Hobbes staatstheorie Zusammenfassung?

2 Antworten

Hobbes (1588-1679) muss man im Rahmen seiner Entwicklung sehen. Sein berühmtes staatsphilosophisches Werk "Der Leviathan" hat er erst spät nach seinem Exil in Frankreich geschrieben. Dort hatte er Pierre Gassendi und den Epikureismus kennengelernt und die Gesellschaftstheorie ist bereits bei Epikur (341-271 v.Chr.) formuliert. "Ein Vertrag der Menschen eines Stadtstaates miteinander, dass keiner den anderen schädige und auch nicht zulasse, dass er geschädigt werde." In England, seiner Heimat, herrschte ein blutiger Bürgerkrieg. Schon davor hatten die diversen Adelshäuser gegeneinander gekämpft - ohne Rücksicht auf die einfachen Bürger. Die Sehnsucht, dass da jemand mal endlich Ordnung und Frieden und Sicherheit schaffen möge war also riesig. Aus der Gesellschaftstheorie des Epikur allerdings entnahm Hobbes für die eigene Theorie, dass eine Zustimmung des gesamten Volkes und nicht nur des Adels sein sollte. Der König ist durch das ganze Volk legitimiert und diesem (bzw. seinen Vertretern) auch verantwortlich. Der König sollte also sowohl im Auftrag des Volkes den zerstrittenen Adel wie die um Vorherrschaft kämpfenden religiösen Strömungen befrieden, wenn nötig mit Gewalt. Neu also ist: Die höchste Staatsgewalt geht vom Volk aus und ist diesem verantwortlich. Das mündet dann später in Demokratisierungsprozesse in England.

Ganz grob und vereinfacht. Hobbes geht davon aus, dass die Menschen ohne staatliche Ordnung in einem Naturzustand leben. Der Mensch ist des Menschen Wolf sagt er und meint, dass jeder in Konkurrenz zueiander lebt und ein Krieg aller gegen alle herrscht. Es gibt keine allgemeine Sicherheit.

Deshalb schlägt er vor, dass die Menschen einen Vertrag (Gesellschaftsvertrag) untereinander abschließen, indem sie ihre Rechte abgeben an einen Souverän, der für Recht und Ordnung sorgt.

Der Souverän herrscht absolut und kann nicht abgesetzt werden.

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