der Gefahr einer schweren gesundheitlichen Schädigung. Das ist bei einer (entzündeten) Warze regelhaft nicht der Fall.

Ich darf morgen in die Notaufnahme gehen weil sich kein einziger Arzt Mal die Warze angeguckt hat, sondern mich einfach weggeschickt hat.

Eine entzündete Warze ist kein Fall für die Notaufnahme.

Im Zweifelsfall sollte der Hausarzt als erster Ansprechpartner erneut aufgesucht werden - ggf. kann man auch ohne Termin zum Hautarzt, muss aber mit entsprechend langer Wartezeit rechnen.

Ferner kann auch die Beratung in einer Apotheke zwecks Warzenvereisung sinnvoll sein.

LG

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Hi,

Wieso gibt es manche Respektlose Menschen auf Gutefrage.net?

Nun, ich glaube tatsächlich, dass das kein exklusives Problem von GF ist - es gibt hier respektlose Menschen genauso wie auf anderen Portalen und im echten Leben.

Dank relativer Anonymität sind die Hemmungen eben geringer...

Wenn man fragen über die Religion stellt, macht sich jeder über die Religion lustig. Wenn man fragen über die Gesundheit stellt, wird sofort „Psyche!“ gesagt und die Krankheit nicht ernst genommen.

Bei manchen Themen treffen sehr gegenteilige Ansichten aufeinander, wo auch die Emotionen schnell hochkochen. Gerade Religion und Gesundheit sind dafür fast prädestiniert.

Unterm Strich denke ich allerdings, dass die Zahl inhaltlich und von den Umgangsformen her guten Antworten und Diskussionen überwiegt.

Ernste Fragen werden als Trollfragen gesehen.

Oft ist es nicht leicht zu unterscheiden, was nun eine Trollfrage ist und was nicht. Und in manchen Themen sind "Trollfragen" derart häufig, dass bei manchen Nutzern eben schon Automatismen greifen. Nicht gut, aber auf menschlicher Ebene doch nachvollziehbar.

Es ist auch die Frage, was man selbst als "respektlos" empfindet - der eine empfindet es als respektlos, wenn man ihm nicht vollends und kompromisslos beipflichtet, für den anderen muss es in Richtung strafbewehrt gehen, um respektlos zu sein.

Wenn es "zu bunt" wird, besteht selbstverständlich auf die Möglichkeit der Meldung von Antworten/Kommentaren/Nutzern.

LG

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Falsch

Hi,

der Rettungssanitäter hat als schulische Zugangsvoraussetzung lediglich den Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Vorbildung.

Dies ist in den Empfehlungen für eine Verordnung für die Ausbildung und Prüfung von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern des Ausschuss Rettungswesen geregelt und wird dementsprechend umgesetzt.

Fazit

Sofern Du einen Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Vorbildung besitzt, kannst Du die Qualifikation zum RS absolvieren.

LG

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Hi,

Was wäre wenn ein solcher NotSan, einen Patienten (auch mit Invasiven ) Maßnahmen versorgt, wäre das noch rechtlich zu rechtfertigen?

Zu rechtfertigen wäre es meines Erachtens durchaus - wobei man natürlich den Einzelfall betrachten muss.

Unter der Voraussetzung, dass die Maßnahmen erlernt wurden, beherrscht werden und in der jeweiligen Situation angemessen sind, werden diese nach wie vor durch § 2a NotSanG gedeckt.

Der Knackpunkt ist hierbei - wie Rollerfreake schon erwähnt hat - das Beherrschen. Und das hängt sowohl von der Maßnahme an sich, als auch dem individuellen Kenntnisstand des Kollegen ab - nachdem in der Fortbildung keine regelhafte Überprüfung der Beherrschung jeglicher invasiver Maßnahmen stattfindet, ist diese erstmal nicht von Belang.

