Induktionsschleifen Funktionsweise + Aussehen

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Die Induktionsschleifen erkennt man zB. vor Ampelkreuzungen. Es ist oft nur eine 1...2 cm breite Nut, viereckig, in der die Schleife liegt und mit Bitumen vergossen ist.

Induktionsschleifen bilden mit einem Kondensator zusammen ein RC-Glied, also einen Schwinkreis mit niedriger Frequenz. Der Schwinkreis ist allerdings nicht freilaufend, sondern wird mit einer Wechselspannung mit fester Frequenz betrieben. Wird durch überfahren mit einem Metallischen Gegenstand der Schwinkreis verstimmt, ändert sich die Stromaufnahme, da keine Resonanz mehr zustande kommen kann. Beim Abgleich einer solchen Induktionsschleife wird die Frequenz entsprechend eingestellt. Die Schleife selbst als freischwingenden Oszillator zu betreiben hätte zur Folge, daß eine erhebliche Frequenzverstimmung aufgrund des Temperaturdrifts auftreten kann. Sie wäre auch zu empfindlich.  Die  Erfassung des Betriebsstroms ist da viel zuverlässiger, weil kleine Stromänderungen durch ein Integrationsglied kompensiert werden, während schnelle Stromänderungen die Schaltung zum auslösen bringen.

Bei Hörgeräten bildet die Induktionsschleife eine Wicklung, etwa so wie ein Trafo. Nur größer... Die Sprechwechselspannung wird auf eine Große Induktionsschleife gelegt, in der dann das gesendete Signal unmoduliert ein sich entsprechend  änderndes Magnetfeld erzeugt. Sehr große Induktionsanlagen besitzen oft eine Boden- und eine Deckenspule um das Magnetische Wechselfeld homogen zu machen. Das bedeutet,daß man an jedem Ort im Raum ein gleichstarkes und somit auch gleich lautes Signal mit dem Hörgerät empfängt. Im Prinzip ist es ein Transformator,bei dem Die Sendespule die Primärwicklung bildet und das Hörgerät die Sekundärwicklung darstellt

ich glaube du wirfst da ein wenig was ducheinander. was du hier meinst sind keine induktionsschleifen, sondern Spulen zum induktiven laden.

wie die auschaut: ganz einfach: da ist draht um eine spule gewickelt. im "ladegerät" ist ebenfalls eine spule, durch die ein wechselstorm fließt. das ständig wechslende feld erzeugt in der empfängerspule einen strom, der dann gleichgerichtet wird, um das hörgerät zu laden.

lg, Anna

Induktionsschleifen vor Ampeln erkennst du oft an den Streifen aus weicherem Bitumen, mit denen die ausgefrästen Ränder eines Rechtecks schließen.

Darin ist ein isolierter Draht ein paarmal im "Kreis" herumgelegt worden.

Auch sonst ist eine Induktionsschleife eine mehr oder weniger flache Spule.

Wie sie funktioniert, hängt von der gewünschten Anwendung ab.

Auf das Laden von Akkus hat Peppie85 schon hingewiesen - hier wird sie als Primärspule (bzw. im Gerät selbst als Sekundärspule) eines Trafos verwendet, siehe Transformator.

Induktionsschleifen im Induktionsherd funktionieren im Prinzip ebenso, hier ist die Sekundärspule der metallische Boden des Topfes.

Induktionsschleifen vor Ampeln werden als Induktivität eines "L-C-Schwingkreises" eingesetzt, Stahlblech in der Nähe der Spule verändert (verringert) die Frequenz des Schwingkreises, was als Indikator für ein Fahrzeug über der Schleife genutzt wird.

Induktionsschleifen an Hörgeräten sind im Prinzip wieder Primärwicklungen eines Transformators, den man in solchen Fällen aber eher "Übertrager" nennt; oder hier wird ein elektromagnetisches Signal übertragen, dass nachher noch verstärkt werden muss. Möglicherweise wird das Signal nicht direkt übertragen sondern kodiert, aber das weiß ich nicht ohne Recherche.

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