Kann man mit Kopftuch ein Beruf finden?

18 Antworten

Ich denke man muss sich schon entscheiden ob man in einer Kultur leben möchte, oder seine eigene Religion zelbriert. Wenn die Mehrheit der entsprechenden Kultur sich einem Kopftuch gegenüber bedenklich stellt, dann muss die Kopftuchträgerin auch soetwas aktzeptieren. Wir reden ja hier in Deutschland auch von der gegenseitigen Aktzeptanz.

Ausserdem bin ich auch irgendwie über Deine Fragestellung schockiert. Ich meine da soetwas wie, wenns keiner aktzeptiert dann lerne ich halt nicht, herauslesen zu können. Das dürfte dann doch mal grundlegend falsch sein. Man lernt nicht für andere sondern in erster Linie für sich selber.

Gleichsam ist Deine Einleitung sehr bedenklich. Da liest man auch sehr schnell heraus, wer mit mir ist ist ein lieber Moslem, und wer gegen mich ist ein Rassist. Du solltest Deine Ansätze mal grundlegend überdenken, und Dich vorallem mit der Kultur auseinander setzen, in der Du Dein zukünftiges Leben bestreiten möchtest.

Hallo, finden die Frauen mit Kopftuch keine Arbeitsstelle, weil sie ein Kopftuch tragen oder eher deshalb nicht, weil ihnen eine Qualifikation fehlt oder sie eine bestimmte Einstellung an den Tag legen? Normalerweise sollte diejenige den Job bekommen, die am besten dafür qualifiziert ist.

Schon die Frage, Schule und Ausbildung ja oder nein am Tragen eines Kopftuches festzumachen, finde ich gefährlich, weil es ja schon das entsprechend einschränkende Denken beinhaltet. Mach unbedingt die Schule mit guten Leistungen zu Ende und studiere, wenn es geht. Da musst Du Deinen eigenen Weg gehen. Viel Glück! Bildung ist nie verkehrt!

Vorbild in Sachen Integration ist für mich Singapur. Dort leben Christen, Moslems mit oder ohne Kopftuch, Hindus, Buddhisten, schwarz und braun und weiß alle friedlich miteinander, allerdings auch mit leichtem Zwang durch die Regierung, die weiß, dass ein Leben auf so einem beengtem Raum ohne Druck von oben nicht möglich ist. Aber es geht und das zählt!

Ja, und einen Job mit Kopftuch: Bei uns in der Betriebskantine arbeiten Frauen mit Kopftuch und tragen darüber noch die vorgeschriebene Kopfbedeckung. Das sieht schon seltsam aus, ist aber kein Hinderungsgrund.

Qualifikation zählt für viele Chefs gar nicht, sobald sie den Kopftuch sehen, wird die Bewerbering aussortiert. Es gibt genug Frauen mit sehr gut Qualifikation, aber sie bekommen keine Stelle.

Integration bedeutet für dich, den Glauben ablegen? Diese Gedanke von dir finde ich gefährlich. Muslima soll Kopftuch ablegen, was tun die anderen für die Integration? Was legen sie ab?

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@varsinbirsin

Integration bedeutet für mich, dass die Leute, die in ein fremdes Land kommen, sich anpassen müssen, nicht umgekehrt. Wenn ich z. B. in ein klassisches Einwanderungsland wie Kanada, USA, Neuseeland oder Australien übersiedeln würde, müsste ich mich an die dortigen Gegebenheiten anpassen! Und das wäre mir auch bewusst und deshalb würde ich es machen.

Und Integration bedeutet nicht, seinen Glauben abzulegen! Das habe ich nie behauptet oder? Im Gegenteil, ich habe gesagt, dass Singapur ein Musterbeispiel! für Integration ist, weil hier alle friedlich zusammenleben und -arbeiten.

Wie der Alte Fritz schon sagte: Jeder soll nach seiner Façon selig werden, solange er ein loyaler Staatsbürger ist! Eigentlich ganz einfach.

Und ich denke, dass es in den großen, international agierenden Konzernen heutzutage kein Problem mehr ist, welchen Glauben oder politische Richtung (beides gehört sowieso nicht in ein Unternehmen), welche Hautfarbe oder Herkunft jemand hat. So ist es in meiner Firma. Wir sind in über 150 Ländern der Welt vertreten und alle kommen gut miteinander aus.

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@rudim1950

Na Gott sei Dank bin ich nicht in Deutschland eingewandert, sondern schon immer Deutsche samt meiner Vorfahren. Und diese Generationen haben Gesetze wie Religionsfreiheit ins GG aufgenommen. Würdest Du z. B. es gut finden wenn wir eines Tages mehr Muslime wären und wir Euch vorschreiben was Ihr anzuziehen habt? Tiefstes Vormittelalter wenn man nicht mal damit klar kommt was andere anziehen. Und das meinen viele mit "anpassen", dass man sich selbst aufgibt und so wird wie andere es gerne hätten. Das nützt weder den Ausländern noch uns Deutschen etwas. Ist nur scheinbar bequemer wenn alles gleich ist. Ist es nicht und wird es nie sein.

