Das kann gefährlich sein. Diätpillen werden oft Psychopharmaka wie Sibutramin oder ähnliche stark anregende Medis beigemischt, das sind im Prinzip meist SNRI, also Antidepressiva, die Serotonin und Noradrenalin blocken. Das verträgt sich mit anderen Antidepressiva mit ähnlichem Wirkprinzip überhaupt nicht.

Vielleicht sollte man einfach deine Medikation umstellen, es gibt auch wirksame Antidepressiva, die nicht dick machen. Und du hast gleich zwei Dickmacher bekommen. Aber lass dir kein Mirtazapin verschreiben, das ist der schlimmste Dickmacher überhaupt.

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Bei allen Benzos , also auch bei Bromazepam gilt absolutes Alkoholverbot, aber einen Tag später geht schon wieder was, es baut sich vergleichsweise schnell ab.

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Nein, zum EKG musst du dich nur obenrum freimachen, aber es geht auch mit Kleidung, wenn man das will.

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Derealisation/ Dissoziation alles fühlt sich so unwirklich an?

Ich versuche mich kurz zu fassen.

Ich bin weiblich, 28.

Nach mehreren Traumata (Kindheit/Jugend und weiteres schweres 2013) ich war 3 Monate in einer Klinik, Posttraumatische Belastungsstörung, Benzodiazepinmissbrauch, schwere Panikattacken, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Depression als Folge des Traumas;

es ging mir wirklich richtig schlecht. Jetzt, knapp 5 Jahre später geht es mir im Vergleich wirklich sehr gut. Ich bin jetzt in ambulanter Therapie, noch in der Phase der Stabilisierung, sehr gute Therapeutin.

Bei einem sehr guten Psychiater in Behandlung sehr gutes Vertrauensverhältnis. Ich nehme seit Ende 2014 Sertalin, nun 150mg tgl. es schlägt sehr gut bei mir an keinerlei Depressionen mehr. Ängste und Panikattacken waren noch da. Um überhaupt „normal“ das Haus verlassen zu können hat er mir Lyrica (Pregabalin) verschrieben. Langsame Dosissteigerung jetzt bei 600mg tgl.

Meine Angst und Panikattacken sind vollkommen weg. All das was Schlimmes passiert ist, ist nicht mehr real, es ist weg wie in einem anderen Leben. Dennoch soll ich das jetzt alles in der Therapie aufarbeiten. Nun zu meiner eigentlichen Frage: Ich fühle mich seit geraumer Zeit nicht mehr richtig „da“ es fühlt sich alles an wie in einem Film ich weiß nicht was das ist es geht mir gut, sehr gut eigentlich aber das kommt mir alles ziemlich spanisch vor, ich fühle mich auch sehr fremd in meinem Körper. Liegt das an den Medikamenten?

Da ich neulich nach der Therapiesitzung extrem aufgewühlt war bekam ich noch dazu Quetiapin (Seroquel) 50mg retard ich schlafe extrem gut damit und ich nehm das jetzt seit einigen Tagen weil es meinen Kopf wieder ein wenig geraderückt.

Ich weiß nicht es fühlt sich alles so komisch an, nicht echt als würde ich alles nur beobachten ich weiß einfach nicht wie ich das beschreiben soll...

ich würde die Medikamente außer Sertralin eigentlich gerne ausschleichen habe aber solche Angst, dass dann die Angst und die Panikattacken wieder kommen, das ist so extrem. Aber vielleicht geht es ja durch die Therapie schon besser? Ich weiß es eben nicht....

ich bin sehr dankbar über eure Antworten, Ratschläge oder Erfahrungen! :)

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Derealisation/Depersonalisation sind typisch für eine Panikstörung, hatte ich auch. Ich hatte ganz ähnliche Kindheitstraumata und auch mein weitres Leben war nicht gerade arm an traumatischen Situationen. Mir half überhaupt kein Medikament gegen die Panikattacken, aber ein Klinikaufenthalt, bei dem ich ein Skilltraining machen konnte, half mir sehr. Inzwischen habe ich seit Jahren keine Attacken mehr. Die Derealisation blieb noch eine ganze Weile. Per Zufall fand ich ein Medikament, das mir half, diese Zustände, die manchmal wochenlang andauerten, fern zu halten.

Es ist ein Antidepressivum, Tianeptin (Stablon oder Tianeurax), das mich schon ein paar Stunden nach der ersten Pille wieder ins Leben zurückholte. Das muss zwar nicht bei jedem klappen, aber wer weiß.

