Ich hätte die Chance mich jetzt per Whats App bei meiner Schwester zu outen. Machen?

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10 Antworten

So etwas solltest Du persönlich machen, es ist deine Schwester, also ein vertrauter Mensch, dem Du dich outen willst. WhatsApp ist in dem Fall unpersönlich!

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Ich habe mich damals auch bei meiner besten Freundin über Whatsapp geoutet, gab mir ein sicheres gefühl und konnte so alles geschriebene nochmal überdenken. Wenn du es ihr nicht persönlich sagen willst, dann ist whatsapp doch ne gute alterntive ;) ich würde es machen, mir geht es seit meinem outing viel besser!

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Das würde ich auf keinen Fall über WhatsApp Machen. Dafür ist es zu persönlich. Ich denke du kannst damit warten, bis ihr euch seht.

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Fragant1995 02.03.2016, 21:03

Ne leider nicht...

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AmandaF 02.03.2016, 21:09
@Fragant1995

Wie lange bist du dir schon sicher? Und auf einmal kann es nicht warten? Das ist unglaubwürdig.

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Ich würde es ihr auch lieber persönlich bei einem Gespräch sagen. Whatsapp ist viel zu unpersönlich.

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Ruf sie doch einfach an. Nach der Uni halt, die geht ja sicher nicht den ganzen Tag. :-)

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Mirarmor 02.03.2016, 21:45

Und viel Erfolg! Ein Outing ist etwas Besonderes, sicher auch für deine Schwester.

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Persönlich finde ich einfach schöner...

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Nichts. Entweder ist Dir Deine Schwester ein persönliches Gespräch wert, oder Du scheinst zu feige zu sein. Dann lieber warten, bis Du sie persönlich siehst.

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Fragant1995 02.03.2016, 21:00

Zu feige nicht, ich will nicht warten!

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Warte ab oder ruf sie wenigstens an. Nur über Whatsapp ist ein bisschen unpersönlich meiner Meinung nach

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Ich halte von diesem ganzen "Outing-Blödsinn" grundsätzlich überhaupt nichts. Ihr Homosexuellen wollt immer als gleichwertig anerkannt werden, trotzdem wird dann immer ein riesen Tam-Tam veranstaltet mit Outing und sonstwas... da fällt es einem schon schwer das als gleichwertig und normal zu akzeptieren, wenn immer etwas besonderes daraus gemacht wird.

Grundsätzlich würde ich Angelegenheiten die mir persönlich sehr wichtig sind niemals über WhatsApp ansprechen sondern immer persönlich.

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bergiranger 03.03.2016, 00:08

Die Frage ist, wollen das wirklich alle oder ist das nur so ein Vorurteil? Woher willst du das denn wissen, dass alle Schwulen gleich wie alle behandelt werden wollen? Ich bin auch schwul, und möchte das nicht. Aber ich denke du verstehst da was falsch, wir wollen nicht wie Tiere oder Kranke behandelt werden, sondern wie "normale," Menschen, aber trotzdem wollen die meisten ihre Sexualität auch ausleben und nicht wie ein Hetero behandelt werden, das macht ja keinen Sinn. Zum Outing: ich hab furchtbare Angst davor. Warum? Weil ich nicht weiß, wie meine Familie reagiert. Warum will ich mich outen? Wieso sollte ich meiner Familie nicht sagen "Hey, ich bin anders als ihr"? Wenn sie es irgendwann durch Zufall erfahren, kann es sein dass das zu einem völlig falschen Zeitpunkt passiert und sie ganz anders reagieren, als wenn ich es ihnen persönlich sage. Für uns ist das wie eine Befreiung, wir leben davor ständig in der Angst, aufzufliegen und komplett ausgegrenzt zu werden. Bei einem Outing muss diese Angst einfach raus, das ist wie bei einem Krebspatienten. Er ist auch "normal", und trotzdem "outet" er sich vor seiner Familie, obwohl man meinen könnte "Krebs ist doch mittlerweile heilbar." Aber die Angst, dass falsches Denken der Mitmenschen einen zum Außenseiter macht, ist viel größer als das Selbstvertrauen, einfach so offen damit umzugehen. Du kannst jetzt argumentieren "Dann sagt es doch einfach niemandem". Dann kommt wiedet die Angst ins Spiel, sie frisst einen auf, man hat immer Bammel entdeckt zu werden und kann Beziehungen niemals offen und normal führen. Um das zu können, müssen wir umsere Angst vor negativen Reaktionen loswerden, das geht eben am besten durch ein Outing, weil dann alle auf einen Schlag davon wissen. Und es ist kein "riesen Tam-Tam", wie du es nennst. Es ist nur EIN Satz, der über dein restliches Leben entscheidet: "Mama, Papa, ich (glaube), ich bin schwul." Es gibt im Schnitt nur 1 Schwulen unter etwa 11 Leuten, wir sind nicht sozial anerkannt wie die meisten Heteros, viele haben sogar noch Angst sich anzustecken! Und durch ein Outing sind nebenbei alle Beteiligten fast dazu gezwungen, gleich zu reagieren, also entweder Rausschmiss oder Unterstützung, und die ist vorallem gegen Homophobe von großer Wichtigkeit. Mfg Bergi

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SupraX 03.03.2016, 07:50

Ich fürchte eher, du verstehst mich falsch. Ich verstehe deine Argumente durchaus, teilweise. Aber warum kein deiner Meinung nach ein Homosexueller nicht wie ein Hetero behandelt werden ohne dabei seine Sexualität ausleben zu können? Warum sollte das keinen Sinn machen? Wo du doch selbst die mögliche Ausgrenzung bemängelst...

