Hund macht Nachts in der Box Theater?

4 Antworten

Vorweg: Tierärzte sind für gesundheitliche Probleme da - darin sind sie die kompetenten Fachleute. Vom Hundeverhalten und -training haben sie eher kaum Ahnung - das ist auch nicht ihr Fachgebiet und das beinhaltet der Studieninhalt auch gar nicht.

NIEMALS wird ein Hund eingesperrt! Das ist vom TierschutzG her auch gar nicht erlaubt!! Und es ist - bei entsprechender Erziehung - auch überhaupt nicht notwendig.

Euer Hund ist nicht stur - euer Hund ist zutiefst unsicher und verstört. Jeder sichere Hund kann es (Welpen- und Junghundzeit mal außen vorgelassen) akzeptieren, alleine zu schlafen und zwar ruhig und ohne etwas anzustellen.

Wenn euer Hund unbedingt zu euch will, ansonsten seine Angst und seinen Stress an Dingen, die er zerstört, abbauen muss, dann läuft in eurer Menschen-Hunde-Beziehung, in eurerm Sozialverband etwas furchtbar quer.

Und davon zeugt auch, dass ihr einen Hund einfach in eine Box sperrt und ihn heulen lasst. Wie wenig Empathie muss man besitzen, um dass über eine so lange Zeit zu machen? Und - wie ihr seht - der Hund "gewöhnt" sich nicht daran, in enger Einzelhaft zu sitzen.

Bitte sucht euch mal eine kompetente Hundeschule - ich habe so das Gefühl, dass ihr mit der Erziehung eines Hundes völlig überfordert seid. In der Hundeschule wird man euch beibringen, wie ein Hund so "tickt", wie ihr mit ihm umgehen müsst, wie ihr seine Bedürfnisse erfüllen müsst und könnt - nicht der Hund ist stur und "verkehrt" ....

NIEMALS wird ein Hund eingesperrt! Das ist vom TierschutzG her auch gar nicht erlaubt!!

Eine abgeschlossene Box in der Wohnung - also in Rudelnähe ...... ich glaube nicht, dass das TierschutzG da einen Paragraphen vorhält, der das verbietet. Sonst müsste womöglich auch noch die Haustüre offen stehen, damit der Hund nicht "eingesperrt" ist.

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@kaffeemahler

Wer einen Hund die ganze Nacht in so eine kleine Box einsperrt, der verstößt auf jeden Fall gegen das TierschutzG - Zwingerhaltung stellt hohe Anforderungen, z.B. an den Platzbedarf. Einem Hund muss STÄNDIGER Zugang zu frischem Wasser gewährleistet werden - irgendwie kenne ich KEINE Box, in der das der Fall ist (und keinen Tierhalter, der das irgendwie bewerkstelligt).

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@dsupper

Also ich habe schon "Zwinger" im Wohnzimmer gesehen, da hätten 10 Näpfe reingepasst - neben dem Hund.

Darüber hinaus dürfte das nächtliche Begrenzen des freien Rumlaufens innerhalb der Wohnung und in Rudelnähe noch nicht als "Zwingerhaltung" gelten.

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@kaffeemahler

jedes Eingesperrtsein in eine solche Box - über Stunden - verstößt gegen jede Menge Paragraphen des TierschutzG und die Hundehalterverordnungen etc.

Und du wirst keinen verantwortungsvollen Hundehalter finden, der ein solches Einsperren in einer Box befürwortet.

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@dsupper

Nur dass wir uns richtig verstehen; ich befürworte keine Zwingerhaltung. ABER:

Ich bezweifle Deine Aussagen hinsichtlich des Tierschutzgesetzes.

Darüber hinaus ist der Satz

Und du wirst keinen verantwortungsvollen Hundehalter finden, der ein solches Einsperren in einer Box befürwortet.

pauschal, unfair und polemisch.

Ganz unabhängig von dieser leidigen Zwingerhaltung-Diskussion ist die nächtliche Unterbringung in einer Box in Rudelnähe keine Zwingerhaltung.

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@kaffeemahler

Das Veterinäramt, das das TierschutzG überwacht, würde dir dazu etwas anderes erzählen.Stundenlanges Einsperren in einer Box, in der der Hund nicht laufen kann, keinen Zugang zu frischem Wasser hat - ist schlimmer als jede Zwingerhaltung.

