Gründe weshalb ein Unternehmen trotz Bilanzverlust Dividende ausschüttet?

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2 Antworten

Die Dividende ist ein sehr komplexes Thema. Die Dividendenpolitik von Unternehmen ist abhängig von sehr vielen Faktoren. Da spielen zukünftige Cashflows, die Eigenkapital-Zielquote, der Cash-Bestand,... usw. eine große Rolle. Aber eines der wichtigsten Kriterien ist sicherlich auch die Erwartungen der Aktionäre. Wenn diese z.B. eine Dividende erwarten und ein sehr hoher Cashflow im Folgejahr prognostiziert wird, so kann es durchaus sein, dass selbst trotz Verlusten ausgeschüttet wird.

Natürlich! Wenn du keine Dividende ausschüttest, läufst du Gefahr, dass dir die Investoren davonlaufen und das kann das Aus für jedes Unternehmen bedeuten. Daher ist es oft wichtiger, die Aktionäre kurzfristig zu befriedigen und sich später Gedanken um die dadurch entstandene Lücke zu machen, weil das andere noch schlimmer wäre. Wenn ein Unternehmen Dividende ausschüttet, ist das gewissermaßen auch gleichzeitig schlecht, weil das Geld nicht mehr im Unternehmen steckt und nicht mehr weiterarbeitet, sondern einfach nur im Geldbeutel landet. Der Wert der Aktien geht also eigentlich runter, weil der Anteil, den man an der Firma hat gewissermaßen weniger Wert ist. Aber der psychologische Effekt ist eben stärker, weil die Anleger dann meinen, es wäre eine gute Investition und nicht noch mehr Geld entziehen

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