Kann man als Atheist konservativ sein?

20 Antworten

Also machen wir es an einem historischen Beispiel fest. Sowohl Karl Marx wie auch Ludwig Feuerbach waren eindeutig Atheisten. Marx kann man sicher nicht als konservativ bezeichnen. Feuerbach war aus heutiger Sicht konservativ. Aus damaliger Sicht nicht, denn damals war konservativ auch fürstentreu und antidemokratisch. Die Frage ist also, was wann mit dem Etikett "konservativ" bezeichnet wird. Das wird noch deutlicher, wenn man konservativ mit "wertebewahrend" übersetzt. Die Frage ist dann, welche Werte dem Konservativen wichtig sind. Und mancher, der meint, sozialistisch-progressiv zu sein, hängt an uralten, längst überholten Zöpfen und läuft noch rum mit langen Zauselhaaren entlang einer ausgedehnten Platte und macht auf Altachtundsechziger. Konservativ ist inzwischen eher eine politische Vokabel, die jeder so benutzt, wie er sie als Keulenargument ohne inneren Wert benutzen kann. Meiner Meinung nach sollten wir in der Lage sein, mit mehr als drei Sätzen erklären zu können, wozu wir stehen und noch wichtiger, wir sollten wieder die Zeit aufbringen, mehr als drei Sätzen zuzuhören und mit der Wertung zu warten, bis der Gegenüber fertig ist.

Deine Antwort hat viel zu wenige positive Bewertungen.

0

War es früher. Konservativ sein, heisst, dem Fortschritt immer hinterher zu hinken. Das ist nichts Eigentümliches für Religion, sondern bezieht sich auf jedes Feld.

konservativ = Lebenseinstellung

religös = spirituelle Einstellung

Beides kan getrennt voneinander existieren.

Ist natürlich nicht an die Religion gebunden, das ist genau wie der Gedanke, ohne Religion wäre keine Moral möglich. 

Alles eine Frage deines Wertesystems.

Klar, ebenso wie man als Gläubiger zwanglos und frei sein kann. Alles Gute.