§ 2 Nr. 1 TierSchG bestimmt, dass ein Hund seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen unterzubringen ist. Angemessen meint in erster Linie verhaltensgerecht, dem Hund muss also die Ausübung seiner elementaren und artgemäßen Verhaltensbedürfnisse ermöglicht werden.

Was angemessen ist, konkretisiert die Tierschutzhundeverordnung. Für die Unterbringung von Hunden in geschlossenen Vorrichtungen legt § 6 Abs. 2 Tierschutz-Hundeverordnung Mindestgrößen fest, die Hundeboxen i.d.R. nicht erfüllen.

Quellen: Kluge-TierSchG Kommentar, 1. Auflage 2002, § 2 Rn. 35, Lorz/Metzger, TierSchG-Kommentar, 6. Auflage 2008, § 2 Rn. 37

Dazu gibt es sogar Urteile.

Verwaltungsgerichts Stuttgart (4 K 2755/14) (da ging es um die stundenlange Unterbringung in einer solchen Box im KFZ - Begründund war aber: "Der Kläger verstößt gegen das tierschutzrechtliche Gebot der verhaltensgerechten Unterbringung, wenn er seine Hündin "Cosima" während seiner Arbeitszeit in einer Hundebox in seinem Fahrzeug einsperrt."

Und trotzdem: KEIN verantwortungsvoller Hundehalter würde das befürworten. Das ist nicht polemisch und nicht unfair - das ist verantwortungsvolle Tierhaltung.

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@dsupper

Sorry, aber Du konstruierst hier einen besonders ernsten Zustand, nur um Deine These zu untermauern.

Niemand hat gesagt, dass kein Wassernapf in der Box stünde. Und meine Hunde laufen nachts nicht rum - wollen die gar nicht. Die schlafen ganz friedlich.

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@kaffeemahler

Sorry - aber ich konstruiere hier überhaupt nichts - ich stelle Tatsachen fest. Solche Dinge sind ständige Themen auf unseren Züchterseminaren im VDH - damit man solche Interessenten gleich von vornherein aussortieren kann - und zwar mit GUTEN Gründen!

Es hat niemand von deinen Hunden gesprochen - du bist hier nicht der FS - und auf diese Frage bezog sich meine Antwort.

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@dsupper

Jaha, aber der FS hat auch keine solche Situation geschildert, wie Du sie hier ÜBERzeichnest.

Es hat nämlich auch niemand - ausser Dir - von all denen Hundehaltern gesprochen, die ihr bei Euren Züchterseminaren zum Thema habt. Ich kann ja verstehen, dass Du da sofort hellhörig wirst, aber sachlich bist Du hier grade nicht mehr.

Und nochmal: Auch ich befürworte keine Zwingerhaltung; ich bin nicht Dein Feind. :-))))

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@kaffeemahler

Aber sicher bin ich sachlich! Ganz sachlich sogar.

Es gibt hier ja nur zwei weitere Antworten (neben deiner und meiner) - und beide sind sich darüber einig, dass es so nicht geht!

Ich überzeichne hier überhaupt nichts.

Stell doch einfach mal die Frage "Ist es in Ordnung, wenn ich meinen Hund die ganze Nacht in einer Box einsperre" ....

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@kaffeemahler

Ich stimme hier dsupper zu, Hunde Nachts in eine Box einzusperren ist ein Unding.

Und es ist ja schön wenn deine Hunde nachts nichts rum laufen, aber so wie du verlangst das dsupper nicht alle Hunde Halter verallgemeinern soll, solltest du nicht alle Hunde verallgemeinern.

Ich besitze 5 Hunde und davon bewegt sich jeder nachts mehrmals, wechselt den Schlafplatz, die Räume usw

Aber sie tun es und sie brauchen es und in einer Box nimmt man einem Hund jede Chance dazu sich frei zu bewegen wenn er sich die Beine vertreten möchte, ihm vielleicht zu warm ist an der Stelle / in dem Raum usw usw usw

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@LukaUndShiba

Da stimme ich Dir zu.

Das hat aber nichts damit zu tun, was dsupper hier schreibt; er bezeichnet eine nächtliche Unterbringung in einer Box pauschal als Zwingerhaltung, was def. faktisch nicht korrekt ist.

