Kann man einem Golden Retriever das Bellen abgewöhnen?


14.06.2020, 11:59

Übrigens: Wir denken dass er nie richtig sozialiesiert wurde, da die Vorbesitzerin von sich aus gesagt hat, dass sie nie zur Hundeschule gegangen ist

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi,

Sehr wahrscheinlich wird das kein Hund mehr der unbedenklich mit anderen Hunden in Kontakt tretet aber ihr könnt indem ihr ihn draussen führt solche Ausraster vermeiden. Schaut Mal bei SinL ev die Arbeiten mit Problemhunden, auf den Videos die sie dankenswerter Weise hochladen kannst dir etwas abschauen wie du den Hund so führen kannst das er sich nicht sofort bedroht fühlt. Denn die führen den Hund hinter sich und schieben sich vor den fremden gruseligen und helfen den Hund so sich sicherer zu fühlen weil der Hundeführer die Kontakte regelt.

Ich würd allerdings vorschlagen Trotzdem Mal eine Hundeschule oder mobilen Hundetrainer zu Rate zu ziehen, ich persönlich halte es im Bereich des möglichen das ihr schlichtweg ein leinenpöbler habt der zwar sozialisiert ist aber ein Leben lang von anderen Hunden gegängelt wurde während der Halter lachend daneben steht weil nicht erkennt das es kein Spiel ist. Leider passiert das häufiger das Menschen nicht unterscheiden können zwischen harmlosen Spiel und aggressiven Verhaltensweisen.

Natürlich kannst Du dem Hund das noch abgewöhnen.
"Nein" und "Hör auf" bringt absolut gar nichts, wenn Du mit dem Hund kein Abbruchsignal auftrainiert hast.

Erster Schritt wäre, Leinenführigkeit zu trainieren.
Zweiter Schritt, einen Abbruch aufzutrainieren.
Dritter Schritt, Alternativverhalten zu trainieren.

Und weil sich das alles nicht schriftlich erklären lässt, empfehle ich Dir einen Trainer, der vor Ort mit Euch arbeitet.

Einen Hund bei Ebay- Kleinanzeigen zu kaufen, ist meist keine gute Idee... Die haben manchmal Krankheiten, schlechte Sozialisierung usw. Aber man kann es ihm natürlich noch abgewöhnen... jedoch nur mit Geduld. Zuerst Leinenführigkeit üben! Und mit "nein" oder "hör auf" wird das nichts ;)

"Nein", "Hör auf" usw. ändern ja auch nichts an der Emotionslage des Hundes.

Ohne hier zu wissen warum er das macht und das werden wir nicht in Erfahrung bringen können ohne den Hund zu sehen, kann man Dir hier leider auch keinen wirklichen hilfreichen Ratschlag geben.

Eine Sozialisierung fängt beim Züchter an und nicht beim 1. Halter, eine Hundeschule kann da nur einen kleinen Teil dran ändern und die meisten Hundeschulen der heutigen Zeit trainieren leider nach uralten antiquierten Standards, da findet dann eben oft keinerlei Sozialisierung statt sondern werden die Hunde dort erst dazu gebracht alles und jeden als Gefahr einzustufen.

Das nun zu ändern ist nicht unbedingt das Problem, das Problem besteht eher darin, dass ihr eine vernünftige Hundeschule besuchen müsstet, die nicht mit Hör auf und Nein sondern die eben an der Ursache arbeitet.

Mit dem Nein und Hör auf arbeitet ihr nur am Symptom dem bellen und eine kurze Leine verschlimmert das ganze noch weiter.

Hier ist es erst einmal wichtig, das der Hund lernt Euch zu vertrauen und ihr lernt dem Hund beizubringen, dass er in Eurer Nähe vor nichts Angst zu haben braucht. Denn vermutlich ist das Unsicherheit eventuell sogar Angst.

Aber wie oben schon geschrieben, ohne es zu sehen kann man das nicht abschließend beurteilen und somit ist hier der einzig sinnvolle Rat den man Euch geben kann, Euch eine HS zu suchen in der nach neusten Erkenntnissen in der Hundeerziehung trainiert wird, d.h. kein Nein aus und Hör auf Quatsch, der Hund wird nicht bedroht/eingeschüchtert durch den Halter, der Hund wird nicht mit Wasser bespritzt und/oder ihm werden Dosen gefüllt mit Schrauben oder ähnlichem hinterher geworfen.

Solche Dinge gehören nicht in die Hundeerziehung hinein, denn die arbeiten allesamt nur am Symptom dem bellen aber verhelfen dem Hund nicht dazu sich besser zu fühlen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

kurze Leine verschlimmert die Situation und es wäre ratsam einen Hundetrainer zu holen, der mit euch arbeitet. .

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