Kann ein Autohändler für Nachbesserung (Neue Räder) Geld verlangen, wenn das Fahrzeug ein Gebrauchtwagen ist?

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7 Antworten

Also, jedes Fahrzeig, welches 6 Monate und länger steht, hat diesen "Standplatten" und jeder Käufer kennt diese Problem und verlangt natürlich vor der Bezahlung entsprechend neue Reifen, so jedenfalls hier in unseren Familien.

Wenn wir denn überhaupt so eine lange >Standzeit kaufen.

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Falls die "Vibrationen" als Mangel zu qualifizieren sind (wichtig wird hier sein, ob sie sicherheitsrelevant sind, in welchem Tempobereich sie auftreten, wie stark sie sind, wie sehr sie neben anderen Hochgeschwindigkeits-Einflüssen wie Motorgeräusch, FahrtwinAbrollgeräusch etc. stören...), muss der Verkäufer den Mangel auf seine Kosten beseitigen. Wenn er über die neuerliche Auswuchtung hinaus (diese kann man ohne weiteres am silbrigen Bleiglanz der Wuchtgewichte erkennen) neue Reifen aufzieht, hat er nicht eo ipso Anspruch auf Ersatz des Mehrwerts. Er wäre klug beraten gewesen, VORHER eine entsprechende Vereinbarung zu treffen. Dann müsste nicht gestritten werden, ob ein

Mangel vorlag, ob du durch die neue Bereifung "ohne rechtlichen Grund"
bereichert bist und die (aufgedrängte) Bereicherung erstatten musst, oder ob der Händler die neuen Reifen zurücknehmen und und den "Mangel" auf andere
Art beseitigen darf. Klar ist, dass die alten Reifen mit 3TKM Laufleistung nahe bei der Mindestprofiltiefe gewesen sein müssen. Du hast also mit den Neureifen eine deutliche Wertverbesserung erhalten. Abgesehen von allen rechtlichen Erwägungen wäre es fair (und im Hinblick auf das Kostenrisiko eines Gerichtsverfahrens klug), die Sache vergleichsweise aus der Welt zu schaffen, indem man sich z.B. die Kosten der Neubereifung (Reifen+Montage+Wuchten) teilt.

Juristen, die eigene Rechtskenntnisse dazu ausnutzen, sich auf Kosten weniger Rechtskundiger gesetzeskonform, aber nichtsdestoweniger unmoralisch zu bereichern, sind mir zuwider!

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Kommentar von vinwal11
15.03.2016, 18:11

Danke für die Antwort.

Zu der Frage, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, kann ich sagen, dass mir der Werkstattmeister, der mit mir eine Probefahrt gemacht hat, zugestanden hat, dass die Vibrationen so nicht vertretbar seien. Ich denke man kann also davon ausgehen, dass tatsächlich ein Mangel vorlag.

Die Ursprünglichen Reifen waren zudem nicht abgefahren. Ich meine sie hatten noch ca. 5-7mm. Zugegeben, trotzdem waren sie gebrauchte. Rechtlich gesehen hätte ich Anspruch auf gebrauchte Reifen in ähnlichem Zustand. Wuchten und montieren müsste er auch diese. Also sollte er eigentlich nur die Differenz zwischen dem Wert der gebrauchten Reifen und dem der neuen Reifen verlangen. Der Wert von gebrauchten Reifen ist schwer feststellbar, aber die neuen Winterreifen, die ich jetzt drauf habe, kosten im Internet etwa 270€. VW zahlt bestimmt noch weit weniger. Hier hätte der Händler noch Gewinn gemacht, wenn ich 200€ gezahlt hätte. 

Vielleicht könnte man auch vermuten, dass mir der Händler rechtlich gesehen einen neuen Antrag zum Kauf neuer Reifen gemacht hat. 

Ich habe diesen Abgelehnt, was moralisch gesehen vielleicht verwerflich ist, aber Autohändler nutzen auch jedes Mittel, das recht ist, um den Kunden zu bescheißen. Um bei diesem Fall zu bleiben, wäre es ein unterschiedlicher Reifenluftdruck, um einen schlechten Geradeauslauf zu korrigieren. 

Ich bin außerdem kein Jurist, sondern nur ein Schüler. Wir bekommen in der Schule in bisschen Recht unterrichtet.   Deswegen wende ich mich ja an dieses Forum, um die Meinung von Juristen zu hören. Der Fall betrifft eigentlich meinen Vater. Ich schreibe nur um es zu vereinfachen aus seiner Perspektive.

Danke trotzdem für die Antwort(en). Ich finde das wirklich interessant. 

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Meines Erachtens nicht.