Darüber hinaus zeichnet er die Box in seinem Kopf und in seinen Kommentaren so klein, dass kein Wassernapf reinpasst. Das ist unsachlich und unterstellend. Und genau dagegen positioniere ich mich hier.

dsupper nimmt den hier genannten Zustand, überzeichnet ihn und verurteilt ihn dann in aller Schärfe. Mit solchen Angriffen, die logischerweise als ungerecht empfunden werden, erreicht man idR nichts - schon gar keine Verhaltensänderung.

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@kaffeemahler

Ich habe dir oben aufgeführt, dass selbst Justiziare rechtlich die Box als Zwinger definieren und dies belegen - das ist also nicht meine höchstpersönliche Meinung - sondern die Auffassung von Leuten, die das tatsächlich studiert haben und tagtäglich damit befasst sind.

Ich habe weiter aufgezeigt, dass selbst Gerichte diese Boxenhaltung verurteilen, weil sie die Bewegungsfreiheit des Hundes unzulässigerweise einschränken. Auch das ist also nicht nur meine eigene Meinung.

Sicher passt in jede Box ein Wassernapf - aber der kommt dort nicht rein, weil Hund ihn ja umtreten würde! Damit Boxen (NICHT verschlossene Boxen) prima Rückzugsmöglichkeiten für Hunde sind, müssen sie der Größe des Hundes angepasst sein. So wird grundsätzlich die Realität aussehen!

Und das ist einfach nur entsetzlich! Weil Menschen nicht in der Lage sind, einen Hund wissend, geduldig und korrekt zu erziehen, da wird er eingesperrt.

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@dsupper

Also ich empfinde Deine Thesen hier ebenfalls als unsachlich. Die Box, um die es im Gerichtsurteil geht, war eine Box IM AUTO und in der der Hund den ganzen Arbeitstag lang eingesperrt war. Das ist absolut nicht damit zu vergleichen, wenn ein Hund nachts in eine Box kommt.

Bezüglich der Größe der Box hat der FS kein Wort verloren. Du aber zeichnest sie als zu klein.

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@Mashalllah

Ob der Hund nun 8-10 Stunden in einer Box im Auto sitzt ... oder 8-10 Stunden nachts... wo ist für dich der Unterschied?

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@Mashalllah

Bei dem Urteil ging es aber eben um die Box und die fehlende Bewegungsfreiheit des Hundes - es hatte nichts mit dem Auto zu tun! Die Sachlage also grundsätzlich die gleiche.

Ein Arbeitstag ist in der Regel sogar deutlich kürzer als eine Nacht.

Und ja eine Box ist immer zu klein, denn für einen Zwinger gibt es festgeschriebene Regeln, an die solche Boxen niemals herankommen. Alles nachzulesen im TierschutzG und in den entsprechenden Hundeverordnungen.

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@LukaUndShiba

Schade, dass der nicht offensichtlich ist.

Auch wenn sich Hunde nachts gerne mal umlegen, so ist es doch Ruhezeit. Tagsüber ist das nicht so.

Ausserdem ist die Box im Schlafzimmer in unmittelbarer Rudelnähe und auch safe, was die Temperaturen angeht. Ebenso dürfte es im Schlafzimmer keine Störenfriede rund um die Box geben.

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@dsupper

Dann sollte es auch Gerichtsurteile geben, bei denen es um einen "Zwinger" in der Wohnung geht.

Woher willst Du wissen, dass es NICHTS mit dem Auto zu tun hatte? Das Gericht ist dazu verpflichtet, ALLE Umstände zu berücksichtigen.

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@Mashalllah

Hunde sind Gewohnheitstiere - sie "verschlafen" ohnehin ca. 17 - 18 Stunden des Tages. Es ist also entsprechend völlig egal, ob es sich um die Nacht oder den Tag handelt. Ein Hund muss die Möglichkeit haben, sich artgerecht bewegen zu können. Das geht nicht, wenn er in einer Box weggesperrt ist.

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@Mashalllah

Vielleicht liest du das ganze Urteil mal durch - das ist dort absolut klar und verständlich beschrieben, dass es nicht um das Auto etc. ging, sondern einzig und alleine um das Eingesperrtsein in der Box, um die Unmöglichkeit der artgerechten Bewegung ...

