katholischer Glauben mit Pluralismus vereinbar?

16 Antworten

Ich denke ja, denn Pluralismus heißt nicht, dass die andere Religion als gleichwertig anerkannt wird, sondern als "nicht verkehrt" sozusagen. Da das Christentum, Judentum und der Islam abrahamitische Religionen sind, haben sie alle irgendwo teilweise große Überschneidungen und prädigen identisch den selben Inhalt. Zum Beispiel die Geschichte um Noah, Abraham, die Prohpeten bis zum erscheinen der jeweiligen Schriften etc.

In Deutschland ist per GG Glaubens- und Gewissensfreiheit. Die Katholische Kirche lehrt aber, dass sie die allein seligmachende Kirche ist. Für sie sind alle anderen Abgefallene oder Ungläubige, auch wenn sie das offiziell so nicht sagt. In unserer Gesellschaft kann glücklicherweise diese Haltung nicht staatlich durchgesetzt werden. Ob sie es bei uns täte, wenn sie die Macht dazu hätte, bleibt zur Zeit offen. Die alte Inquisitionsbehörde besteht unter anderem Namen fort. Ob sie noch nach alten Normen handeln würde, sei dahingestellt. Das Problem der Katholischen Kirchen besteht in dieser Beziehung in ihren Dogmen. Nach ihren Vorstellungen kann man auf direktem Wege keine Vergebung erlangen. Man muss die Vertreter der Kirche Pfarrer bis hin zum Papst und/oder die Heiligen in Anspruch nehmen, um Vergebung zu erlangen. Das lässt nicht zu, dass andere Kirchen, die die Erlösung durch Jesus direkt als Grundlehre haben, diese für alle Menschen auch wirklich vermitteln können. Dazu muss man nach der katholischen Lehre katholisch werden. Somit gibt es zumindest keine kompatiblen Glaubensgrundsätze.

Es war ja zu allen Zeiten auch ein gutes Geschäft, Sünden allein vergeben zu können, bzw. dies zu vermitteln.

Die Kirche hat seit der Reformation in den verschiedensten Ländern unterschiedlich gehandelt. In unserer Zeit gibt sie sich eher liberal, aber das ist nicht auf der ganzen Welt so und nicht jeder seiner Vertreter denkt und handelt so.

Es gibt noch viele andere Dogmen bzw. Lehren, die nur dann mit einer pluralistischen Gesellschaft vereinbar sind, wenn man sie nicht mit verbalem Druck oder realer Gewalt für alle Menschen durchsetzen will. In Deutschland sehe ich, außer auf der untersten Ebene (Arbeitsplatzvergabe an Ungläubige in katholisch geführten Unternehmen etc.) keine Gefahr. Obwohl das Konkordat auch nicht ohne ist. Man muss der Kirche natürlich zugestehen, dass sie ihre Ansichten öffentlich macht. Das sollte natürlich nicht scheibchenweise geschehen und klar und deutlich die Absichten enthalten. Aber wo ist das schon zu erwarten?

Meiner Meinung nach müsste man den Begriff Glauben unterscheiden vom Begriff Lehre. Lehre kann man nachlesen, kann man für richtig oder falsch halten. Glauben ist für mich jedoch die Bezeichnung für eine persönliche Vertrauensbeziehung zu jemanden, den ich noch nicht sehe, aber als vertrauenswürdig erfahre. Das hat mit Kategorien wie richtig oder falsch, alt oder neu, traditionell oder reformorientiert nichts zu tun.

Was genau ist die Dreifaltigkeit?

Ich habe meine ersten 25 Jahre als Mormone zugebracht. Sämtliche Informationen, die man mir über andere Kirchen und Religionen gab, ergaben sich im Nachinein als falsch. Am Schlimmsten finde ich, dass wir Mormonen uns über die dummen Katholiken lustig gemacht haben, weil die tatsächlich daran glauben, dass Gott und Jesus eine Person sind. Wie haben wir uns schlapp gelacht über die Vorstellung, dass Jesus sich selbst angebetet haben soll. Zumal in der Mormoneischen Mythologie Gott einen physischen Körper hat, so wie wir, nur eben unsterblich.

Jetzt bin ich mit einem Katholiken zusammen und der wusste gar nicht, was ich meine. Er sagte; Natürlich sind Gott und Jesus nicht ein und dieselbe Person. Doch als ich fragte: Was ist denn fann die Derifaltigkeit? Konnte er mir das nicht so eindeutig sagen. Deshalb meine Frage: Was genau ist die Dreifaltigkeit? Und: Glauben Katholioken daran, dass Gott einen physischen Körper hat?

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Frage zur Bibel und dem Katechismus

Guten Tag zusammen

In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend mit dem Gott und dem Glauben befasst und möchte nun die ganze Bibel (AT und NT) lesen. Bereits habe ich einige Passagen aus dem katholischen Katechismus studiert.

  • Der Katechismus erklärt an was die Katholiken glauben, richtig?
  • Wie finde ich heraus ob es sich um eine evangelisch-reformierte Bibel handelt oder eine katholische? Ist das überhaupt einen Unterschied? Meines Wissens nach hat die katholische einige Kapitel im ATmehr..