Bei der Durchführung von "Routinemaßnahmen" wie der Anlage eines periphervenösen Zugangs, was man schon hunderte Male gemacht hat, kann man auch nach ein paar Jahren noch das Beherrschen annehmen - bei Exoten wie dem maximalinvasiven eskalierenden Atemwegsmanagement eher nicht.

Und, wie ebenfalls schon erwähnt wurde: der rechtfertigende Notstand (§ 34 StGB) kann auch für Notfallsanitäter gelten, wenn § 2a NotSanG eben nicht greift.

Hier ist natürlich ebenso die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu beachten, ebenso wie die Notwendigkeit, dass durch die Maßnahme keine neuen, unkontrollierbaren Gefahren entstehen. Und es ist eben in diesem Falle ein Rechtfertigungsgrund, und keine Erlaubnis.

Da die Fortbildungen zur Weiterführung der Berufsbezeichnung ja fehlen!

Achtung, Denkfehler!

Die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung ist vollkommen unabhängig vom Absolvieren etwaiger Fortbildungen (§ 2 NotSanG) - das Notfallsanitätergesetz selbst kennt keinerlei Fortbildungspflicht.

Letztere ergibt sich aus den Landesrettungsdienstgesetzen, welche die Voraussetzungen für die Fahrzeugbesetzung und das eingesetzte Personal regeln.

Ohne aktuelle Fortbildung entsteht lediglich die Konstellation: man ist NotSan, darf allerdings nicht als Verantwortlicher in der Notfallrettung eingesetzt werden und die etwaige Delegation von 2c)-Maßnahmen entfällt.

aber speziell im Medizinischen und ganz besonders in unserem Beruf haben wir eine Fortbildungspflicht.

Da stimme ich uneingeschränkt zu - das muss meines Erachtens allerdings auch über 30 - 35 Stunden Pflichtfortbildung fraglicher Qualität hinausgehen.

Fazit

wenn ich der nicht nachkomme, keine Berufliche Aktivität mehr nachweisen kann, darf ich dann noch als NotSan aktiv werden bzw mich auf die erweiterten Maßnahmen berufen?

Im Grunde genommen ja, aber Einzelfallentscheidung.

Es macht in der Bewertung "okay" oder "nicht okay" eben einen Unterschied, ob es eine Routinemaßnahme ist oder ein Exot, bei dem man das Beherrschen per se anzweifeln könnte - und es macht einen Unterschied, ob man zwei Jahre "fachnah" in Leitstelle oder Klinik unterwegs war oder 20 Jahre in einem komplett anderen Metier.

LG

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Ich habe bedenken bezüglich der Impfung?

Hallo zusammen,

Eine Zeit lang war ich mir sicher dass ich mich nicht impfen lassen möchte. Allein auch schon weil meine Familie und Freunde komplett dagegen waren.

Vor kurzem wurde dann aber mein Opa schwer krank (kein corona!) Und musste wiederbelebt werden. Ich fuhr einpaar wochen später zum Arzt auf Grund von einer magendarm Grippe nur um meine krankenbescheinigung abzuholen und wurde dann blöd angemacht wieso ich noch nicht geimpft sei und dass ich sowohl als auch meine Familie alle meinen Opa in Lebensgefahr bringen würden.

Ich war um ehrlich zu sein eher sauer als überzeugt davon mich impfen zu lassen.

Kurze Zeit später erkrankte mein Vater an Krebs und hat nun einen langen Weg mit Chemotherapien und Bestrahlungen vor sich.

Die Ärzte rieten ihm sofort sich impfen zu lassen weil sie ihm angenlich bei einer möglich entstehenden covid Erkrankung nicht mehr helfen können und wollen. Also fuhr er sich impfen. Aber der Rest der Familie blieb noch ungeimpft.