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@kaffeemahler

die stundenlange Unterbringung in einer Box, weil der Halter es sich einfach machen will ( anstatt den Hund einfach hundgerecht zu erziehen) sollte schon als tierschutzwidrig anzusehen sein. Auch wenn dies nicht geregelt ist, sollte einem sein gesunder Menschenverstand und seine Verantwortung gegenüber seinem Tier dies sagen. Und es ist ja wohl ein Unterschied ob der Hund sich nachts frei bewegen kann wenn er es möchte, oder ob er eingepfercht ist.

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@spikecoco
Auch wenn dies nicht geregelt ist,

und NUR darum ging es. Falls Du alles gelesen hast, solltest Du auch gesehen haben, dass ich nicht für die Zwingerhaltungu.ä. bin.

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@kaffeemahler

lach - dann ist es aber schon überaus merkwürdig, dass es dazu Gerichtsurteile gibt, eines habe ich oben aufgeführt. Aber natürlich - Gerichte handeln ohne rechtliche Grundlage ....

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@dsupper

Wenn Du es lustig findest .....

Im Sinne einer sachlichen Diskussion erachte ich solches Gelächter als nicht zielführend.

Das von Dir angeführte Gerichtsurteil kann ich nicht als relevant akzeptieren; Deine These, dass das Gericht hier nicht auch die Unterbringung IN EINEM AUTO in sein Urteil hat mit einfließen lassen, ist äusserst fragwürdig, insbesondere weil in der Urteilsbegründung mehrfach die Formulierung "im Auto" vorkommt.

Auch wenn dies nicht geregelt ist,

hat übrigens spikecoco formuliert.

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@kaffeemahler

Ich habe schon einmal darauf hingewiesen, dass man dieses Urteil vielleicht mal LESEN sollte - denn es zielt eben NICHT auf die Unterbringung im Auto ab - sondern genau auf die Unterbringung in besagtem Käfig. Das ist übrigens nicht meine These - das ist der Tenor des Urteils - lesen hilft!

Aber es ist so viel einfacher, lieber etwas abzustreiten, als sich zu informieren. Die von mir angeführten Justiziare, mit ihren Kommentaren zur TierschutzG und der enthaltenen Hundeverordnung magst du ja auch nicht zur Kenntnis nehmen.

Damit erübrigt sich jegliche weitere "Diskussion", denn eine solche mit Menschen zu führen, die Argumente und Informationen gar nicht zur Kenntnis nehmen wollen und sie weder durchlesen noch sonstwie erarbeite, die zwar selbst davon überzeugt sind, über ein großes Wissen zu verfügen, aber eine unrichtige Aussage mit einer weiteren, ebenso unrichtigen Aussage korrigieren wollen, leider so gar nichts. Und dafür ist mir meine Zeit einfach viel zu schade.

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@dsupper
insbesondere weil in der Urteilsbegründung mehrfach die Formulierung "im Auto" vorkommt.

Wie könnte ich zu einer solchen Aussage kommen, wenn nicht dadurch, dass ich das Urteil gelesen habe?

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@kaffeemahler

Vielleicht, weil ich es oben geschrieben habe?

"Dabei steht im Vordergrund, dass die Hündin sich nur eingeschränkt und nicht spontan in der engen Box bewegen kann, die nur zum Transport des Tieres geeignet ist. Auf die individuelle Situation, etwa, ob der Kläger das Tier in seinen Pausen bewegt, kommt es nicht an"

Genau DAS steht in der Urteilsbegründung .... es geht in erster Linie um die Box, nicht um das Auto!

"Dies ändert aber nichts daran, dass die Transportbox im Kofferraum des Fahrzeugs der Weimaraner-Hündin nur ganz geringe Bewegungsmöglichkeiten bietet. Daher ist die Box nur zum Transport, nicht aber zur Unterbringung des Hundes während der Abwesenheit des Klägers geeignet. Der zur Verfügung stehende Raum ist mit weniger als einem Kubikmeter zu gering. Einen Anhaltspunkt dafür, welcher Raum für eine längere Unterbringung von Hunden ausreichend ist, bietet die TierSchHundeV. Die TierSchHundeV ist auf den Fall der Haltung im Auto analog anzuwenden, denn sie konkretisiert gemäß § 2 a Abs. 1 TierSchG u. a. die Anforderungen an die Haltung von Hunden hinsichtlich der Bewegungsmöglichkeit, der Anforderungen an Einrichtungen zur Unterbringung der Tiere und hinsichtlich der Lichtverhältnisse (vgl. Hessischer VGH, Beschl. v. 19.08.2008 - 8 UZ 2673/07 - NVwZ-RR 2009, 279)."