Wie du richtig schreibst, muss er Mängel abstellen. Indem er zusicherte, die Unwucht zu beseitigen (wenn das überhaupt nötig war) hat er eine Eigenschaft zugesichert, die er nun auch gewährleisten muss.

Sag ihm doch einfach, er kann gerne die alten Reifen wieder aufziehen, wenn dann die Unwucht nicht mehr auftritt.

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Kommentar von nobertoto
15.03.2016, 03:24

Von einer rechtlich relevanten Zusicherung NACH Vertragsabschluss habe ich in 40 Jahren juristischer Tätigkeit noch nie gehört. Abgesehen davon kann die Ankündigung eines Tuns (die Unwucht zu beseitigen) bereits sprachlich keine zugesicherte Eigenschaft (Vibrationsfreiheit) sein.

Die gesetzliche Gewährleistung kann beim Kauf eines gebrauchten Artikels vom gewerblichen Händler auf ein Jahr verkürzt, aber nicht ausgeschlossen werden; der Händler haftet also im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung.auf vertragsgemäßen Zustand und bei Vertragsschluss zugesicherte Eigenschaften.

Falls die "Vibrationen" als Mangel zu qualifizieren sind (wichtig wird hier sein, ob sie sicherheitsrelevant sind, in welchem Tempobereich sie auftreten, wie stark sie sind, wie sehr sie neben anderen Hochgeschwindigkeits-Einflüssen wie Motorgeräusch, Fahrtwind, Abrollgeräusch etc. stören...), muss der Verkäufer den Mangel auf seine Kosten beseitigen. Wenn er über die neuerliche Auswuchtung hinaus (diese kann man ohne weiteres am silbrigen Bleiglanz der Wuchtgewichte erkennen) neue Reifen aufzieht, hat er nicht eo ipso Anspruch auf Ersatz des Mehrwerts. Er wäre klug beraten gewesen, VORHER eine entsprechende Vereinbarung zu treffen. Dann müsste nicht gestritten werden, ob ein Mangel vorlag, ob du durch die neue Bereifung "ohne rechtlichen Grund" bereichert bist und die Bereicherung erstatten musst, oder ob der Händler die neuen Reifen zurücknehmen und und den "Mangel" auf andere Art beseitigen darf. Klar ist, dass die alten Reifen mit 3TKM Laufleistung nahe bei der Mindestprofiltiefe gewesen sein müssen. Du hast also mit den Neureifen eine deutliche Wertverbesserung erhalten. Es wäre fair (und im Hinblick auf das Kostenrisiko eines Gerichtsprozesses klug), die Sache vergleichsweise aus der Welt zu schaffen, indem man sich z.B. die Kosten der Neubereifung (Reifen+Montage+Wuchten) teilt. 

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Ich bin der Ansicht,dass die Geldforderung nicht gerechtfertigt ist.

Du hast einen Mangel beanstandet und er ist zur Nachbesserung verpflichtet.Wenn er das Flattern der Räder(Unwucht) nicht mit erneutem Auswuchten beseitigen kann muss er sich etwas anderes einfallen lassen.Wie er das macht ist seine Angelegenheit.

Da in der Regel nicht gleichzeitig alle Räder Unwucht erzeugen hätte ja vielleicht auch der Austausch zweier Räder ausgereicht.Eine andere Möglichkeit wäre ein Preisnachlass gewesen und du hättest dir neue Decken nach deiner Wahl gekauft.So hat er eigenmächtig ohne Absprache gehandelt und trägt auch so das Risiko.

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Recht hin - Recht her. Der Kunde hat einen Vorteil durch die neuen Reifen. Diesen Vorteil mit nur 200,- Euro auszugleichen finde ich schon kulant vom Händler.

Aber so sind die Kunden-Geizhälse nun mal.

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Der Händler macht die 4 NEUE Reifen drauf für nur 200,- Euro und da beschwerst du dich noch ?

Er hätte dir im Rahmen der Sachmangelhaftung nur andere Gebrauchte drauf machen müssen.

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Kommentar von AalFred2
11.03.2016, 13:53

Ja, und wenn er von sich aus neue drauf macht, ist das seine Entscheidung. Geld kann er dafür nicht verlangen.

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Du hast durch die neuen Reifen tatsächlich einen geldwerten Vorteil und solltest das bezahlen !

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Kommentar von Droitteur
11.03.2016, 11:46

Denke ich auch. Allenfalls könnte man darüber diskutieren, ob der Verkäufer nicht besser andere gebrauchte Räder hätte nehmen oder zumindest die Sache vorher hatte klären sollen. Für den Mehrwert Ausgleich zu leisten an sich ist aber völlig in Ordnung. 

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