kann ich mit 27 noch ins Bodybuilding gehen?

5 Antworten

Jetzt kommt es natürlich darauf an, wie deine Frage gemeint ist:

a. Spielst du mit dem Gedanken, Wettkampf-Bodybuilder zu werden?

Oder b: Fragst du dich einfach nur, ob es für ein Muskelaufbautraining mit 27 zu spät sein könnte?

Sofern der erstere Punkt der Fall sein sollte, werde ich dir bewusst keine Ratschläge geben, denn das wettkampforientierte Bodybuilding ist dermaßen Arzneimittel-verseucht, dass ich wirklich niemandem empfehlen möchte, dort einzusteigen. Und parardoxerweise trifft dies inzwischen sogar auf das so genannte "Natural-Bodybuilding" in Einzelfällen zu. Auf Youtube konnte der Zuschauer vor Jahren bereits ein Interview mit einem "Natural-BB" verfolgen, in dem dieser freimütig erklärte, sich rund 17 verschiedene Dopingsubstanzen zu verabreichen. Was daran schlussendlich noch "natural" sein soll, verschließt sich mir ein wenig.

Falls jedoch Punkt "b" der Fall sein sollte:

Für ein Muskelkraft- und Aufbautraining ist es niemals zu spät; man kann selbst im hohen Alter noch damit beginnen, und zwar aus einem einfachen und einleuchtenden Grund: Jede Muskelzelle und -Faser deines Körpers hat ein Höchstalter von 12 bis 15 Jahren, mehr nicht. Unsere Muskeln sind sozusagen immer und permanent in der "Pubertät" und können höchstanständig belastet werden. Im Gegensatz zum "Bodybuilding" (wenn man es "böswillig" definiert: Die Philosophie des möglichst maximalen Muskelwachstums aus rein kosmetischen Gründen und mit allen chemischen Keulen, die der Schwarzmarkt hergibt) ist ein gut durchdachtes Krafttraining so ziemlich das Gesündeste, was du deinem Körper geben kannst.

Persönlich betreibe ich seit rund 40 Jahren (werde am 05. Mai 56 Lenze alt) ein ergänzendes Krafttraining - und ernte jetzt so langsam die Früchte der Arbeit:

  • Rückenschmerzen? Kenne ich nicht.
  • Wohlstandsbeschwerden wie Nackenverspannungen oder Gelenkschmerzen? Kenne ich ebenfalls nicht.

Nachteil? Ich werde immer als Erster gefragt, wenn Umzüge anstehen und Möbel zu schleppen sind! Aber damit kann ich leben.

Kurz mal zur Ernährung bzw. Supplements:

Ich verrate Dir mal, woran man sich als angehender Kraftsportler (direkt zu Beginn) am besten hält:

Steak mit Salat, gegrillte Hühnerbrust mit geschmorten Zucchini, Gulasch aus Putenfleisch oder sonstigem Geflügel, Fisch gegrillt, gebraten oder gedünstet mit einer leckeren Folienkartoffel plus Kräuterquark und Gemüse, Ein "Strammer Max" mit vier Eiern, Geschnetzeltes im Wok auf Gemüsebett, Pizza mit Meeresfrüchten, gebratene Gambas, gebackene Bohnen mit Rindfleisch...usw - usw.

Sag selbst - wer braucht da noch Pillekes oder Pülverkes??

Viel wichtiger als irgendwelche "Booster", Supplements, Mikros und Makros und all der Schmonzes ist der richtige Trainingsreiz für den Muskel. Danach kommt erstmal lange nichts. Das Zweitwichtigste ist die Regeneration, also die ausreichende Erholung nach dem Training (womit aufgrund anfänglicher Übermotivation am häufigsten gesündigt wird). Und da wirklich kein Mitteleuropäer bei normaler Mischkost unter Proteinmangel leidet, ist eine zusätzliche Proteinversorgung auch für uns Kraftsportler nicht erforderlich. Der Proteinbedarf für einen Kraftsportler wird zumeist sowieso stark überschätzt; nur wenige wissen, dass der Bedarf eines Ausdauersportlers sogar noch höher ist. Zuletzt befinden sich in den Aminosäuredepots unserer Muskeln immer rund 70 gr Protein zur sofortigen Bereitstellung. Dieser Protein-Pool wird auch bei herkömmlicher Mischkost niemals leer.

Also - ordentlich, reichhaltig, ausgewogen und bunt essen, gerne auch mal nachnehmen - und mit Vernunft trainieren - ! Mehr hilft nicht mehr - und sorgt am Ende mit Pech höchstens für ein leeres Portemonnaie und teuren Urin.

Good Luck!

Also zu spät fürs Bodybuilding ist es nie, aber man sagt, dass der Stoffwechsel ab 30 umschwingen kann und man leicht dort Fett ansetzt, wo man es nicht haben will.
Also bist du noch mehr als zeitig. Welches Ziel strebst du an? Denn ein durchtrainiertes SixPack und dicke Muckis sind viel und lange Arbeit, Disziplin und proteinreiche und absolut auf deine Bedürfnisse abgestimmte Ernährung.
Dann gibt es da noch die Masse- und Definitionsphase. Zuerst trainieren und sich kalorienweise Nahrung und Proteine reinschaufeln und, sobald die Muckis gewachsen sind, erstmal eine bestimmte Proteindiät machen, um die Muskeln zu definieren und überschüssige Masse loszuwerden. Um ein Sixpack schön markant sehen zu können, brauchst du übrigens einen Körperfettanteil von rund 10 %.
Jedes Bodybuilding hat - meist gegen zusätzliche Bezahlung - einen Coach, der mit dir einen Ernährungsplan zusammenstellt und mit dir die Übungen durchgeht die deinem Zielvorstellungen nahe kommen.
Wenn du das alles dann paar Jährchen machst, kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Klar warum nicht? Für gesunde Ernährung und Sport ist es nie zu spät und der Körper dankt es dir

Klar kannst du, große Preise wirst aber eher nicht mehr abräumen

Wie lange dauert was?

Einige der besten Bodybuilder haben sehr spät angefangen. Dennis James glaube ich erst mit ü30

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