Gebrauchtwagen gekauft! Tüv Neu! Aber dieser hat gravierende Mängel und dürfte kein Tüv bekommen?

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7 Antworten

Naja, bevor man dem Werkstattbesitzer Glauben schenkt und ggf Schritte einleitet, die vollkommen unnötig sind, sollte man bedenken ..

  • Der Werkstattbesitzer ist wenn überhaupt i.d.R. nur Meister
  • Die Werkstatt verdient an der Reparatur und hat Interesse Dir was zu verkaufen
  • Der Prüfer ist ein Ingenieur (Dipl.-Ing. oder Bachelor oder Master)
  • er hat kein Interesse Dir etwas zu verkaufen, er ist vom Ergebnis der HU wirtschaftlich unabhängig.

Für einen Werkstattbesitzer sind Reifen mit 3mm Restprofil und Bremsbeläge mit 3mm Restbelagstärke verschlissen, für einen Prüfer ist 1,6mm Reifenprofil und 2mm Restbelagstärke ein Hinweis auf Verschleißgrenze. Das zieht sich durch andere Baugruppen genauso.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, fahr zu der Prüfstelle und sprich mit dem Prüfer im Zweifel fahr zu einer anderen Prüfstelle, das kostet Dich allerdings ggf ca 75 EUR (ohne AU).

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zu 90% die von der Werkstatt als "gefährlich" oder "erheblich" eingestuften Mängel entweder gar nicht vorhanden waren oder falsch eingestuft.

Beliebte "Mängel" der Werkstatt sind

- Öl-feuchter Motor
- Bremsen / Bremsschläuche / -leitungen
- Stoßdämpfer
- Reifen
- Querlenker
- Schalldämpfer
- Scheiben

Alles Dinge, mit denen man schnell Geld verdienen kann

Die Prüfer sind in Deutschland nicht umsonst neutrale Ingenieure. 

Mich an den Verkäufer wenden und gegebenfalls das Auto wieder dort abgeben und Geld zurück verlangen. 

Mit Anwalt drohen, aber auch ne Mängelliste erstellen lassen.

Hallo ,leider kommt es des öfteren vor ,dass HU Berichte und Plaketten ,von Ingenieuren ,die es nicht so genau mit dem Gesetzt nehmen ,und diese dann "verkaufen",obwohl das Fz. nicht untersucht wurde und als rollende Bombe unterwegs ist.Fahre zu der Prüfstelle und spreche beim Leiter vor ,mit Deinem Verdacht

HU-Prüfer haben einen gewissen Ermessensspielraum. Was deine Werkstatt in diesem Fall jetzt sagt ist völlig egal. Du hast die Plakette bekommen und somit war das Auto zu diesem Zeitpunkt auch verkehrssicher.

Fahrettin1988 16.01.2017, 20:11

ist das eine sch... :-(

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Fahren sie selbst zur TÜV Station und fragen die Herren mal ;  die mögen auch die schwarzen Schafe nicht ( die die Untersuchungen in Kaschemmen abnehmen ) .

Mit dem §29 Bericht ihres Verkäufers !


Erst mal der "Vertrauenswerkstatt" misstrauen, die sich Aufträge erschleichen will. Im Rechtstreit Meister gegen Dipl.Ing, siegt immer letzterer. Ausnahme: Teures Obergutachten.


Hmm, schwer zu sagen.

Welches Auto hast du denn und welche Mängel erkannte die Werkstatt?

Lg.

Fahrettin1988 16.01.2017, 19:15

99 er Corsa B. Aschmanschette verrostet und die Bremsleitungen, Bremsbeläge rechts müssen erneuert werden und noch paar andere Sachen

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migebuff 16.01.2017, 19:23
@Fahrettin1988

Die Achsmanschette ist aus Gummi und kann nicht rosten. Solange die Bremsbeläge noch ausreichend Bremskraft liefern, ist das kein Mangel, auch wenn sie demnächst irgendwann mal an der Verschleissgrenze sein werden. Verrostete Bremsleitungen sind ein Mangel, leichter Oberflächenrost ist kein Problem.

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Lema1323 16.01.2017, 20:01
@migebuff

Wahrscheinlich meint er den Ring um die achsmanschette.

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christi12345 16.01.2017, 21:31
@migebuff

Bei mir meinte der TÜVler, die Bremsleitungen sind korrodiert und müssen getauscht werden. Die Plakette habe ich trotzdem bekommen.

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