Ich bin zu dumm für Mathe oder was?

 - (Mathematik, Studium, Lernen)

7 Antworten

Einige Studienfächer besteht zu großen Teilen aus Mathe. Flexibel auf veränderte Situationen reagieren zu können gehört zum Beruf. Durchkämpfen, nicht alleine, oder Fach wechseln. Suche dir passende Lerngruppen.

Also: Wer keine komplizierte Mathematik versteht ist nicht per se gleich dumm. Vielleicht ist die Mathematik, all diese Formeln, einfach zu abstrakt für dich, so wie für tonnenweise andere Menschen auch...

Vielleicht liegen dir z.B. Fächer wie Ökonomie, Statistik oder Buchhaltung mehr, weil die Mathematik darin praktikabler ist als die pure Mathematik, die du beschreibst...

Aber, wenn du es irgendwie durchs Abi geschafft hast, auch wenn du Mathe nicht als LK hattest, sondern bis zum vorgeschriebenen Grad, so hast du bewiesen, dass du nicht dumm bist - schon alleine weil du das Abi hast aber auch wenn, rein theoretisch, der Intellekt eines Menschen an seinen Kenntnissen und Fähigkeiten in Mathematik gemessen würden.

Die Mathematik, die du in deiner Frage geschildert und mit dem angefügten Blatt gezeigt hast, die wirst du später zu 99% nicht brauchen (natürlich job-abhängig, als Maschinenbauingenieur wirst du sie vielleicht noch eher brauchen).

Auf der anderen Seite muss ich dich schon fragen... wenn du weisst, dass in dem Studiengang, den du gewählt hast diese komplexe Mathematik ist und du bist nicht gut darin, warum wählst du dann eben diesen Studiengang?

Also wegen deiner Schwierigkeiten in Mathematik kann man dir, meiner Meinung nach, nicht Dummheit vorwerfen aber wegen deiner Studiengangswahl kann man schon die Forrest Gump Logik anwenden: "Dumm ist nur, wer Dummes tut"

das mit der Wahl liegt an der total unmotivierten offenen Studienberatung, die da stattfand.

Die waren irgendwie total unfähig mir die Sachen mal zu erklären.

Da bekam man son Flyer in die Hand und das wars dann.

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@Marino99

Ja, aber weisst du, wenn du im Vorfeld nicht genau wusstest, auf was du dich da einlässt, warum hast du es dann getan?

Du musst schon etwas studieren, was du ansatzweise verstehst...

Ich zum Beispiel habe mein BWL-Studium unter den folgenden Kriterien gewählt:

a) Bietet es mir passable Berufsaussichten?

b) Macht es mir, zumindest halbwegs, Spass?

c) Kann ich es von der Komplexität der Materie packen?

Ich habe die mathematischen Komponenten in meinem BWL-Studium mit Bravour gemeistert... hätte ich pure Mathematik, Statistik o.ä. studiert wären die Resultate sicherlich mässiger gewesen.

Ich weiss, dass der Stoff in meinem Studium mehr oder minder irrelevant ist fürs spätere Leben, aber zumindest gibt es passable Berufsaussichten.

Zuletzt der Spass, denkst du mir macht mein BWL-Studium Spass? Nein, im Leben nicht... TEILWEISE, manche Bereiche, sind interessant... aber Buchhaltung und Statistik, meinst du mir geht da einer ab? Aber die Bereiche, obwohl durchaus komplex, sind zumindest auf so einem Niveau in BWL, dass ich sie wie gesagt sehr gut meistern konnte...

Hätte ich Philosophie o.ä. studiert, so hätte es vielleicht gar keine Mathe gehabt und ich hätte am Studium mehr Spass gehabt aber die Berufsaussichten wären deutlich besch.... eidener gewesen.

Solche Gedanken musst du dir bei deiner Studienwahl auch machen...

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Hallo Marino99,

ich kenne das Gefühl auch. Ich habe in der Schule Mathe sehr gemocht und war auch gut darin. Deshalb habe ich auch Mathematik studiert doch vieles hat sich im Studium geändert.

Jetzt kann ich dir sagen: Studieren hat absolut nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit Durchhaltevermögen, Disziplin, Organisation und Geduld. 

Es gab auch Höhen und Tiefen in meinem Studium. Wenn du in deinem Studium noch ein Ziel/Sinn findest, bleib am Ball. Rede mit dem Dozent. Besorge dir Bücher, Lerngruppen finde ich im Mathestudium schon wichtig. Mach einen Aushang - Suche nach Studenten im höheren Semester, die Nachhilfe anbieten.Du kannst ja die Übungen nach der Besprechung daheim nochmals durcharbeiten.....

Es gibt immer Wege!

Ein Fehler, den Studenten bzw. Menschen  machen, ist meiner Meinung nach, sich mit anderen zu vergleichen. Sowas macht unglücklich.  Mein Credo: Vergleiche dich mit Dir selbst. Wichtig ist, besser zu sein, als du es gestern warst. 

Viel Erfolg.

2 Stunden? Das ist zu wenig. Wir haben damals in Gruppenarbeit (ein Haufen mathematisch begabter Leute) etwa einen Nachmittag (5 Stunden) für einen Annalysis-Zettel gebraucht. OK, deine Aufgaben sind einfacher, aber trotzdem...

Aus deinem Schreiben vermute ich, du bist 2. Semestler?! Dann sollte das eigentlich schaffbar sein. Ich würde dir empfehlen, dich fachlich umzuorientieren. Ein Jahr auf der Uni zu verliehren ist nicht tragisch. Gesteh dir selbst diese Orientierungszeit
zu.

Die beigefügten Aufgaben lassen sich lösen, indem du in die Vorlesung guckst, dir die Formel für Konvergenzradien und Taylorentwicklung raussuchst und dann einsetzt. Folge genau den Arbeitsanweisungen der Aufgaben.

Erstens mal ist es normal, dass viele im Studium scheitern. Gerade in Mathe sind durchfallquoten von >50% oder gar >70% nichts seltenes. Bei den anderen Fächern kA was du so hast, aber 30-40% Durchfallquote denke ich sind da auch normal.

Ansonsten lernen und üben. Wenn das nicht reicht, dann ist das Studium evtl. einfach nichts für dich, oder du tust zu wenig. Viele gehen in den ersten 2 Semestern...

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