Infos zu Maltipoos?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

AHallo

Es kann keine Züchter für diese "Rasse" geben und zwar aus folgenden Gründen:

- diese "Mischlinge" sind KEINE anerkannte Rasse

- es gibt daher keinen verbindlichen Rassestandard für diese Mischung

- es gibt daher auch keine kontrollierten (auch auf Gendefekte etc.) und untersuchten Elterntiere

- nur zwei Hunde miteinander zu verpaaren ist Vermehrung und keine Zucht

- dass ein Hund gut aussieht und einen gesunden Eindruck macht ist kein Indiz für eine seriöse "Zucht" - höchstens für "Glück gehabt"

Und eines noch:

Für die Produktion solcher Designerhunde können niemals die guten, kontrollierten Hunde der jeweilig beteiligten Rassen genommen werden, denn diese verwenden die seriösen Züchter für ihre eigene Rassezucht. Für solche Vermehrerwürfe können immer nur irgendwelche Hunde genommen werden - und daher steht zu befürchten, dass die Elterntiere u.U. über Erbfehler und Krankheiten verfügen, die sich dann schnell potenzieren.

Und da es in der Genetik ja nun mal leider nicht so ist, dass sich die "Zutaten" immer prima im Verhältnis 50 : 50 vermischen, ist es bei so einer unkontrollierten und unkontrollierbaren "Zucht" auch nicht möglich, vorherzusagen, was daraus entstehen wird. Völlig verantwortungslos - Designerhunde mit falschen Versprechungen - zulasten der Hundegesundheit.

Über wie viel Ahnung von der seriösen und qualitativ guten Aufzucht und Sozialisierung solcher Welpen die "Hersteller" verfügen, kann man nur spekulieren. Zumindest werden sie weder überwacht, noch kontrolliert noch geschult - wie dies bei seriösen Züchtern im VDH der Fall ist.

Aber wenn du bereit bist, für einen Mischling 1000 Euro oder mehr auszugeben ...

Gutes Gelingen

Daniela

Ich halte gar nichts davon, auch noch mit Absicht Mischlingshunde zu produzieren - ihnen einen besonders klingenden Namen zu geben - sie sogar noch teurer zu verschachern als die Originale.

Diese Hunde stammen alle samt aus nicht kontrollierten Elterntieren, sind also ein genetisches Pulverfass. Alle Krankheiten die jede Rasse die daran beteiligt ist potenzieren sich eher als das sie weg fallen.

Es gibt bei solchen Hunden keinen Standard, weil das eben Mischlinge sind - da kann einer mal nach der Mutter kommen der andere nach dem Vater, jeder sieht anders aus, jeder hat einen anderen Grundcharakter - wie bei anderen Mischlingen sind das Überraschungspakete.

Diese Hunde gibt es zu hauf im Tierheim.

Wer schlau ist holt sich einen gesunden Hund aus einer gesunden Zucht mit gesunden Zuchtmerkmalen (also keine Datschnasenhunde oder mit absicht Qualgezüchteten Kleinsthunden). Da hat man wenigstens schon von Anfang an einen Standard, einen Ansprechpartner (fürs ganze Hundeleben) und einen gesunden Hund.

"Hybridrassen" sind Mischlinge mit toll klingenden Namen, mit denen Vermehrer sich eine goldene Nase verdienen. Auch Pudelmischlinge findet man zu Genüge im Tierschutz. Ansonsten muss man sich für eine Rasse entscheiden und sich an einen richtigen Züchter wenden.

Da ich (ehemalige) Straßenhunde habe, habe ich "Superhybriden". Allerdings habe ich mir bisher nicht die Mühe gemacht, mir "tolle" Namen für sie auszudenken. Obwohl ich gerade bei meiner Hündin oft nach der "Rasse" gefragt werde...

Mischlinge sind "Überraschungspakete", sowohl vom Aussehen, der Größe als auch vom Charakter. Kommt ganz darauf an, welche Vorfahren sich durchsetzen.

Wenn die Hündin aber z.B. unsicher ist, überträgt sich das oft auf die Welpen. Auch die richtige Aufzucht spielt eine Rolle. Man kann einen Wurf Welpen z.B. nicht in einer Wohnung ohne Garten richtig aufziehen.

Wenn du dich aber so toll informiert hast, solltest du dich auch über die typischen Erbkrankheiten informieren. Kleine Hunderassen neigen u.A. zu PL, Herz- und Zahnfehlern. Denn die Elterntiere wurden mit Sicherheit nicht angekört und entsprechend untersucht. (Selbst wenn sie Papiere haben, würden sie nicht automatisch zur Zucht zugelassen.)

und WENN sie angekört wären, würden sie sicher keine Verwendung bei Mischlingswürfen finden ...

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Natürlich bin ich ausgezeichnet informiert!

ach ja, und warum dann die Frage?

keine anerkannte Rasse, ein ÜBERTEUERTER Mischling wie man ihn auch in jedem Tierheim zu einem realen und fairen Preis bekommen kann.

wer bereit ist für einen Bastard (neumodern Designernmix) EUR 800 und mehr auf den Tisch zu legen, KANN nicht und schon gar nicht ausgezeichnet informiert sein.

Wuschelhunde dieser Art findet man, wie gesagt, in jeden Tieheim, dazu muß man keine Vermehrer und/oder unseriösen Hundehandel unterstützen.

Ps: ich habe nichts gegen Mischlinge, habe schon einige spanische Strandläufer adoptiert und aufgepäppelt.

Diese "bastarde" nennt man korrekt "blendling"

Klingt dann auch nicht ganz so niveaulos und beschissen !

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Bezüglich der Größe müsste dich doch derjenige, von dem du den Hund bekommst, informieren können. Der müsste ja auch wissen, wie groß die Vorfahren des Hundes sind, was m. E. mehr Einfluss auf die zu erwartende Größe haben dürfte, wie irgendwelche "Rassebeschreibungen".

Und Aussagen zum speziellen Charakter von Hunderassen kann man auch nur bedingt pauschalisieren. Es hängt von den Charakteren der Eltern, der Aufzucht, der Behandlung durch den Züchter und des späteren Halters ab, wie ein Hund "charakterlich" so drauf ist.

Ich hatte z. B. immer Dackel, die wirklich sehr nette Hunde waren und konnte nie das Vorurteil mancher Menschen verstehen, die meinten, Dackel wären "falsch". Bis ich mal einen kennengelernt haben. Diesen Hund hätte ich nicht mal geschenkt bekommen wollen, der war wirklich eine linke Bazille. Aber sicherlich war das nicht die Schuld des Hundes, sondern auf der, ich sage jetzt mal, "Umstände".

Insofern wäre meine erste Anlaufstelle solcher Fragen immer der Züchter, der sicherlich im Normalfall gerne weiterhelfen und über seine Hunde erzählen wird.

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