In einem abstürzenden Flugzeug fängt auch der größte Atheist an zu beten. Ist da was dran?

23 Antworten

Nichts ist daran. Ich verstehe nicht, wie Gläubige immer wieder auf solche seltsamen Ideen kommen. Entweder verstehen die den Begriff »Atheist« nicht richtig, oder es liegt an deren Gewohnheit, einfach Behauptungen ungeprüft ins Blaue hinein aufzustellen (bzw. solchen Behauptungen ungeprüft Glauben zu schenken).

Sehr unwahrscheinlich, dass diejenigen, die solche Behauptungen aufstellen, selbst schon einmal in einem abstürzenden Flugzeug gesessen und dergleichen beobachtet haben. Alles Kopfkino.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich habe das Grauen gesehen ...

Es gibt keinen richtigen Atheisten

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@Robbob99

Ja, weil es genauso blöd wäre, die Existenz einer höheren Macht ohne Beweis auszuschließen, wie 100%ig davon auszugehen, dass sie existiert. Aber man kann doch mit ziemlicher Sicherheit Wahrscheinlichkeiten abschätzen, die gegen ein höheres Wesen sprechen. Also kann man sich auch zu 96% als Atheist bezeichnen, da man den Glauben an Gott ja auch ablehnt. Man leugnet als Atheist ja nicht die Existenz Gottes, dafür müsste man ja wissen, dass er existiert, man lehnt den Glauben an Gott ab

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@Qwert200302
Man leugnet als Atheist ja nicht die Existenz Gottes, dafür müsste man ja wissen, dass er existiert, man lehnt den Glauben an Gott ab.

Das ist grundlegend falsch.

Ein Atheist lehnt nicht nur den Glauben ab, sondern verneint hermetisch die Gottesfrage.

Es gibt hier einen gewaltigen Unterschied zwischen Pseudo-Skeptizismus (Atheismus) und wahrem Skeptizismus (Agnostizismus), den leider die wenigsten Menschen kennen.

Atheismus ist metaphysisch auf eine Ebene mit Theismus zu stellen - beide sind Wissenschaftlich völlig stupide.

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@SatanicPsycho

Das ist vollkommen armselig. Daher schrieb ich, dass es genauso stupide ist, ein fundamentalistischer Atheist zu sein, wie ein fundamentalistischer Christ. Denn beide gehen von Absolutheiten aus, die außerhalb der Naturgesetze nicht zu finden sind. Ich kann sagen, ich lehne den Glauben an Gott ab, da es keinen Hinweis darauf gibt, dass solcher existiert. Wie gesagt, man kann zu 99% verneinen, dass es Gott gibt, denn erstens gibt es keinen Hinweis auf seine Existenz und zweitens, warum sollte es ausgerechnet der christliche Gott sein, der existiert?

Agnostizismus ist wissenschaftlich verarmt, denn er besteht darin, dass man keiner Theorie Glauben schenkt, sondern nur sein Mäntelchen in den jeweiligen WInd hängt

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@Qwert200302
Agnostizismus ist wissenschaftlich verarmt

Agnostizismus beschäftigt sich im Gegensatz zu Atheismus nicht mit Metaphysik.

Geht man von der Wissenschaftlichen Erkenntniserbringung des 19. Jahrhunderts und davor aus, dann ist Metaphysik ein Teilbereich dessen.

Spätestens Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Metaphysik aber von der Wissenschaft klar getrennt und somit ist seitdem allein die Beschäftigung mit der Gottesfrage unwissenschaftlich. Folglich bewegt sich allein der Agnostizismus auf wissenschaftlicher Ebene.

Keine Ahnung woher du dir deinen Nonsens zusammenreimst, aber faktisch ist er nicht.

Deine Denkweisen und Argumentationen sind rein Naturalistischer - in keinem Falle aber Wissenschaftlicher - Natur.

Ich empfehle hierzu von Karl Raimund Popper das Hauptwerk "Logik der Forschung".

Woher ich das weiß? Aus meinem Studium der Religionswissenschaften. Und jetzt lass mich in Ruhe - Die Diskussionen habe ich fast täglich.

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@SatanicPsycho

Schön, dass ich auch meinen Abschluss in Philosophie UND Pharmazie vorzuweisen habe.

Daher weiß ich auch, dass metaphysische Dinge nicht empirisch zu beweisen oder zu dementieren sind. Aber, jetzt kommt der springende Punkt, dadurch, dass sie eben nur rational zu erforschen sind, können sie falsch ODER richtig sein.