Einpaar Tage später musste meine Mutter plötzlich in die Notaufnahme da sie sich schlimm verletzt hatte. Nach der Behandlung am nächsten Tag musste sie dann nochmal zum Hausarzt und der wiederum war sauer wieso sie immernoch nicht geimpft sei und zählte alles auf was in unserer Familie momentan los ist. Er wurde sogar lauter und wollte sie noch nicht mal wirklich krank schreiben obwohl sie wirklich stark verletzt war. Er beschuldigte sie dass sie dann schuld daran wäre wenn meinem Vater etwas passieren würde und bringte sie zum weinen..

Das ganze macht mich wirklich sauer und traurig zu gleich dass ich mir denke.. ich machs einfach und dann habe zumindest ich meine ruhe.

Nächste Woche habe ich den Termin in einem Impfzentrum mit dem Impfstoff Biontech und ich muss schon sagen.. ich habe echt angst. Ich lese so oft dass die Spätfolgen nicht erforscht sind usw dass es mich einfach zum nachdenken bringt es vlt nicht doch abzusagen..

Ach man ich weiss einfach nicht. Ich stehe einfach zwischen ja und nein und habe angst beide Seiten zu bereuen..

Wie sieht es bei euch aus? Bereut ihr etwas und seit ihr geimpft?

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Ja ich bin geimpft

Hi,

im Grunde muss man die kommunikative Ebene hier von der Sachebene trennen.

Das Verhalten des Arztes kann man sicherlich nicht als angemessen oder professionell bezeichnen.

Es ist gerade die Aufgabe des Arztes, verunsicherte Patienten aufzuklären und Bedenken zu nehmen - das ist unterm Strich nicht nur sinnvoller, sondern auch wesentlich erfolgreicher als "anpampen" und "anschreien".

Schuldzuweisungen an Patienten sind generell in keiner Form angemessen.

Wenn man die dahinter stehende Sachlage betrachtet, muss man allerdings feststellen: mit der starken Empfehlung zur Impfung hat der Arzt durchaus Recht.

Vor kurzem wurde dann aber mein Opa schwer krank (kein corona!) Und musste wiederbelebt werden.
[...]
Kurze Zeit später erkrankte mein Vater an Krebs und hat nun einen langen Weg mit Chemotherapien und Bestrahlungen vor sich.

Du hast zwei Personen aus typischen Hochrisikogruppen zuhause - einmal massive Vorerkrankungen, einmal massive Immunsuppression (Unterdrückung der Immunabwehr).

Und da ist es weder böser Wille, noch eine Übertreibung der Ärzte, wenn sie feststellen: im Falle einer Infektion war's das.

Gerade diese beiden Patientengruppen durchlaufen die Phasen von Infektion bis zum Tod am Beatmungsgerät sehr oft komplett und sehr oft sehr schnell. Insofern ist das eine absolut ernstzunehmende und vor allem realistische Gefahr.

Ich lese so oft dass die Spätfolgen nicht erforscht sind usw dass es mich einfach zum nachdenken bringt es vlt nicht doch abzusagen..

Typische Spät-/Langzeitfolgen - also "nach x Jahren passiert etwas" gab es bei Impfstoffen noch nie, echte "Impfschäden" sind generell äußerst selten. Gerade die mRNA-Impfstoffe sind nur Stunden bis Tage im Körper nachweisbar und werden danach abgebaut - wo nichts ist, kann nichts wirken.

Wenn etwas nach einer Impfung passiert, dann innerhalb weniger Tage bis Wochen - das, was man als "Langzeitschäden" bei Impfungen diskutiert, sind extrem seltene Nebenwirkungen, die erst bei einer großen Anzahl an Geimpften überhaupt in Zusammenhang gebracht werden können.

Und auch nach einem Dreivierteljahr Impfkampagne mit Millionen Geimpften weltweit kann man immer noch feststellen: die Impfung ist sicher.

Letztendlich ist es eine Risiko-Nutzen-Abwägung - nichts ist vollkommen risikofrei. In Anbetracht des Gesundheitszustands der Angehörigen ist das Risiko einer Infektion pauschal um ein Vielfaches höher als das einer Impfung.

