ist anarchie gut oder schlecht?

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11 Antworten

Anarchie ist gut wenn nicht sogar das perfekteste und toleranteste Gesellschaftssystem in dem es keine Herrscher und keine beherrschten gibt. Jeder kann so leben wie er es möchte und muss dafür auch alle anderen so leben lassen, wie sie wollen.

Der Unterschied zu anderen Gesellschaftsformen besteht darin, dass sie nicht einfach in einem Staat eingeführt werden kann, auch wenn 99% für eine Anarchie wären, wäre es nicht im Sinne der Anarchie, diese zu unterdrücken.

Anarchie muss sich aufbauen aus den Köpfen der Menschen. Es gibt viele, die so leben wollen sich nur nicht trauen, weil sie Anarchie und Auflehnung gegen die Herrschenden immer noch mit Chaos gleichsetzen. Gruppen wie die RAF waren auch keine Hilfe etwas an diesem Bild zu ändern. Wenn man diesen Gedanken hat und die Anarchie durchsetzen will, sollte erstmal sehen, wie er sich und sein Umfeld anarchistischer machen kann.

Anarchie ist die beste Form des Zusammenlebens, die man erleben kann. Sie ist eine Kultur des Miteinanders und Füreinanders, die auf Freundschaften und Freiwilligkeit aufbaut.

Da sich aber zur Zeit die meisten Menschen an Macht- und Herrschaftssysteme angepasst haben und eine Kultur des Gegeneinanders pflegen, ist Anarchie nur in kleineren Kreisen realisierbar, unter Menschen, die einen herrschaftsfreien Umgang miteinander für möglich halten. 

Anarchie ist schlecht, Anarchismus hat so seine guten Seiten. Daher ist eine linke Bewegung nur dann segensreich, wenn sie denn auch gewisse anarchistische Elemente beinhaltet, als auch mit Anarchisten an einem Strang zieht, schon um so einer Verknöcherung und einem Autoritarismus vorzubeugen. Der reine Anarchismus ist utopisch, geht an der Realität vorbei, doch sind dessen Ziele mit denen der Kommunisten gleich, nur der Weg dorthin unterscheidet sie allerdings maßgeblich.

Tolle Frage :-)

  • Anarchie ist wie #gegengift* schon anmerkte, die Abwesenheit von Herrschern.
  • Anarchie kann weder nicht noch irgendwie "Funktionieren". Denn Sie trägt sich selbst, wenn es eine genügende Anzahl von Indiviuen einfach lebt.
  • wer selber denkt.. geht an einer "Realität" vorbei, merkt nicht wie tief er in den gewollten Gedankenstrukturen eingesperrt ist.
  • Anarchie und Kommunismus unterscheiden sich sehr streng! Eigenverantwortung auf der Einen - Gesellschaftsverantwortung auf der anderen Seite. In einer Kommune haben sich alle den gemeinschaftlich aufgestellten Regeln (möglicherweise auf demokratischem Wege) zu bedingungslos zu unterwerfen. Sonst kommt es zur "Erziehung" oder dem Ausschluss. Wer frei leben möchte, findet genau die mit denen er nach ungeschriebenen Regeln lebt. Diese sind ständig in Veränderung. Aber keiner schränkt den Anderen durch Zwang ein.
  • Die beste schlechte Seite der Anarchie ist, dass man sich um sein täglich Brot selber kümmern muss. Man kann es nicht "einfach kaufen" ;-)
  • Es gibt keine wahnwitzige, sinnlose, unbrauchbare Entwicklung. Die Menschen werden immer genau das Entwickeln und Erzeugen, was für die Zeit, Arbeit die Lust am "echten Leben" notwendig ist. Mehr nicht. Und es wird so wenig Verbrauchen und so wenig Material benötigen wie möglich, bei höchstem Effekt.
  • Menschen lernen wieder die Natur und sich selbst aus reinem Herzen und ohne Bedingungen zu lieben.
  • es gibt nette Viedeos siehe da: "slavnoje" als Anregung für Neugierige..