So auch Gott, wenn ich als Atheist sage, Gott existiert nicht, dann sage ich, er existiert nicht in meiner Welt. Die einzige Welt, die der Mensch bewusst erleben kann ist das Hier und Jetzt, die Gegenwart, seine Umwelt. Die Metaphsische Welt ist, wie du ja schön beschrieben hast von der Wissenschaft, also dem, was wir erleben können, entkoppelt, wir können nur darüber nachdenken, wenn wir sie erleben würden, wäre sie nicht metaphysisch. Als Atheist lehne ich also die Vorstellung von einem Gott in meiner Welt ab, denn ich sehe keinen Hinweis darauf, dass er hier existiert. Daran ist nichts unwissenschaftlch, oder falsch, es ist ganz normale wissenschaftliche Praxis.

Im Grunde ist die Metaphysik verarmt, denn jede Beschäftigung damit setzt voraus, dass etwas metaphysisches existiert. Das ist aber aus unserer Realität heraus nach eigener Argumentation unerreichbar, wie soll man dann irgendwelche Aussagen darüber treffen? Man kann es nicht. Die Atheistische Position schließt einen Gott in dieser Welt aus. Daran ist nichts unwissenschaftlich, im Gegenteil ist es unwissenschaftlich, davon auszugehen, es würde einen Gott geben, denn hierauf gibt es keinen Hinweis. Wohlgemerkt, wir reden über unsere Realität, nicht über die Metaphysik, die ja nur erdacht werden kann, da sie ja nicht empirisch erfahren werden kann.

Wenn man Metaphysik betreibt, geht man davon aus, dass etwas jenseits der Natur gibt. Man kann dies aber weder beweisen, noch belegen. Allerdings müsste man, wenn man davon ausgeht, dass ein metaphysisches Wesen Einfluss auf die Natur hat, diesen Einfluss finden, ich finde diesen Einfluss nicht, also gehe ich davon aus, dass ein solch metaphysisches Wesen nicht existiert. Wenn eines existiert, dann kann es keinen Einfluss in das Immanente haben, denn dieser wäre dann ja immanent, also empirisch messbar.

Nun zum Agnostizismus: Wenn man den Agnostizismus als Abwarten auf diese letzten Fragen beschreibt, also ganz pragmatisch, man wartet auf eindeutige Beweise.

Aber nun kommen wir zu der Art von Agnostizismus, die nicht nachvollziehbar ist; an geht davon aus, dass etwas für immer unerklärlich bleibt, dass etwas nicht belegt, erfahren oder bewiesen werden kann. Das ist jedoch vollkommen falsch, auf Gott bezogen. Entweder, Gott existiert, oder er existiert nicht, das ist eine offensichtlich wissenschaftliche Fragestellung. Nur, weil die Wissenschaft einige Sachen NOCH nicht erklären kann, ist dies kein Grund, gleich eine eigene Welt für die Gotteshypothese zu finden, über die wir nichts wissen können, damit sie ja nicht angegriffen wird. Wenn man sagt, Gott würde existieren und eine Rolle in dieser Welt spielen, dann ist er Teil dieser Welt und somit ist er wissenschaftlich zu ergründen.

Und nun eine ganz tolle Frage zu deiner heuchlerischen Metaphysik: Warum sollte ausgerechnet der christliche Gott das metaphysische Wesen hinter dem Vorhang sein? Warum ist es Nicht Re oder Wotan?

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@Qwert200302

Man merkt, dass du weitreichende Wissenslücken besitzt.

Agnostizisten sagen nicht, dass die Gottesfrage nie beantwortet werden könne.

Sie beantworten sie schlicht nicht, weil sie es nicht für Relevant halten.

Kein Wissenschaftler dieser Welt hält es für Relevant die Gottesfrage zu beantworten.

Solang es keine klaren Indizien gibt, ist es zu vernachlässigen - und das verstehen Agnostiker: Ihnen ist es schnuppe.

Man muss wie man sieht nicht viel schreiben um deinen gesamten Text zu annihilieren und das zeugt umso mehr von Unwissenheit deinerseits.

Ich entlehne mich nun der Diskussion. Wir rutschen in ein DK-Konstrukt ab und daraus auszubrechen ist einfach unmöglich.

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Viele werden sagen, dass nichts dran ist, aber in der Regel ist es so, dass Menschen anfangen zu verhandeln, wenn sie plötzlich dem Tod gegenüber stehen und sich noch nicht damit abgefunden haben.

Nehmen wir an jemand sitzt im Flugzeug und das stürzt gleich ab, eine häufige Reaktion ist "Oh nein, warum ich?", die Frage ist, warum sowas in einem Menschen steckt und zu wen man unbewusst schreit. Die Menschen glauben unbewusst, dass es irgend eine Macht gibt die alles aufrecht hält, im Gleichgewicht und dafür sorgt, dass alles gerecht zugeht, ihrer eigenen Gerechtigkeitsdefinition nach gerecht.

