Geige stimmen- WICHTIG

3 Antworten

Hallo SusiiSmile!

Das Problem des Stimmens mit dem Stimmgerät ist, dass die Stimmgeräte auf temperierte Stimmung eingestellt sind. Es gibt einige, da kann man die Frequenzen oder die Stimmungen verstellen, aber einfache können das nicht. Eine Geige wird aber in reinen Quinten gestimmt. Du kannst also das A vom Stimmgerät übernehmen, aber die anderen Saiten werden nach dem Gehör gestimmt und zwar eben in reinen Quinten. Dazu gibt es noch einen Trick. Wenn Du in der ersten Lage auf der Geige mit dem 4. Finger greifst bist Du bei der Quinte. Du spielst auf der A-Saite also das e². Wenn Du an derselben Stelle nicht festgreifst, sondern einen Flageolett-Ton, dann kommt die reine Quinte eine Oktav höher. Dazu kannst Du die leere E-Saite spielen und stimmen, so dass Du eine reine Oktave hörst. So kannst Du mit den unteren Saiten auch vorgehen. Das ist einfacher als die reine Quinte zu hören.

Der Unterschied zu einer temperierten Quinte ist vor allem: Die Töne verschmelzen sehr viel besser, das Intervall ist harmonischer. Mit der Zeit, wird Dein Gehör besser und Du wirst auch die reine Quinte hören und stimmen können und brauchst den Trick mit dem Flageolett-Ton nicht mehr.

Gruß Friedemann

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Hallo, und vielen Dank. Nur jetzt habe ich nocheinmal die Frage wie ich das jetzt alles umsetzten kann wie Du mir das jetzt erklärt hast. :)

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schmidtmechau hat schon eine sehr gute Antwort gegeben. Allerdings frage ich mich, ob es bei dir um solche Feinheiten geht, oder ob da nicht noch etwas gröberes im Argen liegt... Z.B.: ist das Stimmgerät auf 440 Hz eingestellt? Wenn du aus versehen bei 435 liegst, klingt die Geige nicht mehr so hell!... Bist du überhaupt sicher, die richtigen Töne auf der richtigen Saite zu stimmen, - in der richtigen Oktave?...

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Also das Stimmgertät ist auf 440 gestellt. Naja klar. Die Geige hat ja 4 Saiten g-d-a-e und nach diesen Tönen stimme ich auch. Ist das den falsch?

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Mmh, das ist jetzt natürlich nicht so einfach zu beantworten... Manchmal sind es einfach ein paar kleine Schwingungen, die du daneben liegst, um die richtige Hz-Zahl des zu stimmenden Tones zu treffen ...

Oder es liegt an deinem Bogen, bzw. du streichst anders, als der Spieler im Musikhaus. Ist den genug Kolofonium auf dem Bogen? Oder vielleicht auch zu viel? Wie hältst du den Bogen beim Streichen.

Außerdem bist du jetzt mit dem Ohr dicht an der Geige, im Laden standest du etwas weiter weg, das klingt auch schon mal anders...

Wenn du die Geige im Musikhaus vielleicht nicht selbst ausprobiert hast, sondern nur gehört hast, was dir vorgespielt wurde, ist es kein Wunder. Denn zum "Ton" der Geige gehören 2 Komponenten: die Geige und der Spieler! ;)

Aber verzage nicht, du wirst deine Geige und ihren Ton immer besser kennen lernen und dann klingt sie dir nicht mehr so fremd!

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Ich stimme ja die Geige auch ersteinmal indem ich die saiten zupfe. Das hab ich natürlich auch nachgemacht. Und als sie von dem Mann im Musikhaus gestimmt worden ist, und ich zu Hause ein bisschen drauf los gefiddelt habe klang es halt heller und das ist jetzt nicht der fall. Obwohl ich es eig genau so mache wie der im Musikhaus :( Vielen Dank für deine Ermunterung ;)

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Chromatisches Stimmgerät, dass die Abweichung von der Soll-tonhöhe in Cents anzeigt?

Ich bin vergeblich auf der Suche nach einem Stimmgerät, um ein Klavier zu stimmen. Das Stimmgerät sollte hierbei eine Genauigkeit von mindestens +- 0,5 Cent haben. Das Problem ist, dass die meisten Stimmgeräte die Abweichung aber nur mit z.B. LEDs darstellen, was für meinen Fall aber unzureichend ist. Ich brauche ein Stimmgerät, dass die Abweichung auch genau als Zahl in Cents darstellt, um die Abweichung der reinen Quinten von der Soll-Tonhöhe nachzumessen, damit dann die Temperaturoktave inklusive der Inharmonizität errechnet werden kann.

Bislang habe ich nur das Jahn TLA CTS-5-C Stimmgerät gefunden, was mir mit über 600 Euro aber zu teuer ist. Wisst ihr irgendwelche Stimmgeräte, die diese Anforderungen erfüllen?

Vielen Dank im Voraus.

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