Guter, baumloser / Lederbaum Sattel?

8 Antworten

wenn ein baumsattel nicht passt, läuft das pferd logischerweise damit nicht gut.

wenn ein baumloser nicht passt, ist dasselbe der fall.

passt einmal, heisst nicht, passt nach einem jahr immer noch. lass den sattler am besten kommen und schauen, ob der masssattel angepasst werden kann und wenn ja - schwupps, das pferd läuft damit wieder toll.

ICH persönlich bin bei kurzrückigen pferden ein fan der ALTEN militärsättel.

was häufig auch geht, sind die alten flexbaumsättel. ich habe für ein pony mit sehr kurzem rücken und empfindlicher nierenpartie so ein ding auftreiben können. wir müssen den sattel hinten noch hochpolstern, damit der schwerpunkt weiter nach vorn kommt. sonst ist das ding top.

flexbaumsättel... nun ja. sie haben einen zweigeteilten holzbaum, der mit einem oder mehreren bändern aus federhartem stahl verbunden ist. sind mittlerweile schwer aufzutreiben, da sie noch aus der zeit stammen, als sättel noch keine seriennummern hatten. die jüngsten flexbaumsättel, die mir untergekommen sind, müssten aus den 80ern stammen - allerdings sind die preise andere als z.b. für einen 80er kieffer, stübben o.ä.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

Erstmal danke für die Antwort ;) Jack ist im Rücken recht empfindlich und läuft nicht unter jedem Sattel, deswegen musste trotz einfacher Sattellage der Maßsattel her, der ist aber zu lang (liegt deutlich hinter der letzten Rippe auf und nimmt den ganzen Rücken in Anspruch). Verglichen mit dem baumlosen lief er mit dem auch nie richtig rund. Mit Militär und Flexbaumsätteln habe ich mich noch nicht beschäftigt, werde ich jetzt aber nachholen, ich glaube wir haben sogar jemanden mit Militärsattel im Stall 🤔

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@PintoPower

wenn der masssattel derart lang ist, mag es ein masssattel sein. allerdings wurde der wohl für ein anderes pferd gebaut und war gerade übrig, weshalb man ihn dir mitgegeben hat.

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Ich hab Ludomar spanische Sättel mit Lederbaum für meine Pferde und würde niemals mit anderen Sätteln tauschen.

Für mich ist der Lederbaum (schon gar der den Ludomar macht) das beste für den Pferderücken, weil er sich immer wieder anpasst.

Mein erster Sattel hab ich vor 20 Jahren gebraucht gekauft und der hat jetzt auf alle meine Pferde gepasst (weil er sich anpasst - alles Friesen - ähnliche Statur).

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Auch die baumlosen passen nicht immer und bei kurzem Rücken können sie fies nach vorne rutschen und dann doch aufs Schulterblatt drücken.

Wir haben genau dies Problem auch und mehrere baumlose getestet, leider passen die eben NICHT auf das Ross, das einen neuen braucht, also bin ich doch wieder aufm stuebben unterwegs....

Und das Pony ist zufrieden! Und ich sitze auch gut

Es nützt ja nix, wenn ich toll aufm Holzpferd sitze, aber auf dem bewegten Rücken alles rutscht

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Reiten-Haltung-Zucht-Ausbildung n.LTJ u.ä.

Danke für deine Antwort :) Natürlich, die passen nicht immer. Der Barefoot sitzt jetzt, nachdem er sich gesetzt hat, echt klasse und das Pony ist zufrieden. Da rutscht gar nichts, aber ich sitze einfach zu breit :(

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Das klingt schonmal nicht nach unüberlegt.

Mal ganz blöd gefragt: Was findest du nun an Baumlosen Sätteln besser? (Bitte nicht provokant verstehen, sondern es ist wirklich rein interessehalber!)

Ich persönlich finde die Barefoot Sättel grauenvoll. Aber das ist meine persönliche Meinung. Viel zu breit wird man hingesetzt, total schwammig. Für mein Gefühl.

Ich habe dafür aber wirklich Erfahrung mit Lederbaumsätteln.

Zuerst hatte ich kurz einen Sorenta da - bitte, bitte, bitte tu dir den Gefallen und kaufe dort NICHT! Hergestellt wird in Indien, zumindest nach meinem letzten Stand. Ich habe keine Ahnung, was da für Gerbstoffe genutzt werden und würde allein schon davon ausgehend da nichts kaufen - haha, habe ich trotzdem gemacht. Die Verarbeitung ist unfassbar schlecht! Dazu kommt dann die Abwicklung - ich habe meinen Sattel zurück geschickt und gute 3 Monate auf mein Geld gewartet, bis ich mit einem Anwalt gedroht habe. Anders bekommst du dein Geld nicht zurück, wenn überhaupt. Ein Sattel, der so wenig Geld kostet, das kann schlichtweg allein schon vom Material her nur schlecht sein.