Oder, ganz platt und stark vereinfacht ausgedrückt: das Risiko an der Impfung zu versterben oder schwerwiegende Folgen davonzutragen, ist extrem gering - das Risiko der Verwandten an einer Infektion zu sterben oder schwerwiegende Folgen davonzutragen, ist extrem hoch.

LG

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Hi,

Frage vorneweg: hast Du dich für eine Anstellung als RH beworben oder um eine vom Arbeitgeber finanzierte Qualifikation zum RH?

Sollte ich überhaupt beim Gespräch erwähnen, dass ich kürzlich mit dem RH angefangen habe?

Im Falle der Anstellung wirst Du nicht drum herum kommen, es zu erwähnen - wenn Du dort arbeiten möchtest, benötigst Du die Qualifikation (die Du noch nicht hast). Und der Arbeitgeber muss schließlich wissen, ab wann Du einsetzbar bist.

Im Falle der Qualifikation...

...muss man sich die Sinnfrage stellen, warum man die Qualifikation selbst (?) finanziert, und sich dann für eben diese Qualifikation mit Finanzierung für den Arbeitgeber bewirbt. Das wäre ein weißer Schimmel - und damit nicht sinnvoll.

LG

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Hi,

es kommt natürlich darauf an, was man beim DRK macht. Die Einsatzgebiete und Tätigkeiten sind sehr vielseitig - und am Ende kommt es auch immer darauf an, wie die Lage und die Stimmung „vor Ort“ ist.

Prinzipiell braucht das DRK in den meisten Bereichen keinen Vergleich zu scheuen - auch, was die Bezahlung angeht.

Auch hier gilt natürlich: als Fachkraft in einem „Mangelbereich“ bekommt man andere Konditionen, als die ungelernte Hilfskraft.

LG

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Hi,

Was soll ich tun wenn es bald wieder so passiert und so lange anhält 😕?

Sinnvollerweise sollte die Abklärung erfolgen, bevor der Fall erneut eintritt.

Das bedeutet: Hausarzt aufsuchen, ggf. mit nachfolgender fachärztlich-kardiologischer Abklärung.

Per se kann die Ursache „nur“ eine Panikattacke sein - es können allerdings auch durchaus körperliche Ursachen dem anfallsartigen Herzrasen zugrunde liegen. Letzteres muss ausgeschlossen oder entsprechend behandelt werden.

Denkbar wären zum Beispiel Reentry-Tachykardien wie AVRT/AVNRT, die sich eben durch Herzrasen mit sehr hohen Frequenzen „aus dem nichts“ bemerkbar machen und oft auch spontan enden.

Gegebenenfalls können bei einem Anfall Vagusreize helfen - z.B. das (modifizierte) Valsalva-Manöver oder das Trinken von kalten Wasser. Endet der Anfall nicht spontan, ist der Rettungsdienst (Notruf 112, ohne Vorwahl) durchaus die richtige Wahl.

LG

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Hi,

wie meine Vorredner schon erwähnt hatten: die genauen Regelungen sind Ländersache.

Da mittlerweile fast flächendeckend integrierte Leitstellen - zur gemeinsamen Disposition von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz - eingerichtet wurden, benötigt man eine Qualifikation für den Einsatzdienst sowohl im feuerwehrtechnischen als auch im rettungsdienstlichen Bereich.

  • für Bewerber aus dem Feuerwehrdienst: abgeschlossene Laufbahnausbildung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst plus mindestens die Qualifikation zum Rettungssanitäter
  • für Bewerber aus dem Rettungsdienst: abgeschlossene Ausbildung zum Rettungsassistenten/Notfallsanitäter plus Gruppenführerausbildung der freiwilligen Feuerwehr
  • Jeweils zusätzlich „Leitstellenlehrgang“ (Einsatzsachbearbeiter) in Theorie und Praxis

Lokal werden zum Teil auch deutlich höhere Anforderungen gestellt - so wird bei einigen Leitstellen der Berufsfeuerwehren ebenfalls zusätzlich die Ausbildung zum Notfallsanitäter gefordert; bei anderen für Rettungsdienstler zusätzlich die Qualifikation zum Zugführer FF.

