ist das Studium als Gesamtschüler schwer?

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4 Antworten

Ich würde dir aus eigener Erfahrung dringend den Besuch einer Gesamtschule empfehlen. Auf das Studium hat das keinerlei Auswirkungen. Abizeugnis ist Abzeugnis, egal an welcher Schulform erworben.

gangsterazzlack 06.02.2015, 20:44

Mir geht es aber nicht um das Zeugnis an sich, bzw. nicht um das Formale, sondern um meinen Bildungsstand, inwiefern er mir im Studium nützen oder nicht nützen wird.

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petrapetra64 07.02.2015, 13:06
@gangsterazzlack

dein Bildungsstand wird bei beiden Schulformen gleich sein (Zentralabi), nur möglicherseise wirst du stressresistener sein, wenn du diese 2 Jahre Gymnasium durchgestanden hast. Aber anderenfalls vielleicht noch mehr Energie.

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Du brauchst echt keine Angst zu haben, dass das Studium mit Gesamtschule schwerer ist, lediglich wäre es möglich, dass die Eingewöhnung etwas schwerer fällt, weil G8 Schüler etwas mehr Stress gewohnt sind. Dafür lernt man aber vorher in einem Jahr mehr einfach etwas einfacher mit weniger Stress, man hat mehr Freizeit und hat damit auch mehr Zeit, fehlendes gründlich nachzuholen. Das Abi (Zentralabi) ist eh das selbe.

So gesehen ist es einfach nur die Frage, ob du lieber 3 Jahre lernst, etwas entspannter und gründlicher, vielleicht auch mal irgendwo eine Note besser, weil mehr Zeit für gründliches Lernen bleibt , oder ob du 2 Jahre bevorzugst, dann bist du schneller fertig, sparst ein Jahr, hast aber auch mehr Stress. Beides führt aber am Ende zum gleichen Ziel, nur der Weg ist anders. Entweder steil bergauf oder in einer Schleife gemütlich aussen herum. In der Gesamtschule kann man auch die 2. Fremdsprache (falls nicht vorhanden) am der. 11. Klasse starten.

Ich habe selbst ein Abi auf der Gesamtschule gemacht und kenne keinen, der beim Studium deswegen irgendwelche Probleme gehabt hätte. Mein Sohn ist auch auf einer Gesamtschule, hat einen Notendurchschnitt von 1.4 und wird auch das Abi da machen. Allerdings leben wir auch in einem Bundesland wo es nur ganz wenige G8 Gymnasien gibt und nur in Ganztagsform und auch auf dem Gymnasium G9 unterrichtet wird.

Von daher solltest du deine Entscheidung nicht abhängig machen davon, was dein Bruder sagt und ob du feige rüber kommst, sondern einfach, was du bevorzugen würdest, 3 gründliche lange Jahre oder 2 stressige kurze Jahre. Wenn deine Entscheidung für dich die Richtige ist, dann wird das auch klappen und du wirst dich wohl fühlen. Beides führt zum gleichen Ziel. Und mit dem Studium klappt das dann schon.

gangsterazzlack 07.02.2015, 13:18

Am Gymnasium würde ich ja auch 3 Jahre haben, weil ich ja nicht direkt in die 11. kommen kann, weil das gleichwertig mit der 12 in der Gesamtschule ist, deswegen würde ich von der 10. Realschule auf die 10. Gymnasium versetzt werden, weil die 10. Gymnasium mit der 11. Gesamtschule gleichwertig ist (Einführungsphase)

Ich habe nur Angst, dass wenn ich die 10. am Gymnasium nicht schaffe, dass ich dann in die 11. Gesamtschule versetzt werde und dann ein Jahr zurück liege. Denn meine Freunde wären dann schon in der 12. verstehst du ? Weil sie ja nach dem Wechsel direkt in die 11 kämen, wegen G9 und ich erst in die 10. und wenn ich dann die 10. nicht schaffe am Gymi, die gleichwertig mit der 11. Gesamtschule ist, würde ich nicht in die 12. Gesamtschule kommen, sondern "wieder" in die 11.

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Ich habe gute sieben Jahre an Universitäten Studierende als Dozentin betreut. Abgesehen von Schülern von völlig überfüllten GS an sozialen Brennpunkten konnte ich keine Qualitätsunterschiede feststellen. Im Gegenteil, die Gesamtschüler waren kritischer und viel selbstorganisierter. Die Gymnasiasten bevorzugten vorgekauten Stoff, der direkt zu verwerten war.

Ich würde mich für G9 entscheiden, das eine Jahr früher bringt's doch auch nicht. Lieber etwas weniger Stress und dafür tiefgründigeres Wissen, obwohl letzteres nicht unbedingt der Fall sein muss : )

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