Die Deutschen im Ausland geben auch nicht ihre Identität auf.

Noch ettwas zur angeblichen Integration wie man die verlangte Assimilation gerne nennt:


"Schäuble erklärte, dass man von den muslimischen Zuwanderern keine Assimilation erwarte, sondern wünsche, dass sie sich in der Gesellschaft integrieren, ohne dabei ihre eigene Identität, Kultur und Religion aufzugeben. " .."

http://www.diezukunft.org/?2008-04,titelthema,020

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Es liegt nicht an der fehlenden Qualifikation, selbst Professorinnen werden für Putzfrauen gehalten. Wie überheblich doch manche sind. Dennoch sollte man sich als Muslima nicht einschüchtern lassen und auf Allah vertrauen.

"Richtig schwierig wird es für gebildete muslimische Frauen wie Durmus beim Einstieg ins Berufsleben. Der Interkulturelle Rat bemängelt, dass der Grundsatz "Bildung und Leistung führt zu beruflichem Erfolg" für diese Gruppe nicht gelte, und hat deshalb die relevanten Studien in einer Broschüre zusammengeführt. Das Fazit: Ob mit oder ohne Kopftuch - muslimische und türkischstämmige Frauen werden im Arbeitsleben stark benachteiligt, unabhängig davon, wie sehr sie sich bilden. ..."

http://www.taz.de/!59226/

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@mumina

So läßt sich der Link öffnen: www.taz.de/!59226/

Diskriminierung muslimischer Frauen

Ohne Kopftuch gibt's Karriere

Bildung lohnt sich? Leistung lohnt sich? Für muslimische Frauen nicht unbedingt, sagt der Interkulturelle Rat. Vor allem der Einstieg ins Berufsleben sei schwierig.

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@mumina

Schade, dass man Kommentaren kein DH geben kann! :)

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@Supergirl96

Ja habe ich auch schon oft festgestellt, dass ich gerne ein DH geben würde für Kommentare. ;-)

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Noch ein Beitrag zu Deiner Vermutung, dass es an der fehlenden Qualifikation liegen würde:

"Als freie Wissenschaftlerin bin ich ganz froh, meine wichtigsten Aufträge derzeit aus dem europäischen Ausland zu beziehen – in Großbritannien scheint es an der Akzeptanz der fachlichen Leistung nicht viel zu ändern, welches Bekenntnis man hat und welche Kleidung man trägt. ..."

http://www.nafisa.de/medienanalyse/mit-kopftuch-zu-recht-ausen-vor/

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Hi, ich habe vier Tanten die Kopftuch tragen aber sehr gute Architektin sind ( mit Master Abscluss) für die war es zwar schwer einen Job zu finden aber am Ende hat sichs dann doch gelohnt

Mumina schreibt richtig, "wenn Du heiratest, ist Dein Mann verpflichtet, Dich zu versorgen. Als Muslima musst Du Dir diesen Stress nicht unbedingt antun." Eine Ausbildung ist nicht nur stressig, sondern in dem Fall einer Heirat dann unnötig, sie kostet der Gesellschaft, in der Du lebst, viel Geld normalerweise. So hat nun mal jeder Mensch eine Entscheidung darüber zu treffen, ob überhaupt ein Beruf mal später ausgeübt werden soll. Aber warum gehst Du nicht einfach zur Berufsberatung mit dieser Frage, wenn sie Dir tatsächlich ernst ist? Dort gibt es kompetentere Leute als hier. Oder willst Du nur mal wieder die alte Kopftuchfrage aufwärmen?

Es ist schwer, aber nicht unmöglich. Manche Leute möchten gerne eine Muslima einstellen, aber haben die Befüchtugn, dass die Kindschaft oder Geschäftsfreunde das nicht gut finden. Die sind ehrlich und sagen es. Andere wollen und mogen gar nicht mit Muslimen zutun habne, die melden sich gar nicht oder geben andere Gründe an, sie können ja nicht sagen, weil du Muslima bist, das wäre Diskriminierung und das geht nicht.

Manche Krankenhäuser nehmen gerne Muslmina, gibt ja genug muslim. Patienten. Und** Altenheime,** die alten Leute wollen von eine Muslima behandelt werden, sie wissen, dass eine Muslima sie nie schlecht behandeln würde, weil sie weiss, dass ALLAH CC Allwissend ist, alles sieht und hört. Und die Muslima hat Respekt vor älteren Leuten. Bei beiden Berufen solltest Du klar machen, dass Du Männer nicht waschen kannst.

Berufe an den du mit Kundschaft kein Kontakt hast gibt es, die nehmen Muslima auch, wenn sie ihre Sache gut macht.

Es gibt auch genug muslim. Arbeitgeber, ich wüsche dir alles GUTE Schwester Supergirl!

zu dem Thema Krankenhäuser:

Leider wird es immer Weniger dass Krankenhäuser Frauen mit Kopftüchern einstellen, da es vorallem eigentlich Hygienischer ist.

Aber das Bild nach aussen ist wohl wichtiger.

Bei uns müssen sogar die Putzfrauen ihr Kopftuch ablegen

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