Entspricht genau dem, was ich die ganze Zeit schreibe.

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@dsupper

Hund darf während der Arbeitszeit nicht im Auto gehalten werden

Aufenthalt des Tieres in einer 2 qm großen Auto-Transportbox verstößt gegen tier¬schutz¬recht¬liches Gebot der verhaltensgerechten Unterbringung

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat die Klage eines Hundehalters abgewiesen, dem untersagt wurde, seine Weimaraner-Hündin während seiner Arbeitszeit in einem Kraftfahrzeug zu halten.

Im zugrunde liegenden Streitfall hatte das Verwaltungsgericht mit Beschluss vom 18. September 2013 den Eilantrag des Klägers gegen die sofort vollziehbare Verfügung des Landratsamtes Ludwigsburg vom 18. Juli 2013 abgelehnt, mit der dem Kläger untersagt wurde, seine Hündin während seiner Arbeitszeit in einem Kraftfahrzeug zu halten. Der Gerichtbeschluss wurde am 16. Oktober 2013 rechtskräftig. Seitdem bringt der Kläger die am 15. Dezember 2011 geborenen Hündin "Cosima" anderweitig unter. Mit seiner (nach erfolgloser Durchführung des Widerspruchsverfahrens) am 12. Mai 2014 erhoben Klage wehrt sich der Kläger weiterhin gegen die Untersagungsverfügung vom 18. Juli 2013. Hierzu macht er u.a. geltend, der Hund habe in seiner Hundebox im Auto ausreichende Bewegungsmöglichkeiten und er sei mittels Scheibenfolien bzw. auf dem mittlerweile angemieteten Garagenstellplatz vor Sonneneinstrahlung geschützt. Seitdem die Hündin anders betreut werde, kühle die Bindung zwischen dem Kläger und der Hündin merklich ab. Die Hündin sei unentspannt, traurig bei Abschiedssituationen und zerstöre teilweise die Wohnungseinrichtung. Die Unterbringung der Hündin im Fahrzeug des Klägers stelle damit offensichtlich ein milderes Mittel dar.

Starkes Bewegungsbedürfnis des Hundes kann im Fahrzeug nicht befriedigt werden

Das Landratsamt ist hingegen der Auffassung, der Aufenthalt des Tieres in der Auto-Transportbox mit einer Fläche von nur 2 qm an vier Wochenarbeitstagen widerspreche den tierschutzrechtlichen Anforderungen. Zudem sei aufgrund der Rasse und des Alters des Tieres von einem starken Bewegungsbedürfnis auszugehen, welches der Hund im Fahrzeug nicht befriedigen könne.

Kraftfahrzeug ist für Unterbringung eines Hundes nicht geeignet

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist die Untersagungsverfügung des Landratsamtes Ludwigsburg vom 18. Juli 2013 zu Recht erfolgt. Der Kläger verstößt gegen das tierschutzrechtliche Gebot der verhaltensgerechten Unterbringung, wenn er seine Hündin "Cosima" während seiner Arbeitszeit in seinem Fahrzeug einsperrt. Ein Kraftfahrzeug ist für die Unterbringung eines Hundes nicht geeignet. Dabei steht im Vordergrund, dass die Hündin sich nur eingeschränkt und nicht spontan in der engen Box bewegen kann, die nur zum Transport des Tieres geeignet ist. Auf die individuelle Situation, etwa, ob der Kläger das Tier in seinen Pausen bewegt, kommt es nicht an. Insoweit ist eine Kontrolle seitens der Behörde nicht durchführbar.

 

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@kaffeemahler

hier wieder der menschliche Irrsinn, das stundenlange Einsperren zu Hause ist nichts anderes als in einem Auto.

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@kaffeemahler

Ich habe von Anfang an hier bei der Frage geschrieben, dass solche Boxen analag dem TierschutzG/TierschutzHundeVO zu klein sind für eine dauerhafte Unterbringung und sie unter "Zwinger" fallen.

