Ist man als Lokführer jeden Tag zuhause?

4 Antworten

Ja, die Dienstpläne werden so gestrickt, dass man zum Arbeitsschluss in der Regel schon wieder an dem Bahnhof landet, an dem man auch begonnen hat. Man fährt ja z.B. im Fernverkehr nicht die ganze Strecke von Hamburg nach München, sondern wechselt unterwegs auf den Zug der Gegenrichtung - mal einfach dargestellt...

Ist aber nicht immer so! Und nach 4 Stunden wäre der Arbitstag noch nicht vorbei!

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@musso

Nein, deswegen schrieb ich ja auch "in der Regel". Es kann natürlich schon äußere Umstände geben, die das ab und zu nicht möglich machen. Aber wenn die Bahn seine Triebfahrzeugführer ähnlich wie bei Piloten bei längeren Fahrten grundsätzlich am Ziel belassen und in Hotels übernachten lassen würde um am nächsten Tag die Rückleistung zu fahren - ich will mir gar nicht vorstellen, wie die Fahrpreise dann aussehen würden.

Und was hat das mit vier Stunden zu tun??? Dann fährt man halt noch eine andere Leistung - deshalb hab ich ja auch geschrieben "einfach dargestellt". Dienstpläne sind nämlich NICHT einfach...

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@musso

@musso ja schon aber dann kann man ja z.B. wieder zurück nach Hamburg und von dort aus noch z.B. nach Köln und dann wieder nach Hamburg und fertig ist der Tag ;)

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@Lukas1838

Aber es gibt eben auch Nachtschichten, auch im Güterverkehr, und geregltes "jeden Tag zu Hause schlafen" gibt es bei dem Beruf nicht. Und für jeden Lokführer einen Dienstplan zu stricken, der seinen Bedürfnissen entspricht und das dann mit den Bedürfnissen anderer Lokführer zu koordinieren ist ein gigantischer Akt!

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@musso

über den schichtdienst bin ich mir im klaren, aber wenn ich z.B. von 23:00 - 06:00 Uhr dann fahre sollte ich doch Tagsüber daheim sein.

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@musso

@musso: Hä? Die Bedürfnisse sind bei allen gleich: nach Schichtende nach Hause zu gehen. Und mehr nicht! Und selbstverständlich ist das genau die Aufgabe desjenigen, der die Dienstpläne strickt! Aber gut, dass Du erkannt hast, dass es ein gigantischer Akt ist - das ist es in der Tat. Noch dazu, wenn Urlaube, Krankheiten, Schulungen, etc. berücksichtigt werden wollen. Und doch klappt es meist...

Und selbstverständlich gibt es Nachtschichten, nicht auch, sondern GERADE im Güterverkehr, da die meisten Güterzüge nachts verkehren. Trotzdem verbringt man dann seinen Feierabend (auch, wenn er dann eben tagsüber ist) zu Hause!

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Also im Nahverkehr haste Glück daheim schlafen zukönnen.Güter/Fernverkehr nicht. Du hast Schichtsysteme. egal welches der drei du wählst, die fangen zu x beliebigen Zeiten an. Z.B.: 1Uhr Morgens usw. bedenke, das sind "unnormale" Zeiten.... Du hast selten ein 8Stunden Tag. Thema Freunde und Bekannte.Da du so nette Zeiten hast, ist es schwer, möglich aber nicht so wie in einem geregelten Beruf.

Gruss

Ich denke mal beim Fern/Güterverkehr wirst du schon auswärts schlafen müssen, insbesondere nach langen fahrten. Genau wie bei LKW darfst du nur eine bestimmte anzahl an Stunden fahren, bis du eine Pause einlegen musst, kenne aber die Werte nicht genau.

Normalerweise bist du jeden Tag irgendwann zuhause. Aber es ist Schichtdienst, also hast du nicht zwangsläufig jeden Abend und jedes Wochenende frei.

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