Später habe ich mich für einen Hidalgo Caracas II entschieden. Hier, eine deutlich bessere Verarbeitung, besseres Leder, wirklich kein schlechter Sattel. Für mein Pony mit etwas Widerrist, sehr sehr kurzer Auflagefläche wurde dieser dann aber irgendwann zu breit und unpassend. Und das nach recht kurzer Zeit (vll. 1 Jahr?) schon! Deutlich stabiler sind die "Spezial" Modelle. Vielleicht gönne ich mir so einen auch irgendwann nochmal... Je neuer die werden, desto fester werden die Bäume auch wieder. Du hast beim Lederbaum 2 Varianten, denn irgendwo muss Stabilität her kommen: brettharte und feste Kissen oder einen möglichst steifen Baum. Meiner hat sich schlichtweg zu viel geweitet; so sehr, dass er dann sogar auf dem Widerrist auflag. War aber auch mein Fehler - ich habe das zu spät bemerkt.

Was man beim Lederbaum auf jeden Fall können sollte, ist Physik. Man sollte in der Lage sein, die Kissen regelmäßig entsprechend umzukletten. Das ist nicht wirklich schwer, aber sehr viel Finetuning. Da muss man eben schon ein gewisses Grundverständnis vom Thema "Sattel" mitbringen. Übrigens würde ich den auch immer neu kaufen dann, denn du weißt nie, wie weit sich ein Gebrauchter bereits geweitet hat und enger machen geht nicht mehr.

Dein Pferd scheint durch den beschaffenen Rücken die Anforderungen für einen Hidalgo durchaus mitzubringen.

Ist es denn gar nicht möglich, den Baumsattel neu anpassen zu lassen?

EDIT:

Gerade die Kommentare unter den anderen Antworten gelesen. Meine Frage, warum baumlos hat sich damit geklärt ;)

Tja, und Westernsättel... habe ich auch. Geringe Unterschiede gleiche ich über Filzeinlagen aus (beim einen Pferd im Pad, beim anderen kann ich das direkt unter den Baum schieben), aber das Grundgerüst (also der Baum) muss eben passen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und eigenes Pferd seit über 10J.

Achso, kurze Ergänzung: Für einen Hidalgo der Spezial-Serie (auch die IIer Bäume sind noch zu weich!) ist man auch locker 1.500 € los.

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Vielen vielen Dank für deine Antwort ☺️ Ich finde baumlose Sättel in dem Punkt besser, dass sie flexibel sind und nicht so steif wie ein Baumsättel (hat natürlich auch Nachteile), das merke ich auch beim Reiten, er ist damit deutlich zufriedener. Vom Sitzgefühl her muss ich dir zustimmen, am Anfang denkt man sich "ist ganz bequem", aber nach 20 min tun dir die Oberschenkel weh durch den breiten Sitz und die Schenkel bekommt man nicht ans Pferd (zumindest ich nicht). Da soll der Happy Valley von Barefoot besser sein... Lederbaumsättel finde ich sind eine Mischung aus baumlos und Baum (also eigentlich das was ich will) nur kenn ich mich da nicht aus und kenne auch niemanden, der Ahnung hat :( zumal die für den Preis schon länger als ein Jahr halten sollten... Und ja, ich glaube von dem Equiflex muss ich mich eh trennen, weil das Teil einfach nur lang ist. Kürzer machen geht ja schlecht. Ansonsten sitzt der, soweit ich es beurteilen kann, ganz gut. Nochmals danke für deine Antwort, das hat mir schonmal weitergeholfen :) was hast du denn für einen Sattel?

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@PintoPower

Ja, das mit dem Lederbaum dachte ich mir damals auch... Bis er sich eben zu sehr geweitet hat (mein Pony war zu der Zeit noch wirklich schmal). Inzwischen nehme ich entweder meinen Fellsattel (ohne Bügel natürlich) oder meine 2 Baumsättel.

Falls du zufällig aus der Nähe von Düsseldorf kommst und dich für einen Hidalgo (Spezial) entscheidest, kann ich dir gerne dabei helfen. Ich wollte mir die Spezial-Serie sowieso mal live angucken.

Halten tat er auch länger als ein Jahr, aber für mein Pony war er eben nichts.