Und genau DAS hat das Gericht bestätigt

Dies ändert aber nichts daran, dass die Transportbox im Kofferraum des Fahrzeugs der Weimaraner-Hündin nur ganz geringe Bewegungsmöglichkeiten bietet. Daher ist die Box nur zum Transport, nicht aber zur Unterbringung des Hundes während der Abwesenheit des Klägers geeignet. Der zur Verfügung stehende Raum ist mit weniger als einem Kubikmeter zu gering. Einen Anhaltspunkt dafür, welcher Raum für eine längere Unterbringung von Hunden ausreichend ist, bietet die TierSchHundeV. Die TierSchHundeV ist auf den Fall der Haltung im Auto analog anzuwenden, denn sie konkretisiert gemäß § 2 a Abs. 1 TierSchG u. a. die Anforderungen an die Haltung von Hunden hinsichtlich der Bewegungsmöglichkeit, der Anforderungen an Einrichtungen zur Unterbringung der Tiere und hinsichtlich der Lichtverhältnisse (vgl. Hessischer VGH, Beschl. v. 19.08.2008 - 8 UZ 2673/07 - NVwZ-RR 2009, 279)."

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@spikecoco

Das ist Deine private Meinung, die Du so haben darfst; daran ist nichts verkehrt.

Das Gericht jedoch hat immer wieder die Formulierung "im Auto" u.ä. benutzt, weshalb es unzulässig ist, dieses Urteil auf nächtliche Unterbringung in einer Box zu transferieren.

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@kaffeemahler

Das Gericht hat bestätigt, dass die Box zu klein ist und den Bestimmungen des TierschutzG NICHT entspricht!

"Der zur Verfügung stehende Raum ist mit weniger als einem Kubikmeter zu gering. Einen Anhaltspunkt dafür, welcher Raum für eine längere Unterbringung von Hunden ausreichend ist, bietet die TierSchHundeV."

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@dsupper

Wir drehen uns im Kreis: Du weisst nicht, wie groß die Box der FS ist.

D.h. Du überzeichnest die Situation derartig, dass Du Dich dann schön drüber aufregen kannst.

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@kaffeemahler

die Formulierung ist mir egal, wie gesagt die stundenlange Unterbringung in der Nacht ist nichts anderes für den Hund als im Auto, Da fängt für mich die nicht nachvollziehbare menschliche Denkweise an.

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@kaffeemahler

Du glaubst also tatsächlich, die Box, eine mit Gitterstäben, die mit im Schlafzimmer steht, wäre entsprechend den Vorschriften der TierschutzHundeVO mehrere Quadratmeter groß??

Ja, das ist sie ganz bestimmt!!

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Danke , wieder einmal wurde hier ein Ratschlag seitens eines Tierarztes gegeben, der einen nur den Kopf schütteln lässt. Der Rat eines kompetenten Trainers sollte befolgt werden.

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Von Experte Isildur bestätigt

Seit wann sind Tierärzte Hundetrainer? Da hat sich jemand aber ganz schön überschätzt...

Natürlich macht der Hund Theater, wenn ihr ihn einfach wegsperrt ohne die Box positiv aufzubauen. Entweder ihr macht also das, oder ihr nehmt euch die Zeit, den Hund zu erziehen, dass er nicht aufs Bett darf.

Ist der Hund vielleicht über oder unterfordert, wenn er anfängt Sachen zu zerstören nachts?

Woher ich das weiß:Hobby – Hatte schon 5 Hunde aus allen Altersklassen
Allerdings geht das jetzt seit einem Jahr so

echt jetzt?

und ihr seid nicht auf die Idee gekommen, dass eure Strategie nicht funktioniert, sondern mehr Schaden anrichtet?

ich würde mich mal an einen Hundetrainer wenden

wird der Hund tagsüber richtig ausgelastet und beschäftigt?

Deine Schilderungen wären ja beinahe belanglos - bis zu dem Satz ...

Allerdings geht das jetzt seit einem Jahr so

Und eine Frage hätte ich da noch: Wo und wie weit vom Bett entfernt steht die Box?

Woher ich das weiß:Hobby – Hundezucht in Familientradition seit rund 30 Jahren

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