Ist es gefährlich, wenn man ein Stromkabel zu sehr biegt?

18 Antworten

elektrische leitungen haben einen minimalen biegeradius. bei normalen installationsleitungen ist das normalerweise das 2,5 bis 3fache des außendurchmesssers. aber die meisten haushaltsüblichen kabel bekommst du so schnell nicht "kaputtgebogen" ausgenommen sind coaxkabel (sateliten oder kabelfernsen) und Netzwerkleitungen, die sind besonders empfindlich gegen knicke und haben auch in der regel einen wesentlich größeren minimalen biegeradius...

lg, anna

Das Feld der Spannung breitet sich fast mit Lichtgeschwindigkeit aus. Die Elektronen bewegen sich stets recht langsam in zufälliger Richtung. Ist ein Feld vorhanden bewegen sich die Elektronen stärker in eine Richtung, im allgemeinen ist die Richtung immer noch zufällig, nur sind die Elektronen in der "richtigen" Richtung etwas schneller. Ohne Spannung bewegt sich die eine hälfte nach links, die andere nach rechts mit gleicher mittlerer Geschwindigkeit. Legt man eine Spannung an, so bewegen sich die Elektronen etwas eher z.B. nach rechts und etwas schneller als nach rechts. Und das muss man sich jetzt statt 1D (links/rechts) in 3D vorstellen wo alle möglichen Richtungen vorhanden sind.

Das mit dem Feld kann man sich vorstellen wie ein extrem langer Zug. Fährt die Lok an, so dauert es nicht lange bis sich der letzte Wagon auch bewegt. Wenn der Zug z.B. 100 Meter lang ist dauert das sagen wir mal eine Sekunde. Der Impuls breitet sich dann mit 100 m/s (Meter pro Sekunde) aus also 360 km/h. Der Zug selber fährt dabei aber noch nicht mal Schrittgeschwindigkeit. Das bedeutet, dass der Ruck sich viel, viel schneller durch den Zug ausbreitet als sich der Zug selber bewegt. Und genau so ist es mit den Elektronen.

Ändert man die Richtung von Elektronen brutal, dann entsteht eine sogenannte "Bremsstrahlung", besser bekannt als X-Rays oder "Röntgenstrahlung". In einem Kabel passiert das nicht da die Elektronen nicht schnell genug werden können. Mit 100.000 Volt im Vakuum können Elektronen schnell genug werden was man bei Röntgenröhren nutzt.

Aber es ist dennoch gefährlich ein Kabel zu stark zu biegen. Dadurch verringert sich der Querschnitt an der Biegestelle und damit steigt an dieser Stelle der spezifische Widerstand, das Kabel wird an der Biegestelle heiß wenn zu viel Strom fließt. Je stärker man das Kabel "misshandelt", desto geringer der Strom der es an dem Punkt sehr heiß werden lässt. Dadurch können Kabelbrände entstehen!

Sry, Ich habe eine Fheler gemacht. Der Widerstand erhöht sich natürlich in der Biegestelle!

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Der Stromimpuls ist masselos und daher nicht von der trägheit beeinträchtigt. Wegen der Bruch- und Überhitzungsgeefahr sind die vorgeschriebenen Biegeradien einzuhalten.

Mach Dir keine Sorgen -auch nicht wegen der schillernden Erklärungsversuche hier.

DP

elektrische Leitungen und Kabel haben einen sogenannten Mindest-Biegeradius, der nicht unterschritten werden darf, da es sonst zum Bruch der Adern oder Isolation kommen kann, was in einem Fall eine Unterbrechung und im anderen Fall einen Kuruschluss darstellt.

Dem Strom selbst ist es völlig egal ober über eine Kurve oder über einen Spitzen Winkel fährt. Es geht um den Anstoß von Elektronen und die bleiben in jedem Fall im Leiter.

Strom ist der Ladungstransport pro Zeiteinheit. Werden 13,57 [A•s] in einem Leiter mit einem Querschnitt von 1mm² um 1 [mm / s] transportiert, so fließen 13,57 A. Da unser technischer Wechselstrom mit 50Hz aber 100 mal in der Sekunde die Richtung ändert, bewegen sich die Elektronen bei dieser gegeben Belastung lediglich um 1/100 mm hin und her.

Die Anstoßgeschwindigkeit ist jedoch unabhängig vom Strom und unabhängig vom Querschnitt immer um die 2,99792-mal 10 hoch 8 [m / s] = 299.792,0 [km/s]

Der Strom fließt nicht mit Lichtgeschwindigkeit, wenn es so wäre, dann hätten die Elektronen eine Masse von unendlich und das ganze Universum würde in Deinem gebogenen Kabel kollabieren...;-)