Ganz häufig folgt dann verhandeln "Ich werde nie wieder meine Mutter beschimpfen" und oft denken Menschen, dass genau das passiert, weil sie etwas schlimmes getan haben, wie etwa den Mann abgeschossen weil er schwer krank wurde, geklaut usw. irgendwas, was das Gewissen belastet ist der Grund weswegen das jetzt passiert.

Also wenn man die Situation sich genau anschaut wird es schon sein, dass die Person irgendwie anfangen wird zu beten oder mit dem Allmächtigen zu verhandeln. Allerdings gibt es auch Personen die total abgebrüht sind und einfach knallhart dem Tod entgegen blicken, vor allem dann wenn man selbst irgendwie was tun kann und nicht nachdenkt.

Jeder Mensch ist anders. Manche Menschen reagieren in einer Paniksituation eben panisch.

Ich persönlich kenne keinen der jemals so reagiert hat, aber will das auch nicht ausschließen.

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht wie ich in so einer Situation reagieren würde, dafür kenne ich mich selbst nicht gut genug.

Das einzige was ich sagen kann, wenn es mir im Leben schlecht ging und ich vor scheinbar unlösbaren Problemen stand, hatte ich nicht das Bedürfnis zu Beten, seit ich ein Atheist bin.

Zumindest finde ich es sehr fragwürdig, Leuten pauschal zu unterstellen, sie würden anfangen zu Beten in einem Flugzeugabsturz. Woher wollen die das wissen? Worauf stützen sie diese Behauptung?

Lg

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin atheistischer Jude.

https://www.annabelle.ch/leben/gesellschaft/wenn-man-einen-flugzeugabsturz-überlebt-49062

Panik brach aus. Viele schrien und fingen laut an zu beten.
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@Aurofons

OK, danke für den Link. Die Frage ist, was genau soll der Link mir sagen? Dass einige Menschen anfingen zu Beten, OK.

Alle Menschen? Waren diese Menschen Atheisten? Wie viele von ihnen waren Atheisten? Sind sie repräsentativ für alle Atheisten?

Keine der Fragen sind in den Artikeln beantwortet.

Wie genau sollen diese Artikel jetzt die aufgestellte Behauptung belegen?

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@Aurofons

"Viele" schrien .... die Atheisten. Die anderen beteten. Von denen die weder beteten noch schrien waren Gläubige und Atheisten.

Oder hast du andere Infos?

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@Aurofons

Soso, und woher wusste der Überlebende so genau, dass die Betenden Atheisten waren? Hat er sie alle interviewt?

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@Lazybear

Ihr habt mich überzeugt, dass in den Beispielen wohl keine Atheisten gebetet haben. Zu wen sollen sie auch beten?
Wäre auch unlogisch. Der Baum fällt in die Richtung in die er hängt.

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@Aurofons

Es geht nicht darum dich zu überzeugen.

Ich habe nicht gesagt, dass in dem Flugzeug kein Atheist gesessen hat und gebetet.

Ich will nur von dir wissen, warum du glaubst, dass du mit dem Link zeigen könntest, dass Atheisten gebetet hätten, da davon nichts steht.

Ich vermute, du hast die ersten Zeilen gelesen und eine Bestätigung gefunden für das, was du gerne als Tatsache hättest, ohne die Artikel zu Ende zu lesen.

Sehr gefährlich, wenn du mich fragst.

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@Lazybear
Es geht nicht darum dich zu überzeugen.

Doch, in gewisser Weise schon: jeder Gläubige, der keinen Blödsinn über Atheisten erzählt, ist mir willkommen. Was sie dagegen in Bezug auf irgendwelche Götter glauben, ist mir wurscht.

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@AncheCameo

Da stimme ich dir zu, nur denke ich, dass ich einen anderen Ansatz habe.

Ich versuche ihn dazu zu bringen, richtig zu denken um ganz alleine auf die richtigen Antworten zu kommen.

Lehre einen Mann zu fischen und er hat sein Leben lang Essen.

Lg

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Es gibt keine größeren oder kleineren Atheismen.

Entweder man ist ABER - "gläubig" oder man ist FREI von aller "Religion".

Und warum sollte ein "Religions" - FREIER im Angesicht des Todes plötzlich anfangen mit Phantasiefiguren versuchen zu kommunizieren ?

Diese Vorstellung geistert wohl nur in den Köpfen jener herum welche es nicht geschafft haben sich von allem "Götter" - "Glauben" frei zu machen.

Ich war in meinem langen Leben oft in Lebensgefahr und lebensbedrohlich krank. In einen "Gottes" - Wahn bin ich dabei kein einziges mal abgesunken.

Ich hatte schon ähnliche Situationen und kann das nicht bestätigen.

Das ist so, als wenn du einem Atheisten unterstellst, er würde kurz vor seinem Tod an den Weihnachtsmann denken müssen - wozu denn das?! :D :D :D

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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