Selbstverständlich ist es nachvollziehbar, dass man sein Umfeld über seine "abweichende Sexualität" informieren möchte. Mir geht es einfach um das ganze Spektakel drumherum das viele Homosexuelle darum immer machen. Der Druck der auf dem Fragesteller lastet ist hoch, keine Frage. Allerdings macht er sich diesen selbst.

Die Kernfrage ist, wie soll die Gesellschaft Homosexualität als völlig normal akzeptieren, wenn schon die Homosexuellen selbst sich nicht als normal ansehen und sich wegen ihrer Neigung schämen und verstecken im - oder sich deshalb ständig in den Vordergrund spielen und so tun als wären sie etwas besonderes (jenes zwanghafte outen mit viel Selbstdarstellung drumherum). Homosexulität ist keine absteckende Krankheit die man beichten muss oder sich schämen muss. Sie macht einen aber auch nicht zu etwas besonderem.

Der Christopher-Street-Day ist mittlerweile ein Musterbeispiel für das was ich meine. Hat diese Veranstaltung, dieser Zirkus wirklich noch irgend etwas mit Gleichberechtigung zu tun?

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FeeGoToCof 03.03.2016, 12:53
@SupraX

@SupraX...Dein Beitrag gefällt mir wirklich sehr gut!

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bergiranger 03.03.2016, 09:35

Ah ok, ich versteh dich jetzt ein bisschen besser. Trotzdem denke ich, du psuschalisierst da ein wenig zu stark. Ich kenne kaum Homosexuelle, die sich mit viel Selbstdarstellung outen, und den Christopher-Street-Day als Begründung zu benutzen ist auch ein bisschen einfach. Der findet nämlich nur in den USA im großen Stil statt, und die Amis sind eben ein bisschen anders als wir...

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SupraX 03.03.2016, 19:08
@bergiranger

Verallgemeinern ist falsch, da hast du recht. War auch nicht so von mir beabsichtigt. Ich weis, dass es genug Homosexuelle gibt die ruhig und unauffällig ihr Leben leben. Die machen es auch richtig.

Ich habe den CSD nicht als Begründung benutzt sondern als Beispiel. Den CSD gibt es mittlerweile doch nahezu überall. Nur hat er mit dem ursprünglichen Gedanken kaum mehr etwas zu tun. Es ist nur noch eine reine Freakshow. Er trägt so wie er aktuell ist sicher nicht dazu bei Heteros und Homos näher zusammenzubringen und Vorurteile gegenüber Schwulen abzubauen. Eher im Gegenteil.

Um nochmal Bezug auf die eigentliche Frage zu nehmen. Der Fragesteller tut eben genau das was ich falsch finde. Strategisch wird das Outing geplant, der passende Moment gesucht, gezögert... der Grund dafür ist doch einfach der, er hält sich selbst für unnormal, hat das Bedürfnis seine "Andersartigkeit" zu beichten. Er selbst hat das Gefühl, mit ihm stimmt etwas nicht, er ist nicht normal. Mir ist bewusst, dass die Gesellschaft sehr viel dazu beiträgt, dass junge Homosexuelle solche Gedanken haben und sich dafür schämen. Aber, wie ich schon sagte, solange die Schwulen selbst sich für unnormal halten, solange wird es auch sehr schwer für Aussenstehnde sie als normal und gewöhnlich zu akzeptieren.

Diese schrägen Vögel, die jedem ihre Homosexualität reindrücken müssen und kein Klischee dabei auslassen sind dann wieder ein eigenes Kapitel für sich.

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bergiranger 03.03.2016, 09:36

Aber ich kann dich ja nicht zu einer Meinung zwingen ^^

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bergiranger 03.03.2016, 22:53

Ok so kann ich das sehr gut akzeptieren 😆 Ich persönlich finde den CSD nämlich auch nicht sonderlich toll und manchmal schäme ich mich fast schon für solche Leute... Aber naja, wers braucht... ich habe mir zwar auch schon Gedanken über ein Outing gemacht, versuche es jetzt aber eher unterschwellig (also z.B. mit herumliegenden Magazinen oder einem Jungen als Hintergrund)... vielleicht ist das auch der falsche Weg deiner Meinung nach, aber ich möchte eben nicht, dass man davon ausgeht ich sei hetero, weil das bin ich nicht. (offensichtlich 😊)

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Fragant1995 03.03.2016, 23:25

Ich halte mich nicht für unormal :( ;(

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Wie armselig.

Aber die Smartphone-Generation mit ihrer lächerlichen Kontaktarmut kriegt es ja nicht mehr auf die Reihe, ernsthafte Angelegenheiten von Angesicht zu Angesicht zu erörtern.

Also "schreib" ihr halt im Teenie-Smartphone-Stil "hi schwester ich bin schwul", wenn Du das für richtig hältst.

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Chichiri 02.03.2016, 21:03

Was heißt hier armselig... ich finde es per WhatsApp sehr unpersönlich... aber nur weil sich die Jugend weiterentwickelt hat in eine Richtung, welche von der Vorgeneration nicht immer positiv bewertet wird, heißt ja nicht, dass es armselig ist.

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Fragant1995 03.03.2016, 12:53

Ich kann sie schlecht fragen „Möchtest du persönlich oder per Whats App wissen ob ich hetero oder homo bin.“ Habe ihr nämlich als ich es noch nucht wusste von dem Glauben homosexuell zu sein erzählt.

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