Ist es doch nicht gut, wenn man freundlich und höflich ist?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kann dazu nur sagen, dass ich pauschale Höflichkeit beleidigend finde. Außerdem würde ich solche Personen kaum mehr als einen Augenblick beachten. Dinge, die einen nicht gehören gibt man ab. Das hat nichts mit Höflichkeit sondern mit Moral zu tun.

Wer von mir ständige Höflichkeit erwartet ist an sich die Unhöflichkeit in Person. Ich habe sehr Oft gehört, dass Personen es nicht passte, dass ich nichts davon halte zu Beschönigen oder zu Lügen. Wer Müll macht, der bekommt auch genau das zu hören. Ohne nette Formulierungen oder sanfte Stimme. Wer Müll mit Absicht macht kann sich noch so oft Entschuldigen, das ist mir egal. Absicht verbietet Entschuldigungen. Bedauern kann er es, doch von mir einen Segen dafür bekommen? Welchen Sinn hat das. Man macht es einfach das nächste Mal besser. Es interessiert mich auch danach nicht mehr. Wenn das geklärt ist, dann ist das geklärt.

Die vermeintliche "Höflichkeit" in unserer Gesellschaft ist abartig.

Anderen Menschen sollte man nicht aus Höflichkeit oder Pflichtbewusstsein helfen, sondern einfach weil man es kann. Wenn man aber mal nicht möchte, dann ist es eine Frechheit, wenn der Fragende auch noch wütend wird. Wer etwas fragt bekommt eine Antwort. Ich kann nicht verstehen, wie man eine Frage formulieren kann und dann mit der Antwort nicht zufrieden ist.

Höflichkeit hat aber auch nichts mit Freundlichkeit zu tun. Nur weil ich auf diese Form von gesellschaftlichem Mittelalter verzichte bin ich nicht beleidigend. Auch wenn dies gerne so gesehen wird. Mir wurde schon des öfteren durch Verwandte oder Bekannte zum Vorwurf gemacht, dass ich mich "anstelle" und keine Kirche betrete, wenn da eine Messe ist. Da ist mir egal, ob da jemand heiratet, getauft wird oder beerdigt wird. Mir dann zu sagen, dass das beleidigend wäre ist wohl die Hochform von Egoismus. Ich würde auch niemanden vorhalten es abzulehnen, wenn ich der Meinung bin 100 Neugeborene zu Schlachten um seelischen Frieden zu finden.

Wenn die Menschen aufhören würden ihre egoistischen Erwartungen als Höflichkeit anzusehen wäre die Welt ein viel schönerer Ort. Aber was sage ich. In einem Land in dem die Menschen Mörder, Betrüger und Kriegstreiber mit der Mehrheit in den Bundestag wählen. Ist ja auch höflich nicht darüber zu sprechen. Ich bin gespannt ob ich die nächsten Tage die Höflichkeit habe jedem 60+ nicht erst einmal zu fragen, wie er denn noch schlafen kann, wenn er dafür verantwortlich ist, dass die nächsten 4 Jahre wieder Panzer an Kriegstreiber verkauft werden, wir die Welt dank ihm/ihr noch länger mit Atommüll verseuchen, Geld über Menschenleben stellen, Soldaten entsenden um Menschen zu töten, Chemische Waffen an Syrien verkaufen usw... Naja, das artet aus.

Wurde gestern nur von ner Bekannten richtig uf die Palme gebracht und hab die Frage deswegen gestellt. Heute is mir as eigentlich schon wieder egal was war ka kam aus der Situation heraus diese Frage. Jo bin echt ein mega Egoist :-D Naja danke!

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@DExTER456

Das wollte dich damit nicht sagen ;-) Meine Meinung ist einfach nur, dass du nicht jedem den A*sch hinterher tragen musst. Wenn dir jemand etwas bedeutet, dann sorg dafür, dass du für diese Menschen da bist. Es ist einfach nur nicht richtig es allen Menschen recht machen zu wollen.

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@Sasatux

Ne aber ich meins ernst bin schon einer :-D Danke!

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Fur gutes Benehmen gibt es außer Höflichkeit und Freundlichkeit noch etwas anderes wichtiges, nämlich Taktgefühl. Ein Gespür dafür, was in welchen Situationen angebracht ist und wie das eigene Verhalten bei anderen ankommt. Höflichkeit ist ein formales Einhalten von Regeln und kann auch ganz schön nerven, wenn es übertrieben oder unangebracht ist. Zum Beispiel ist es höflich, beim Niesen "Gesundheit" zu wünschen, aber wenn jemand nach dem dritten Niesen das immer noch echot, nervt es einfach nur.

Auch Freundlichkeit kann Aversionen auslösen, wenn zu spüren ist, dass sie nicht echt ist, dass die Haltung dahinter eine ganz andere ist. Deinen Worten hier ist schon zu entnehmen, dass du dich aufgrund deiner Höflichkeit und Freundlichkeit für etwas besseres hältst als deine Gegenüber. Wenn das in den realen Situationen auch so rüberkommt, wundert es mich nicht, dass du damit Unhöflichkeiten erntest. Dein Auftritt als Missionar der Freundlichkeit, der damit Normen setzen will, provoziert geradezu Gegenmissionen der Unfreundlichkeit.

Warum schreibst Du nur immer solche Antworten, denen man nichts mehr hinzufügen kann?

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Vielleicht doch mal etwas krasser Antworten geben..Tacheles mit den Menschen reden. Du bist aber echt ein lieber freundlicher Mensch..so was gibt es doch selten noch wie du. Aber es stimmt wirklich das man die guten stets ausnutzt. Warum auch immer.ich weiß es nicht..lg Sky...........

Du bist zu freundlich. Es ist wie mit dem Schlafen: Zu viel ist schlimmer als zu wenig.

Verstellen ist n i e gut. Man sollte Menschen, die sich asozial verhalten, auch höflich sagen können, dass man ihr Verhalten nicht gut findet. Und wie @machtnix schon sagte, verwechsel nicht Höflichkeit und Takt mit Freundlichkeit. Du brauchst zu niemandem freundlich zu sein, der sich daneben benimmt oder dich nervt.

Es ist dem menschlichen Miteinander dienlicher, zu wissen oder anderen zu zeigen, was Sache ist.

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