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Du sollst Goethe im Kontext mit seiner Zeit darstellen. Das ist bei seiner Literatur ziemlich hilfreich zum Verständnis. Kleiner Tipp: Forsche mal zu "Weimarer Klassik" oder" Sturm und Drang"

Macht Sinn, dabei auch zu zeigen, was damals iDeutschland so los war, französische Revolution etc.

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Ja und ja. Sedativa wie Benzodiazepine können helfen, aber der Preis dafür ist die Abhängigkeit. Antidepressiva, besonders die aus der SSRI-Gruppe sind oft auch zur Behandlung von Angst- und Panikstörungen zugelassen. Ich habe in der Richtung gute Erfahrungen mit Citalopram gemacht. Sehr hilfreich ist übrigens auch die Psychotherapie und Skilltraining. Ich habe meine Panikstörung mit Hilfe von einfachen Skills für den Notfall überwunden, die ich bei einem Tagesklinikaufenthalt erlernen konnte.

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Nein! So einfach geht das nicht. Man setzt Psychopharmaka nicht einfach ab, man schleicht sie langsam aus. Bei diesen Medikamenten bedeutet der schnelle Entzug allerlei Nachteile. Wenn Quetiapin fehlt, wirst du gar nicht mehr schlafen, ohne venlafaxin läufst du Gefahr, dass die Depression in alter Frische zurückkommt und ohne Pipamperon öffnest du der Psychose wieder die Tür. Und das alles zusammen? Ich habe den Blödsinn auch schon des Öfteren gemacht und wurde mit allen Plagen bis hin zum epileptischen Anfall belohnt. Lass es sein, es macht keinen Spaß.

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Ich hatte das auch schon, obwohl sich meine Angst(oder Phobie) auf Wespen und Bienen beschränkte. Spinnen haben mir nie Angst gemacht. Ich hatte Angst vor sehr vielen Tieren, vor allem vor Hunden. Meine Therapeuten waren meine Kinder, für die ich mich meinen Ängsten ausgesetzt habe, wenn sie Angst vor einem Hund oder einer Wespe hatten. Als Vater musst du deinem Kindern weiter geben, was du ohnehin weißt, nämlich wie man mit Tieren ungehen sollte. Dabei habe ich festgestellt, dass mein vorhandenes Wissen stimmt und es funktioniert. Und die Ängste waren weg und ich konnte den Kaffe draussen endlich in aller Ruhe genießen und ich rette auch gerne mal eine Biene oder Wespe vor dem Ertrinken.

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Das kann passieren. Diese Spinnen kommen nicht aus der Kanalisation, sondern haben sich im Badezimmer verirrt und im Abfluss eingenistet, weil sie dachten, dass dies eine hübsche Höhle ist.

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Ein schwieriges Thema. Auf Antidepressiva reagiert jeder anders und es gibt mannigfaltige Urachen für Depressionen. Da weiß der Psychiater am besten Bescheid, die haben meist auch einen Plan, wie man schnell das passende Medikament findet. Ein wenig suchen wirst du schon müssen, bis du ein Antidepressivum gefunden hast, das du verträgst und das auch hilft.

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Bei Olanzapin kann man nie genau sagen, ob es in USA oder Kanada gerade auf dem Markt ist oder, wie so oft und auch berechtigt, mal wieder verboten ist. Um die Zulassung wird seit langem gestritten, weil Olanzapin schwere Nebenwirkungen haben kann und vor allem, weil es bei vielen Patienten Diabetes fördert.

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Eine hohe Dosis Zopiclon ist nicht zwingend tödlich. Sie kann aber tödlich sein, wenn man an einer Schlafapnoe leidet. Zopiclon kann zu einer Atemlähmung im Schlaf führen, die durchaus zum Ersticken führen kann. Aber das ist selten. Trotzdem sind Zopiclon und Zolpidem insgesamt sehr sichere und gut verträgliche Schlafmittel und in jedem Fall besser als Benzodiazepine.

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Prbier es doch mal mit Fasten. Ich lege ab und zu eine Fastenwoche ein, man nimmt wunderbar ab, wenn man eine Woche nichts isst und, vor allem, es tut der Psyche auch gut. Meine letzte Fastenwoche hatte ich in einer Woche, nach der ich in eine Klinik ging. Nach dem Fasten wollte ich gar nicht mehr hin, meine Depression war fast verschwunden. Sprich mal mit deinem Arzt -gerade, wenn man Medikamente nimmt, sollte man nicht ohne ärztliche Aufsicht fasten.

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Gewichtszunahme gehört bei Quetiapin zu den eher häufigen Nebenwirkungen, ich habe noch nie gehört, dass jemand von Quetiapin in so niedriger Dosis wesentlich zugenommen hätte...und ich kenne viel Menschen, die es nehmen.

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