Ist es rechtlich möglich, dass der Dienstherr für Landesbeamte eine Masse an Minusstunden unterstellt und anrechnet durch eine falsche Zeiterfassung?

4 Antworten

Also so ganz verstehe ich die Situation nun auch nicht. Ich benutze inzwischen das 3. Zeiterfassungssystem und jedes hat mit Fehlern angefangen. Bei den Beschäftigten mit 5 Stunden Woche und 8 Stunden/Tag, lief es meist problemlos, nur die Kollegen mit Wochenddiensten und Bereitschaftszeiten, haben jeden Monatsabschluss mit ihren  eigenen Aufzeichnungen bis in Detail verglichen, manuell nach gerechnet und evtl Fehler unverzüglich beanstandet. 

Dein Freund sollte erst versuchen die Rechnung mit Hilfe von Kollegen oder dem  Personalrat selbst in etwa nachzuvollziehen. Er muss doch einen Überblick über seine Stunden haben. 

Da mit Sicherheit nicht alle Mitarbeiter der  Feuerwehr rund um die Uhr im Dienst  sind, muss es doch einen genehmigten Schichtplan geben und diesen muss ja irgendwer als Soll mit den geplanten Sonn- und Feiertagen in die Zeiterfassung einbringen. Wie werden die Zuschläge verbucht? Evtl sollte von Seiten des Personalrates auch eine Dienstvereinbarung mit dem AG abgeschlossen werden ,wie hier ein Ausgleich arbeitnehmerfreundlich erfolgen kann. 

Wenn dein Freund bei dem Verein noch etwas erreichen will, sollte er dies bei seinem AG auch selbst regeln, da würde ich mich draußen halten! 

Angst bei der Personalabteilung nachzufragen?

Wieso das denn? 290 Minusstunden sind ja völlig ausgeschlossen, wie soll denn das möglich sein. Ganz offensichtlich sind da Fehler passiert, vielleicht hat man die Überstunden, die er zu Hause bleiben dürfte, versehentlich auch als Minus gebucht - auf jeden Fall muss das geklärt werden - es gibt keinen Grund, davor Angst zu haben, das macht das Ganze höchstens schlimmer, denn sowas einfach stehenzulassen ohne sich darum zu kümmern, ist ein Eingeständnis und bedeutet, dass man das akzeptiert.

Hallo Mekes,

deinen Text kann ich nicht nachvollziehen.

Ein Beamter sollte doch in der Lage sein, seine mtl. Arbeitsstunden prüfen zu können.

Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass in solch einem Fall sich nicht die Personalvertretung einschaltet.

Er hat auch die Stundenzettel zur Prüfung bekommen, da sind jedoch Notizen die niemand versteht und die Stundenzettel sind auch nicht vollständig.

Zeiterfassung und Stundenzettel mit Notizen - wie passt dies denn überhaupt zusammen? 

Hier fehlen einige Informationen.

Hallo Apolon,

ich versuche mal genauer zu werden.

Auszug aus dem Schreiben der Personalabteilung:

"Sie wurden bereits per Aushang informiert, dass eine Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung der Erfassung und Berechnung von Arbeitszeiten sowie Zuschlägen von Dienst zu ungünstigen Zeiten im Fachdienst ihre Tätigkeit ab Juni 2016 aufgenommen hat.

Neben der erforderlichen Überarbeitung der Programmierung wurden und werden alle Arbeitszeitberechnungen und-erfassungen sowie Abrechnungen für alle Mitarbeiter überprüft. ..."

Nachfolgend möchte ich Sie über häufig aufgetretene fehlerhafte Berechnungen durch das Programm informieren. Anhand der beigefügten Arbeitsnachweise können Sie nachvollziehen, ob einer dieser Fehler auch bei Ihnen erfolgte. Darüber hinaus gibt es verschiedene weitere Fehlerarten, die hier nicht im Einzelnen aufgeführt sind. Hierzu finden Sie Hinweise auf Ihren Zeiterfassungsnachweisen.

Auszug der fehlerhaften Programierungen im Fachverfahren:

Im Oktober und Dezember 2015 wurde grundsätzlich das Arbeitssoll fehlerhaft hinterlegt. ...Feiertage wurden vom Monatssoll abgezogen... hierdurch fand unrechtmäßig eine Stundenmehrung statt."

Das Schreiben geht noch ewig so weiter.

Ich habe die Stundenzettel kontrolliert und es ist nicht nachvollziehbar, welche Korrekturen stattgefunden haben, da einfach nur Zahlen mit Bleistift vermerkt und gestrichen wurden. Ich überlege, ob ich der Personalabteilung schreibe, dass sie die Korrekturen nachvollziehbar auflisten sollen. 


Ich hoffe du kannst es jetzt nachvollziehen.


Liebe Grüße

Mekes

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@Mekes

Hallo Mekes,

da ich vor Jahren selbst im öffentlichen Dienst tätig war und wir auch ein solches Zeiterfassungssystem hatten, kann ich schon  deine Hinweise nachvollziehen.

Jedoch habe ich, wie auch alle meine Kollegen die mtl. Arbeitsstunden nachgerechnet und evt. Differenzen sofort an die Personalabteilung weiter geleitet.

Daher kann ich nicht verstehen, weshalb dies Beamte der Berufsfeuerwehr nicht taten.

Man sollte sich nie auf den Dienstherrn verlassen, denn auch der Gehaltszettel könnte ja mal falsche Zahlen zum Nachteil des Beamten aufweisen.

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