Kann ich meinem Therapeuten alles erzählen?

1 Antwort

Die von dir wahrscheinlich gewünschte Eindeutigkeit der Antwort ist leider nicht so ohne weiteres möglich.

Aufgabe des Therapeuten ist es dir zu helfen und möglicherweise dich zu schützen. Prizipiell muß er dich auch vor dir selber schützen. Äußerst du direkte Selbstmordabsichten, dann ist er gezwungen einzugreifen. Gedankenspiele mit dem Tod sind aber nicht unbedingt mit Selbstmordabsichten gleichzusetzen. Zweifel am Sinn des Lebens sind in der pubertären Phase nicht ungewöhnlich. Du wirst zunächst den Therapeuten erst einmal kennenlernen und dann für dich entscheiden ob du dich ihm anvertrauen kannst. Dieses Vertrauen in den Therapeuten ist unabdingbare Voraussetzung für den Therapieerfolg. Das weiß der Therapeut natürlich und wird deshalb nichts ohne zwingenden Grund tun, was diese Vertrauen gefährden könnte. Ein Wechsel des Therapeuten kommt bei Psychotherapien allerdings relativ häufig vor. Der nächste Therapeut muß dann praktisch wieder von vorn anfangen. Mehr als zweimaligen Wechsel wird es aber sehr selten geben. Der Patient wird dann möglicherweise als nicht therapierbar bezeichnet. Eine Einweisung in eine Klinik kommt wohl nur in Frage, wenn eine akute lebendsbedrohliche Gefährdung vorliegt. Leider hast du dein Alter nicht angegeben. Ich kann dir nur wünschen, dass du bereit bist dir helfen zu lassen und die Therapie nicht von vornherein ablehnst. Dann wäre das ganze sinnlos.

Das Ritzen hat sich in den letzten Jahren offensichtlich stark verbreitet. Die Gründe dafür können aber sehr unterschiedlich sein. Du hast auch hierzu keine Angabe gemacht.

Viel Glück !

Gruß von Littlethought.

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