Im Wechselstrom weniger Leistungsverlust?

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5 Antworten

Ich könnte mir vorstellen, ihr habt ein Experiment zum Thema Stromleitungen gemacht. Da ist es so, daß man deswegen Wechselstrom nimmt, weil man ihn transformieren, also hoch- und heruntertransformieren kann. Da sich die Leistung aus Spannung mal Strom zusammensetzt hast Du beispielsweise bei 10facher Spannung und nur einem Zehntel an Strom immer noch die gleiche Leistung.

Wenn Du Leistung über eine Leitung übertragen willst, hat die Leitung aber dummerweise einen Widerstand und dort fällt, wegen dem Stromfluß, nun eine Spannung ab. Will heissen: Am Ende der Leitung hast Du bei gleichem Strom aber weniger Spannung (wegen dem Spannungsabfall) und dadurch auch weniger Leistung (weil P=UxI und U ist ja jetzt etwas kleiner). Jetzt stellst Du Die Formel P=UxI etwas um und ersetzt U gegen IxR (ist ja das Gleiche). Damit erhälst Du U=IxR. Damit machen wir jetzt weiter!

Anfangs habe ich ja geschrieben, Du kannst Wechselspannung hochtransformieren. Das machst Du jetzt einfach um das Tausendfache und hast dann eine Hochspannungsleitung von 230kV (gibt es zwar nicht weil man von Drehstrom ausgeht, der bei 400V liegt und daher auch die Höchstspannungsleitungen bei 400kV liegen).

Die Leitstung, die am anderen Ende der Leitung von den Haushalten, Indusltrie usw. abgenommen wird, bleibt aber gleich... also hast Du auf Deiner Leitung bei tausendfacher Spannung nur noch ein tausendstel an Strom... und da U=IxR ist und der Widerstand R des Seils sich ja nicht ändert, hast Du jetzt nur noch ein tausendstel an Spannungsabfall. Somit auch ein tausendstel an Leistungsverlust auf Deiner Leitung.

Das wird wohl eher Euer Experiment gewesen sein.

Kurz gesagt: Der Leistungsverlust auf Leitungen kommt durch den Spannungsabfall, der durch den fließenden Strom am Leitungswiderstand hervorgerufen wird. Geht man mit der Spannung um einen gewissen Faktor hoch (hochtransformieren), geht damit der Strom um den gleichen Faktor mit herunter und damit auch die verlorene Leistung. Transformation geht nur mit Wechselspannung.

Mfg

Die Frage ergibt ohne näheren Bezug keinen Sinn. Woher sollen wir wissen, was Ihr da experimentiert habt? Ich könnte hier reihenweise Versuchsanordnungen produzieren, bei denen Wechselstrom im Vergleich zu Gleichstrom zu mehr oder auch weniger Leistungs-Verlusten führt. Beispiele:

Bei der Fernübertragung großer elektrischer Leistungen mit wenigen regionalen Abzweigungen z.B. ist der Wechselstrom mit größeren Leistungsverlusten behaftet als der Gleichstrom wegen der induktiven und kapazitiven Verluste in den Leitungen. Bei vielen regionalen Abzweigungen dagegen ist wieder die Gleichstromübertragung verlustreicher wegen der Verluste der Wechselrichter an den Transformatoren zum Herunterspannen an den Abzweigungen für regionale Netze.

Wenn man mit Gleichstrom Strom von A nach B transportiert, muss 2x die Strecke A-B zurückgelegt werden. Beim Wechselstrom wird der Strom nicht transportiert, sondern quasi an der Quelle hin- und herbewegt. Diese Wechsel-Bewegung setzt sich dann über die gesamte Strecke A-B fort.

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