Ist es im Christentum verboten andere zu beleidigen?

13 Antworten

Hi 

Grundsätzlich ist im Christentum gar nichts verboten. Wir sind Menschen und Menschen machen Fehler. Auch zwischenmenschlich. 

Wer jedoch sein Leben bewusst in Gottes Hand gegeben hat will die Gebote auch so gut wie möglich halten. Und das aller wichtigste Gebot das uns Jesus gab in dem alle anderen Gebote inbegriffen sind ist: ''liebe deinen nächsten wie dich selbst''. Um das einhalten zu können brauchen wir die hilfe von Gott :-) Wenn wir mit ihm verbunden sind dann beleidigen wir niemanden. Denn Jesus hat nie jemanden beleidigt. Er sagt sogar: ''liebe deine feinde''. 

Jedoch ist es nicht immer einfach in dieser Verbundenheit zu bleiben. Aber wir dürfen immer wieder Gott um Vergebung bitten und er wird uns IMMER annehmen, egal was wir  für Mist gebaut haben. Weil Jesus für all dies schon bezahlt hat.

ich hoffe du verstehst was ich meine ;-) 

Also beleidigen ist nicht schön, egal ob im Christentum oder nicht. 

LG  

Die kurz Antwort ist JA.

Eine Beleidigung ist entweder wahr oder falsch. Wenn sie falsch ist, so lügst du, dass ist ja sicher verboten (Wusstest du, dass "Du sollst nicht lügen" keines der 10 Gebote ist? Man soll nur nicht über den Nächsten nichts falsches sagen.) Wir gehen mal von einer Beleidigung mit Wahheitsgehalt aus (obwohl es die ja fast nicht gibt, da man ja fast immer übertreibt). Hier macht man also auf eine unfreundliche Weise auf die schlechten Eigenschaften des Beleidigten aufmerksam. 

So etwas ist sicher unnütz, denn es bringt nichts dazu bei, dass der andere Mensch sich ändert (im Vergleich dazu ist eine konstruktive Kritik, die ebenfalls auf Fehler hinweist sehr nützlich). Dazu steht (Mat. 12.36) "Ich sage euch aber, dass die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden werden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts". Solltest du also lassen.

Weitere Verse, wenn du noch nicht überzeugt bist:

1. Korinther 16.14: Alles bei euch geschehe in Liebe

Matthäus 5.36 Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was darüber hinausgeht, ist vom Bösen (Achtung, leicht aus dem Zusammenhange gerissen, ich glaube man kann es aber dennoch anwenden.)

1. Korinther 12.3: Niemand, der im Geist Gottes redet, sagt: Fluch über Jesus. (Man soll also Jesus nicht verfluchen/beleidigen, da aber alles, was wir Menschen antun auch Jesus antun, sollst du auch keine anderen Menschen beleidigen)

Es ist nicht direkt verboten, aber Jesus sagt "Behandelt andere, wie auch ihr behandelt werden wollt." Demnach ist es schon "unerwünscht", da wohl die wenigsten Menschen gerne beleidigt werden. Fazit: Als ehrlicher Christ solltest du es schon unterlassen, aber du landest jetzt nicht gleich in der Hölle, wenn dir mal was rausrutscht, zumal man ja manchmal gar nicht so merkt, ob man einen jetzt beleidigt hat oder nicht.

Ephesser 4:29

29 Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor, sondern was immer zur Erbauung gut ist, wie es nötig sein mag, damit es den Hörern förderlich sei.

Ephesser 4:31

31 Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden.

Sprüche 15:1

Eine Antwort, wenn milde, wendet Grimm ab, aber ein Wort, das Schmerz verursacht, läßt Zorn aufkommen.

Ephesser 4:32

32 Werdet aber gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend, so wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat.

Mattthäus 7:12

12 Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es, was das GESETZ und die PROPHETEN bedeuten.

Sprüche 13:3

3 Wer seinen Mund behütet, bewahrt seine Seele. Wer seine Lippen aufsperrt — dem wird es zum Verderben.

Sprüche 12:18

18 Da ist einer, der gedankenlos redet wie mit Schwertstichen, aber die Zunge der Weisen ist Heilung.

2. Timotheus 2:24

24 Ein Sklave des Herrn aber hat es nicht nötig zu streiten, sondern muß gegen alle sanft sein, lehrfähig, der sich unter üblen Umständen beherrscht,

Lukas 10:27

27 Er gab zur Antwort: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn‘ und ‚deinen Nächsten wie dich selbst‘.“


Ich finde, diese Texte sprechen für sich.

Es gibt im Christentum keine "Verbote", ähnlich etwa den Regeln im Islam. Es gibt nur "Gebote", das sind Verhaltensempfehlungen, für die Nachfolger Jesu Christi. Da Jesus unter anderem auch die Nächstenliebe predigt, wird deshalb auch jeder Christ, welcher seinen Glauben ernst nimmt, zumindest versuchen andere Menschen im Zeichen dieser Nächstenliebe auch so wenig wie möglich zu "beleidigen".

Da wir aber alle unvollkommene Menschen sind, unseren Gefühlen und Stimmungen unterworfen, verstoßen wir trotz besserer Vorsätze trotzdem immer wieder gegen die Gebote Gottes und brauchen daher auch immer wieder seine Vergebung. Ein Glück deshalb, dass wir diese durch Jesus Christus erfahren dürfen.

AMEN! :-)

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