Lange Westernsättel sind an sich nicht das große Problem, die sehen oft sehr lang aus, obwohl sie es gar nicht sind. Der große Vorteil dabei ist die Trachtenauflage, die verteilt den Druck ja ganz anders als z.B. beim Englischsattel.

Ich musste selbst erst erkennen, dass man nur mit einem festen Baum wirklich zum Sitzen kommt (oder eben bei mir auch mit Fellsattel, also eher Reitpads, die sind aber auch nicht für dauerhaft ausgelegt). Das Pferd bewegt sich, du bewegst dich. Hast du jetzt eine flexible Einheit dazwischen, wird die Übersetzung der Bewegung größer und du sitzt möglicherweise dann hinter der Bewegung. Das habe ich übrigens später beim Lederbaum gehabt, da ich versucht habe, mit Extra Schaumstoff Kissen quasi zwischen zu polstern - und die ganze Bewegung war hinüber. Oben kam alles viel zu spät an. Ein fester Baum gibt das unverfälscht und direkt weiter. Das ist ein bisschen so wie mit einfach und doppelt gebrochenen Gebissen - einfach gebrochene wirken deutlich präziser ein, eben durch nur 1 Gelenk. Hast du nun ein doppelt gebrochenes, wackelt im Maul quasi schon viel mehr. Je größer das Mittelstück dann noch ist (= das Pad/Die Unterlage/die Unterpolsterung), desto schwammiger wirklich das Gebiss. Je kleiner, desto näher an der einfach gebrochenen Variante. So ähnlich kann man sich das mit baumlosen und auch Lederbäumen vorstellen.

Mein Pony hat 2 Baumsättel... EInen aus dem Hause Nomad (recht unbekannte Sattlerei, viel auf Maß, habe ich günstig gebraucht bekommen bei meinem Sattler) und einen Swing Tree, der flexible Trachten hat. Letzteres ist auch nicht sooooo prickelnd, weil es dabei Druckpunkte durch die Gelenke/Kugeln geben kann. Dafür kann dieser Sattel die Schulter schön frei halten und etwas Bewegung zulassen. Der Nomad ist einfach enorm kurz im Baum, ganz kurze Auflagefläche mit speziell angefertigten Pads drunter. Da kann ich, wenn Bedarf besteht, unter den Sattelbaum Filzeinlagen schieben. Aber wirklich auch nur minimal. Ich glaube, das kann ich sogar bei beiden... Mein Quarter hat einen "normalen" Westernsattel, den mein Sattler mit konstruiert hat. Dieser lässt entsprechende Bewegung zu, indem er auf dem Pferderücken sozusagen "rollt". Sieht beim Leichttraben immer furchtbar aus, weil der Sattel dabei mitwippt, ist aber Sinn und Zweck der Geschichte. So bleibt aber auch die Schulter frei.

Um dir etwas Lektüre zu geben... von Rieser gibt es das Buch "Gutes für den Pferderücken": https://www.rieser-sattelshop.de/de/rieser_86/ sehr interessant, hervorragend erklärt und mit Bildern veranschaulicht.

Wenn du den Barefoot und den Baumsattel verkauft bekommst, hasst du doch wieder entsprechend Geld für einen Baumsattel. Dann reitest du eben zur Überbrückung mit Pad oder ohne Sattel oder mit Westernpad und Longiergurt. Zur Überbrückung ist das völlig okay. Oder ein bisschen mehr auf Reiten verzichten und mehr Bodenarbeit machen.

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@Punkgirl512

wenn dein sattel aus indien und schlecht verarbeitet war - kinder können halt das dicke material noch nicht so präzise verarbeiten. was auch der grund für den recht niedrigen preis ist...

gegerbt wird mit chrom oder anillin. beide stoffe sind für menschliche bekleidung nicht mehr zugelassen, da sie gesundheitlich HöCHST bedenklich sind.

das füllmaterial ist z.t. asbesthaltig oder mit glasfaser und der "baum"... nun ja... alkydharzbaum halt. oder plastikspritzguss.

wenn du westernsättel für kleine ponys haben möchtest, bekommst du gar nichts anderes als den india-shice mehr... da hilft nur uralten sattel kaufen, baum selber schnitzen und kosakensattel drumrum konstruieren.

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Ich habe vor einiger Zeit auf You Tube eine Testreihe mit baumlosen Sätteln der Firma baumlos glücklich gesehen. Die Videos waren von Serenity Horses, falls es dich interessiert.

Danke, ich schau mir das mal an :)

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