Kapitulation Japans so spät? (2. Weltkrieg)

7 Antworten

Die Japaner hatten noch ihr gesamtes stehendes Heer (Kwantungarmee) auf dem asiatischen Festland zu stehen. Im August, nach Absprache mit den Alliierten, wurde sie durch ca. 40 Divisionen der Sowjets besiegt, somit war der Weg frei, die Hauptinsel zu besetzen. Wäre die Atombombe vor der Deutschen Kapitulation fertig geworden, ist es keine Spekulation, ob nicht über Deutschland diese Bombe ausgelöst worden wäre? Die Japaner waren für die anderen Völker ein schwer verständliches Volk, somit mussten sie die Atombombe ertragen. Das Argument, amerikanisches Leben wurde durch den Abwurf gerettet, ist schwer verständlich, denn 200 Tsd. tote Zivilisten sind ja auch kein Pappenstiel.

Hi, Japan hat, nachdem auch die Sowjetunion einmarschierte, sofort Kapitulationbereitschaft signalisiert. Truman aber wollte anscheinend erst die Wirkung der Atombombe ausprobieren (am lebenden Objekt gewissermaßen). Die USA (und Rußland) verschleppten die Friedensangebote. Siehe Spiegel Artikel. ZUdem könnten die Atombomben aus "deutscher Produktion" gewesen sein. Denn erst 3 Monate nach Operation Paperclip (und Beschlagnahme der dt. Forschungsergebnisse und der dt. Forscher) war die Entwicklung der Bombe abgeschlossen. Gruß Osmond http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43160494.html Zitat: Seit Monaten lagern in den Sates des US-Außenministeriums zwei Bande mit den Geheimprotokollen der Alliierten-Konferenz von Potsdam (17. Juli bis 2. August 1945), deren Veröffentlichung das Ministerium von Woche zu Woche hinausschiebt. Das 2000-Seiten-Werk widerlegt nämlich eine besonders von Expräsident Harry Truman vertretene These, wonach die Sowjets Amerika in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs daran gehindert hoben, mit dem kapitulationsbereiten Japan zu verhandeln, noch ehe die Atombombe eingesetzt wurde. Der austro-amerikanische Publizist Julius Epstein konnte als einer der ersten US-Journalisten die zurückgehaltenen Potsdam-Dokumente einsehen: Zum erstenmal kann lückenlos bewiesen werden, daß der amerikanisch-japanische Krieg schneller beendet und die Atombomben-Opfer von Hiroshima und Nagasaki vermieden worden wären, hätten Stalin und Truman das ihnen bekannte Friedensangebot Japans angenommen. Die Dokumente erweisen, daß Stalin zunächst das für den amerikanischen Präsidenten bestimmte Japanische Friedensangebot verschwieg. Stalin konnte natürlich nicht wissen, daß Truman dieses Kapitulationsangebot bereits kannte, weil die Amerikaner seit Beginn des Krieges den japanischen Geheimkode entschlüsselt hatten - ein Sachverhalt, der Trumans Schuld an der Verlängerung des Krieges erhärtet. Wie aus den "Potsdam Papers" klar hervorgeht, informierte Stalin in Potsdam den Präsidenten Truman über die japanischen Bemühungen, zu einem raschen Friedensschluß zu kommen. Das geht aus einem Protokoll hervor, dessen Autor Charles E. Bohlen ist, der heute wieder eine große Rolle in Präsident Kennedys Administration spielt.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9274655.html Zitat: Es wurden drei Bomben abgeworfen

Auszüge aus dem Brief des Militärdolmetschers Titarenko an das ZK der KPdSU

Es gibt ein streng geheimes Ereignis, das keine Öffentlichkeit verträgt, das ich Ihnen aber ausführlich schildern möchte. Es handelt sich um die Übergabe der dritten, von den Amerikanern über Nagasaki abgeworfenen, jedoch nicht explodierten Atombombe durch die Japaner an die Sowjetunion.

Die Übernahme dieser Bombe wurde mir von einem Vertreter des japanischen Kaiserlichen Oberkommandos angeboten, der den Dienstgrad eines Obersten hatte. Seinen Namen konnte ich mir nicht genau merken, weil er nur kurzzeitig in Changchun war.

Bekannt ist aber, daß Oberst Prinz Takeda in den Stab der Kwantung-Armee abkommandiert war, um die Ausführung des kaiserlichen Kapitulationsbefehls zu beobachten. Vermutlich war er es, der mir angeboten hat, die Bombe von Japan zu übernehmen. Er kam am 27. August 1945 am späten Nachmittag zu mir, und wir sprachen eine halbe Stunde allein miteinander.

Ich fragte ihn dabei, wie die militärische Führung Japans die neue amerikanische Waffe beurteilte. Er antwortete, die Atombombe sei in der Tat eine gewaltige Waffe mit unglaublicher Zerstörungskraft.

Dennoch sei diese neue Waffe auch für Amerika noch zu teuer, und zweitens glaube man in Japan ziemlich genau zu wissen, daß Amerika nur wenige Bomben dieser Art besitze: "Jetzt haben sie diese drei Bomben abgeworfen, und damit dürfte ihr Vorrat bereits erschöpft sein."

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@osmond

Wieder mal super beiträge, echt nicht schlecht und sehr informativ, danke an osmond.!

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Japan wollte noch wissen ob die eine chance haben waren aber trotzdem vollkommen wehrlos und eigentlich standen sie kurz vor dem aufgeben die amis dachten dann, Japan ist noch aktiv..... und haben erstmal ihre Atombomben getestet guck doch bei N24 da is glaub ich eine Reportage über Atombomben..... wo auch Japan drin vorkommt

Ein Japaner kann und darf sich nicht ergeben. Das wurde als Abbild vom Tenno, der dort wie ein Gott geschätzt und behandelt wird, auf die Soldaten übermittelt worden und die durften nicht aufgeben.

Selbst die Bombe in Hiroshima reichte nicht aus, den Tenno dazu zu bewegen, eine bedingungslose Kapitulation zu unterschreiben. Erst als die zweite Stadt in Asche gelegt worden war, erkannte dieser, dass die Amis im miliärische absolut überlegen waren. Und dann hat er auch keiner bedingsungslosen Kapitulation zugestimmt. Die Offiziere seines Militärs haben die aber ohne seine göttliche Zustimmung trotzdem unterschrieben.

Das haben ihm die Amis auch immer bis zu seinem Tod übel genommen. Und das Volk auch teilweise, soweit es von den Bomben direkt oder indirekt betroffen war.

Deutschland hat kapituliert, da war Berlin bereits erobert.

In Japan hatte damals noch kein amerikanischer Soldat die Hauptinseln betreten.

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