Gehört dem Jäger das tier das er erlegt hat? Also kann er machen was er will?

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4 Antworten

Nicht unbedingt.

Bei uns ist der Großteil der Reviere fürstlicher Bestand. Diese Jäger müssen das Wild bezahlen. Oder in der Wildbrethandlung abgeben.

Die Jagdpächter, die Privatbesitz gepachtet haben dürfen das Wild behalten. Die Jäger, die bei den Jagdpächtern mit auf die Jagd gehen müssen ihr Wild beim Pächter abgeben.

Das ist von mehreren Faktoren abhängig. In vielen Fällen ist es so, dass das erlegte Wild dem Erleger gehört. Aber eben nicht immer. Als ich noch im Staatsforst gejagt habe, gehörte das von mir erlegte Wild automatisch dem Forstamt, ich hatte nur ein Anrecht auf das so genannte "Jägerrecht", also auf die eßbaren Innereien wie Leber, Herz usw. Auch die Trophäen waren nicht automatisch meine. Wenn ich sie behalten wollte, musste ich sie bezahlen, und wenn ich das ganze Tier haben wollte, musste ich es dem Forstamt abkaufen. Ähnlich ist es, wenn ich von einem befreundeten Revierpächter zur Jagd eingeladen werde. Dass von mir erlegte Wild gehört grundsätzlich dem Pächter. Er kann selber entscheiden, ob er es behalten, an mich verkaufen oder mir schenken möchte. Nur wenn ich selbst ein Revier pachte oder mir eine Eigenjagd kaufe, gehört das Wild automatisch mir, wenn ich es erlegt habe.

Abhängig vom Status: Revierinhaber-, Begehungsscheininhaber oder Jagdgast.

Ziff. 1 und 2 besitzen üblicherweise Anrecht auf das (ganze-) erlegte Wild, ziff. 3 je nach Absprache u.U. nur auf die Trophäe (Gehörn etc.)

Das ist so nicht ganz richtig. Als Begehungsscheininhaber gehört das erlegte Wild nicht automatisch dir, sondern dem Revierinhaber/Pächter. Als BG-Schein-Inhaber im Staatsforst z.B. gehört das Wild dann dem Forstamt.

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ja aber er muss für jedes Tier zahlen dass er geschossen hat

Falsch.

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