Hatte die Dampfmaschine schädliche Auswirkungen auf die Umwelt?

6 Antworten

Warum hat man wohl die Bahnhöfe in der Gründerzeit des Eisenbahnnetzes immer außerhalb der Stadtmitte gebaut? Wer sich den Grund nicht vorstellen kann, dem empfehle ich, einmal zur Fahrt einer historischen Dampflok zu gehen und die Maschine mit allen Sinnen auf sich wirken zu lassen. Eine Dampflok qualmt, stinkt und lärmt. Die Abgase der Kohlefeuerung enthalten Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid. Wegen der umwelt- und gesundheitsschädlichen Säuren, die sich in der Luft daraus bilden, ist bei Kraftwerken die Rauchgasentschwefelung gesetzlich vorgeschrieben. (Das Gesetz kam fast ein Jahrhundert nach der Erfindung des Verfahrens, und für die Lokomotiven kam es jedenfalls zu spät...)

https://de.wikipedia.org/wiki/Rauchgasentschwefelung

Der Grund waren einfache Budgetüberlegungen. Sowohl für den Bahnhof als auch für die Gleise muss man Grundeigentum erwerben. Und desto dichter man an den Stadtkern kommt, desto teurer werden die Grundstücke...

Weiterhin spielte anfänglich Warentransport eine größere Rolle als Personentransport. Man hat die Bahnhöfe also so gelegt, das man auch Lagerräume hat und zu den Wirtschaftsbetrieben günstige Wege. Es ergibt ja wenig Sinn einen Güterzug auf dem Markplatz auszuladen.

Der Schutz vor Rauchgasen war für die Realitäten damals sicherlich kaum ein Grund. Dampfmaschinen waren innerstädtisch sowieso vorhanden, ebenso wie Heizöfen. Die Zusatzbelastung aus dem anfänglichen Bahnverkehr war gering.

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Da die Dampfmaschine DIE Grundlage der Industrialisierung war und entsprechende intensivere Nutzung der Ressourcen durch den Menschen gestattet hat, ist sie sogar ziemlich schädlich.

Die Tatsache das sie selbst Holz/Fossile Brennstoffe verbrannt hat ist da noch das geringste Übel

Manche Eisenbahnen sind Tradition, auch wenn sie ein wenig der Umwelt schaden.

Ich finde sowas sollte aber wirklich erhalten bleiben!:)

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