Ich besitze die Bibel Die Gute Nachricht des Alten und Neuen Testaments mit den Spätschriften des AT.

Es steht geschrieben:

Gemeinsame Bibelübersetzung im Auftrag und in Verantwortung von:

  • Deutsche Bibelgesellschaft (Evangelisches Bibelwerk)
  • Katholisches Bibelwerk e.V. Stuttgart
  • Österreichische Bibelgesellschaft
  • Österreichisches Katholisches Bibelwerk
  • Schweizerische Bibelgesellschaft
  • Schweizerisches Katholisches Bibelwerk

Herzliche Dank für euer Wissen!

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Warum konvertieren katholische Priester mit Frau und Kind nicht einfach?

Hallo,

ich habe gestern einen Film gesehen, in dem ein katholischer Priester 3 Kinder hatte. Natürlich wusste keiner im Dorf davon. Als die Mutter der Kinder starb, wollte er sich zunächst nicht um die Kinder kümmern, weil er sich zum Dienst in der Gemeinde berufen fühlte. Auch argumentierte er mit seinem fortgeschrittenen Alter und dass er bei Offenlegung seines Geheimnisses arbeitslos werden würde. Am Ende gab es aber natürlich ein Happy End, er nahm die 3 Kinder zu sich, beendete den Pfarrdienst und fing nochmal in einer anderen Stadt von vorne an.

Jetzt handelte es sich hier natürlich um einen Film, aber die berufliche Situation des Pfarrers dürfte in der Realität sicher auch nicht anders sein. Ich gehe mal davon aus, dass die Priester sofort aus dem Priesteramt entfernt werden, sobald sie sich zu Frau und Kindern bekennen. Die beruflichen Möglichkeiten nach einem Theologiestudium dürften auch begrenzt sein.

Und deshalb wirft sich mir die Frage auf, wenn ein Priester an seinem Priesterberuf hängt, weil er sich berufen fühlt, aber sich nun einmal verliebt und evtl. sogar Kinder in die Welt gesetzt hat, warum konvertiert er dann nicht zu den Alt-Katholiken oder den Protestanten und übt weiterhin seine Priestertätigkeit aus? So weit können doch vor allem die römischen Katholiken und die Alt-Katholiken in den Glaubensgrundsätzen nicht auseinander liegen, oder täusche ich mich da?

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Was ist am Christentum so schlimm?

Mich würde mal interessieren warum alle sagen das Christentum, vor allem katholisch, so schlimm ist.

Ich bin selbst katholisch und gehe auf eine katholische Schule. Da ich in Niederbayern leben und da sehr viele Katholisch sind merke ich es nicht so dass der Glaube sehr kritisch bedachtet wird. Doch wenn man machen Leuten die nicht Katholiken sind zuhört, dann wird der der glaube ja schon verspottet. Kann mir jemand mal erklären warum?

Alle die nicht katholisch sind wissen ja gar nicht genau an was wir glauben und was unser Glaube bedeutet. Wenn mal sich ein bisschen informiert dann weiß man ja dass wir an etwas schönes glauben. Nämlich an das ewige leben und an die Auferstehung und dass Gott auf uns aufpasst. Ich weiß das hört sich jetzt ein bisschen übertrieben an aber ich find man sollte sich erst mal mit dem Glauben beschäftigen bevor man urteilt.

Aber kann mir bitte jemand erklären was an dem Glauben so schlimm ist. Es ist genau so eine Glauben wie der Islam, evangelische Christentum,.....

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Hat ein geweihter katholischer Priester automatisch eine Anstellung in der Kirche ?

Oder gibt es auch geweihte Priester welche "freiberuflich" tätig sind ? Eine ehemalige Nachbarin war sehr katholisch, ihr war die Amtskirche "zu verweltlicht". Sie gehörte einer "verstreuten Gemeinde treuer Katholiken" an welche einen geweihten Wanderpriester hatte. Ich habe ihn einmal kennengelernt und war erstaunt welchen schmuddeligen, geradezu verwahrlosten Eindruck dieser "Priester" machte. Der Priesterkragen war nicht weiß sondern eher braun-gelb und die lange schwarze Soutane war wohl Monate weder gewechselt noch gewaschen - wie der angebliche Priester selbst. Er roch ... Nach seinen eigenen Angaben brauchte er keinen festen Wohnsitz, da er ständig unterwegs sei im gespendeten Auto um seine bundesweite Gemeinde zu betreuen. Er lebte ausschließlich von deren gespendetem Geld und übernachtete wo er einen Schlafplatz fand, oft in seinem Auto. Auf mich machte er den Eindruck als sei er psychisch gestört, voller Haß auf Nicht-Katholiken, den damaligen Papst Ratzinger, ein Fanatiker ohne Gleichen.

Meine Frage daher, war der Mann ein Hochstapler oder gibt es wirklich "freiberufliche" geweihte katholische Priester ?

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