Kann man jetzt problemlos ein Hornissennest entfernen und wenn ja, wie?

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Lass den Scheiß. Hornissen stehen nicht umsonst unter Naturschutz. Außerdem, wenn du im Sommer keine Wespen haben willst, sind Hornissen prima, denn diese töten jede Wespe, die sich deinem Heim auch nur nähert. 

Und Stechmücken und Ungeziefer wie Kastanienminiermotten gibt es dann auch nicht mehr. 

 - (Wohnung, Haus, Garten)

Hallo, leider wissen unsere Hornissen nicht, dass sie keine zwei Jahre im gleichen Nest wohnen: Sie sind in diesem Jahr genau da wieder eingezogen, wo sie letztes Jahr schon wohnten. Das Nest konnte/ kann man nicht einfach entfernen, weil es unter den Dachziegeln irgendwo ist. Den Balkon kann man nicht mehr benutzen, weil die Tiere vom Licht angezogen werden und auch die harmlosesten Insekten (und Hornissen sind Räuber!) agressiv werden, wenn sie sich in Haaren oder Kleidung verfangen. Und lüften kann man auch nicht mehr, weil die Vorstellung, eine Hornisse ließe sich durch ein Fliegengitter abhalten, lächerlich ist. Wer das behauptet, hat nie erlebt, wie mehrere Dutzend dieser Tiere nach Einbruch der Dunkelheit eine Scheibe bevölkerten oder bei vollem Flug gegen das Glas knallten.

Vorgestern hatte sich eine Hornnisse in unser Schlafzimmer verirrt. Das laute Brummen und die Größe der Hornisse versetzte mich in Panik. Unwissend versuchte ich sie zu töten. Auf einmal war alles wieder ruhig. Sie hatte sich auf mein Nacht-shirt an der Unterseite meines Oberams gesetzt. Als ich mich nichtsahnend wieder ins Bett gelegt hatte, muß ich sie halber erdrückt haben und da stach sie zu. Ein leiser Aufschrei von mir, denn es brannte ganz schön, hetzte ich ins Badezimmer und schmierte sofort ein antihistaminisches Gel drauf. Das Brennen verschwand, meine Angst aber blieb, denn ich dachte bis jetzt immer, dass so ein Stich der gefährlichste sei. Ich wollte schon los in die Notdienst-Apotheke, entschied mich aber abzuwarten, ob irgendwelche Befindlichkeitsstörungen noch auftreten würden. Nichts geschah. Am nächsten Morgen war ein riesiger roter Fleck an der Stich-Stelle. Ich rieb sie wieder ein und es war gut zu ertragen. Dann wollte ich mehr über die Hornissen erfahren und ging ins internet. Gott sei Dank habe ich das gemacht! Ich wußte nicht, dass sie gar nicht so gefährlich sind, jedenfalls weniger gefährlich als Wespen. Dann, dass sie unter Naturschutz stehen, dann, dass sie nur einmal ihr Nest besiedeln (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ich habe das Nest gefunden, das sich gerade mal einen Meter neben dem Schlafzimmerfenster unter den Balkonbalken befindet. Etwas mulmig ist mir schon, aber ich werde mir was einfallen lassen, um diese Tiere, die vor dem Aussterben sind zu schützen. Eigentlich sind sie ja, wenn man das Treiben vor dem Nest mal einige Zeit beobachtet emsige, ziemlich harmlose und schöne Tiere. Ich habe keine Angst mehr, weil ich jetzt mehr über sie weiß und weil sie nützlich sind. Es stimmt, dieses Jahr hatten wir keine einzige Stechmücke auf dem Balkon und im Schlafzimmer. Spinnen sind witzigerweise auch keine in der Wohnung. Sogar meine Katzen lassen sie in Ruhe. Jetzt geh ich erstmal los und kaufe ein Fliegengitter. Mal sehen, ob es effektiv ist.

Maden durch Holzdecke von Dachboden?

Hallo zusammen,

ich hatte vor einigen Jahren immer mal wieder eine Made an der Holzdecke meiner Dachwohnung.

Dazu muss erwähnt werden, dass ich einige Zeit vorher einen Kammerjäger beauftragt hatte, weil ich im Kniestock (Abstellfläche) eine tote Ratte gefunden hatte. Die Ratten sind das Lüftungsrohr und haben sich am letzten Verbindungsstück (aus Gummi) vorm Dach durchgenagt und munter unbehelligt auf dem Dachboden gelebt.

Der Kammerjäger hat Gift aufgestellt und anschließend waren die Ratten auch weg.

Da die dann eben irgendwo auf dem Dachboden verendet sind, waren da sicherlich Maden.

Meine Überlegungen:

  • Wohnung immer sauber (Biomüll täglich runter, Speisen nur in dichten Dosen und Gläsern, jährliches Ausreiben aller Schränke mit Essig usw)
  • Maden nur sehr vereinzelt
  • immer an der Decke
  • Ratten auf dem Dach
  • Nut&Feder-Holzdecke

Meine Konklusion: --> Maden kommen wohl aus dem Dachboden durch die Fugen durch

Es war danach auch wieder vorbei. Allerdings war es letztes Jahr auch im Spätsommer bis Winterbeginn auch wieder so. Und dieses Jahr dasselbe Spiel.

Woran kann das liegen?

Ich habe auch hier eine Theorie: Wir hatten letztes Jahr ein Hornissennest auf dem Dachboden. Dieses Jahr auch. Da sie nützlich sind und mich absolut nicht stören, hatte ich keine Veranlassung, diese entfernen zu lassen. Es müssen aber recht viele sein, da ich, wenn ich bei Dunkelheit und offenem Fenster im Büro sitze, permanent drei, vier Hornissen mit im Büro habe.

Letztes Jahr waren die Maden an einer anderen Stelle als dieses Jahr.


Ist es denn denkbar, dass sich in den Fressabfällen und Ausscheidungen der Hornissen Maden entwickeln und die dann durch die Fugen der Holzdecke durchkommen?


Würde es reichen, einfach die Decke neu zu streichen und eventuell mit Lack zu versiegeln?

In Summe waren es jetzt in sechs Jahren vielleicht zehn Maden und ich befürchte, dass ein Kammerjäger nur kurzzeitig (wenn überhaupt) Erfolg hätte, da das Ganze dann ja irgendwann wieder so losgehen könnte, wenn meine Theorie stimmt.

Gibt es hier jemanden, der sich hier fachlich auskennt und mir meine Theorie entweder bestätigen könnte oder einen anderen Ansatz bieten kann?

Kommentare wie "mal putzen wäre besser" u.ä. sind überflüssig, da meine Freundin überhöhten Wert auf Sauberkeit legt und es daran definitiv nicht liegen kann.

Vielen Dank, beste Grüße und einen schönen Spätsommer!

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