Vorteilhaft sind zweifellos auch gute EDV-Kenntnisse, Fremdsprachenkenntnisse, Führungsqualifikationen (OrgL o.ä.) - und ein paar Jahre Erfahrung im Einsatzdienst in beiden Bereichen.

LG

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Hi,

Ist es möglich dass man eine Art Vollnarkose bekommt oder irgendwas damit ich davon nichts mitbekomme?

Eine Magenspiegelung ist grundsätzlich auch unter einer Sedierung möglich - das ist zwar keine Vollnarkose, mitbekommen tut man trotzdem nichts.

Die Sedierung erfolgt dabei zusätzlich zu der lokalen Betäubung (Ausschaltung des Würgereflexes.

ich habe mich auch nicht getraut viele Fragen zu stellen.

Nun, es ist im Allgemeinen sinnvoller Fragen wie diese dem behandelnden Arzt zu stellen - er hat dich nämlich in aller Regel untersucht und kann in deinem speziellen Fall sagen, welche Möglichkeiten man ausloten kann.

Fazit

Nochmal anrufen und Möglichkeit zur Sedierung erfragen, ggf. erneutes Gespräch mit Aufklärung in der Praxis.

LG

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Hi,

es steht dir frei, deinen Wunsch einfach zu äußern.

Es ändert allerdings nichts daran, dass der Arzt ohne hinreichende medizinische Indikation schlicht und ergreifend kein CT anordnen wird - vollkommen unabhängig vom Alter.

Aber man muss es doch trotzdem auschliessen!

Dazu reicht schon die Anamnese, eine körperliche Untersuchung und Basisdiagnostik. Sofern dies alles unauffällig ist (oder schlichtweg keinen ausreichenden Verdacht für eine Embolie begründet), besteht schlicht und ergreifend keinerlei Notwendigkeit für ein CT.

LG

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Hi,

Wieviel kostet eine ärztliche Eignungsprüfung für den Rettungsdienst?

In der Regel genauso viel wie ein normales Attest, auf welchem der Arzt bescheinigt, dass man gesund ist.

Die Kosten variieren entsprechend von Arztpraxis zu Arztpraxis und unterscheiden sich je nach Umfang der Untersuchungen, die zur Feststellung der Eignung notwendig sind.

LG

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Hi,

im Grunde genommen hat es Rollerfreake bereits auf den Punkt gebracht: zwischen gesetzlichen Mindestanforderungen und dem, was sich Arbeitgeber wünschen, gibt es durchaus erhebliche Diskrepanzen.

Man kann de jure in einigen wenigen Bundesländern tatsächlich mit einer sanitätsdienstlichen Ausbildung im Rettungsdienst eingesetzt werden - vollkommen unabhängig davon, in welcher Beschäftigungsform.

Die Mindestbesatzung von Fahrzeugen ist für Haupt- und Ehrenamtliche selbstverständlich identisch.

In der Theorie wäre es also möglich, als SAN im Rettungsdienst beschäftigt zu werden.

In der Praxis...

...wird das aller Wahrscheinlichkeit nach ein aussichtsloses Unterfangen. Bisweilen werden nicht einmal Rettungshelfer - die ja sogar eine rettungsdienstliche Qualifikation haben - für das Hauptamt eingestellt.

Und es gibt eben einen weitaus geringeren Mangel an Rettungssanitätern als an Notfallsanitätern - die Wahrscheinlichkeit, dass der Arbeitgeber schlichtweg genügend RS hätte, die er einstellen könnte, ist relativ groß.

Bis jetz fahre ich ehrenamtlich mit im Rettungsdienst (RD)

Dann bietet es sich zweifellos an, den jeweiligen Wachenleiter einfach mal anzusprechen, ob er die Möglichkeit einer hauptamtlichen Anstellung sieht.

LG

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