Und noch eines zum Abschluss: Denkt ja nicht, dass irgend jemand das in kurzer Zeit erleben wird. a) sind die "Herrscher" strikt dagegen - deshalb liest und huort man ununterbrochen, dass das Schlecht und schlichtweg Unmöglich ist und b) wird es mindestens 4 Generationen brauchen bis eine genügende Menge Individuen das als ein gutes Lebensziel sieht - und ca weitere 100 bis 150 Jahre bis die ersten Gebiete frei von "Herrschern" sind...

hier noch eine Idee zum Nachlesen https://webmail.mpi-cbg.de/service/home/~/?auth=co&loc=de&id=28962&part=2

andreas

auf dem Weg den Keiner gehen mag - in die absolute Eigenverantwortung...

stiller2013 07.11.2017, 12:08

Aaach noch ein Kommentar :-D.... Derjenige der die "Anarchie" Ausrufen wird, verstösst gegen das Anarchische Prinzip -lach-

(A. kann keiner "Organisieren" sie ist bar jeder festen Organisationsform)

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Na, welcher Anarchist gibt den ganzen Kritikern eine schlechte Bewertung? :) Nein, ich befürworte auch die Anarchie. Forschung lässt sich durch Anarchie nicht stoppen. Es gibt immer solche wissbegierige Menschen die sich auch so zusammenschließen würden. Für die Kritiker: Ich meine du zahlst deine Steuern, gehst in eine Ehe, kriegst Kinder, arbeitest für Leute, die dir vorschreiben was du zu tun hast. Und jetzt sag: Ich bin frei.

Anarchie beschreibt die Abwesenheit von Herrschaft. Abwesenheit von Herrschaft ist für die Herrscher schlecht und für die Beherrschten gut.

Anarchismus beschreibt Denkrichtungen oder konkrete Umsetzungen der Anarchie. Solche konkreten Umsetzungen oder Denkrichtungen haben immer ihre Vor- und Nachteile.

marylinjackson 12.05.2016, 14:55

Wenn Herrscher abwesend sind,  gibt es auch keine Beherrschten mehr.

Das ist einfach nur eine unlogische, sogar anarchische Denkweise.

Schaff mal erst da Ordnung.

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DreiGegengifts 12.05.2016, 15:03
@marylinjackson

Wenn Herrscher abwesend sind,  gibt es auch keine Beherrschten mehr.

Da hast du etwas falsch verstanden. Die Antwort bezieht sich darauf, für wen es im gegenwärtigen Zustand gut bzw. schlecht wäre ;-)

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Machtnix53 13.05.2016, 01:43
@marylinjackson

Wenn Herrscher abwesend sind,  gibt es auch keine Beherrschten mehr.

Schön wärs. Wenn die Beherrschten sich nicht befreien, beherrschen sie sich selbst oder gegenseitig. Im Vergleich zu früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten gibt es kaum noch Obrigkeit, aber die Untertänigkeit nimmt weiter zu.

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Dazu empfehle ich "Staatlichkeit und Anarchie" von Michael Bakunin.

Dieses Buch trägt dazu bei das Menschen verstehen das Anarchie nicht einfach Gewalt und Chaos bedeutet...es hat schon anarchische Gesellschaften gegeben die mehr als 300 Jahre funktioniert haben.

Schau Dir dazu doch mal den Film: Saccho und Vinchetti an.

atzef 12.05.2016, 13:27

Der behandelt aber nicht das Thema "Anarchie", sondern Rechtsbeugung und politisch motivierte Willkürjustiz.

Dass die armen Kerle auf dem elektrischen Stuhl abgefackelt werden, sagt rein gar nichts über die Qualität ihrer politischen WUnschträume aus.

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Anarchie ist auf jeden Fall gut, wenn sie funktioniert.

Alle könnten in Frieden leben und es braucht keine dumme Regierung die die Menschen mit Gewalt unterwirft

Alles hat Vorteile und Nachteile

Anarchie kann auf Dauer nicht funktionieren, zumal sie wohl auch jeden Fortschritt blockiert oder zumindest drastisch verlangsamt.

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