Hydraulischer Abgleich im Altbau ja oder nein?

4 Antworten

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Hallo Patty,

eine schöne Frage - jetzt weiß ich allerdings nicht wie gut Du Dich mit Deiner "Hardware" auskennst.

Folgender Tipp: Frage den Heizungsbauer, wie er den hxdr. Abgl. denn machen möchte? Jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Hardware ist schon vorhanden, oder er muss sie erst einbauen.

Wenn die Hardware bereits vorhanden ist, dann könntest Du darauf vertrauen, dass sie bei der Installation (vor 15 Jahren) auch angewendet wurde - sprich der Abgleich ist bereits gemacht. Ein Risiko, dass damals eine "faule Socke" es nicht gemacht hat bleibt - selbstverständlich.

Wenn die Hardware nicht vorhanden, dann wird Dir der Heizungsbauer (wahrscheinlich) neue "voreinstellbare" Ventilunterteile plus neue Thermostatköpfe anbieten. Mit den Ventilen ist das ruckzuck gemacht - mit dem hydr. Abgleich. Und das würde ich Dir auch empfehlen, wenn der Preis O.K. ist. Auf die nächsten Jahre gesehen, wirst Du Pumpenstrom sparen. Die Heizenergie bleibt die gleiche.

Folgeprobleme "im Altbau nach dem hydr. Abgl. - pfeiffende Ventile..." ist Blödsinn. Aber schlau gesprochen. Wenn er es nämlich versaubeutelt, dann hat er es ja immer schon gesagt. Und lässt sich jede Nachbesserung honorieren.

Gruß

Ach so - hier einmal ein Beispiel von den vielen Herstellern solcher Ventile. Die Hardware die ich meinte sitzt aber unten am Heizkörper und nennt sich "absperr- und regulierbare Rücklaufverschraubung" - kannst Du mal googlen.

http://www.taheimeier.de/de-DE/Produkte-und-Loesungen/heimeier-thermostatic-control/thermostat-kopfe-und-heizkorperventile/thermostat-ventilunterteile/A-exact/

Ich denke schon, dass ein hydraulischer Abgleich auch Heizenergie spart, gerade bei einem Brennwertgerät. Nur ein nicht abgeglichener Heizkörper kann die Rücklauftemperatur derart anheben, dass das Gerät evtl. aus dem Kondensationsbereich rausläuft. Und das würde erhöhten Energieverbrauch bedeuten.

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@Heiko22

Ja - da hast Du recht. Eine Erhöhung der Rücklauftemperatur senkt den Nutzungsgrad der Brennwerttechnik. Wie auch Klausim schreibt, ist die "unnötige Erhöhung der Vorlauftemperatur" nicht förderlich, weil sich Verteilverluste erhöhen und die Kesselanlage kürzer taktet. Auch das ist zum Ziel der Energieeinsparung kontraproduktiv.

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Hmm, normalerweise wird ein hydraulischer Abgleich ja gerade gemacht, damit die Ventile nicht pfeifen und das ganze Heizsystem möglichst energiesparend zusammenarbeitet. Wenn ihr eine neue Heizung bekommt und die Heizkörper drin bleiben, wäre das wahrscheinlich schon sinnvoll. Wenn ihr Fördermittel der KfW für den Heizungstausch in Anspruch nehmen möchtet (Zuschuss oder zinsgünstiger Kredit), ist der hydraulische Abgleich sogar Pflicht bzw Voraussetzung für die Förderung. Hier kannst du noch ein bisschen was zum hydraulischen Abgleich nachlesen: http://www.energie-fachberater.de/heizung-lueftung/heizung/hydraulischer-abgleich-der-heizung-spart-energie.php

Hallo Patty, auch wenn Du die kleinere Version "222-F " genommen hast, macht es immer Sinn, einen hydraulischen Abgleich zu machen. Der hydraulische Abgleich ist als Beispiel: Wasser ist so bequem wie wir Menschen, es sucht sich immer den leichtesten Weg. Mit dem Abgleich, werden künstlich Widerstände in die Ventile gearbeitet, - wir nennen es KV- Wert - so dass das Wasser sich einen Zwangsweg suchen muss. Der Vorteil ist hauptsächlich,.. man muss die Anlage nicht künstlich hoch auf Temperatur halten, um den "schwächsten" HK zu beschicken.

Eine ganz andere Sache!!!...diese Maßnahme wird von der KFW- Bank mit 10 % der gesamten Summe ( Kessel und Abgleich ) gefördert. Aber auch nur in dieser Kombination

Wenn es keine Probleme mit der Wärmeversorung gibt, brauchst du das nicht. Also wenn alle Heizkörper warm werden ohne Rauschen. Wenn es im Winter einen oder mehrer Heizkörper gibt, die nicht oder nicht richtig warm werden, sollte man das schon machen lassen. Btw: Lasse zumindest die Thermostatköpfe erneuern. Denn die sind bestimmt ausgeleiert und regeln nicht mehr richtig.

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