Führerschein Fahrstunden nicht zurecht kommen?

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4 Antworten

Bevor ich mit dem Führerschein angefangen hatte, habe ich mich auch immer vor dem Schalten "gefürchtet". Dabei ist das so leicht. Mein Fahrlehrer hat mir grobe Schaltpunkte vorgegeben (Mercedes-Benz A-Klasse, Baujahr 2013, manuelles 6-Gang-Getriebe):  nach dem Anfahren in den 2. Gang, bei etwa 30 km/h in den 3. Gang, bei ca. 50 km/h in den 4. Gang, bei etwa 65-70 km/h in den 5. Gang und ab etwa 90 km/h in den 6. Gang

Ich richte mich auch nach 2 Jahren noch danach, wobei es hier letztendlich auch immer auf das Auto ankommt. Es ist dabei wichtig, auf den Motor zu hören. Gibst du Gas und er wird laut, schaltest du einen Gang höher. Bremst du und der Motor macht ein tiefes Geräusch, schaltest du einen Gang herunter.

Wenn du auf eine rote Ampel zufährst, probier mal zusätzlich die Motorbremse aus (sofern möglich). Heißt: du siehst, dass in 100-200 Metern (oder weiter) eine rote Ampel kommt. Also schaltest du nach und nach, je näher du der Ampell kommst, die Gänge immer tiefer bis in den 2. Gang (dieser sollte natürlich erst kurz vor der Ampel kommen, da du sonst wohl zu langsam bist) und wenn du es mit etwas Übung richtig anstellst, sparst du dir nicht nur das Bremsen bis zur Haltelinie oder hinter das voranfahrende Auto, sondern fährst auch noch vorausschauend und umweltschonender.

Wenn du abbiegst, lass dir gesagt sein, dass das Auto keine engeren Kurven fährt, solange du nicht stärker einlenkst. Wenn du ganz normal in einer Kurve oder bei einer Abzweigung einlenkst und die Vorderräder kommen an der Bordsteinkante vorbei, dann tun es die Hinterräder auch.

Ich hatte damals das Problem, dass ich mir irgendwann ZU sicher war und dadurch Fehler gemacht habe, die nicht hätten sein müssen. Irgendwann habe ich angefangen, so zu denken als wäre ich in der 1. Fahrstunde um mich zu konzentrieren und zu vergessen, dass ich es eigentlich schon kann. Und siehe da, die Fehler waren Vergangenheit. 

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Kommentar von Fire12321
14.04.2016, 20:22

Vielen dank für deine ausführliche Antwort :).

Das schaltenso an sich ist ja nicht mal so schwer. Aber der richtige Zeitpunkt wann wie und wo, da fehlt mir das Know How. Das mit der Auflistung ist echt gut :). Werde ich mir merken :)

Das abbiegen, da ists bei mir halt so, ich achte zu viel auf die anderen Dinge, wie gegenverkehr, blinken, alle Blicke gemacht, und da kommt das lenken irgendwie zu kurz.

Oder als beispiel heute, ich fuhr auf der geraden Fahrbahn, und auf meiner Seite war ein auto. Hätte mein Fahrlehrer nicht eingegriffen, dann wäre ich drauf und durch die reaktion vom lehrer sind uns auch fast autos hinten rein, da ICH zu dumm war dafür :(.

Ich komme irgendwie noch nicht so klar mit den ganzen Einflüssen (fahren, voausschauend fahren, "umwelt" und umgebung beachten und dann noch das ganze zeug mit schulterblick, Rückspiegel, außenspiegel, richtiges Fahrverhalten usw... Wenns morgen ned so richtig klappt, dann setze ich vorerst mal aus mit dem fahren :/

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Grundlegend gilt immer: In der Fahrschule lieber zu langsam!

Auf deinem Auto steht ganz groß "FAHRSCHULE" drauf, d.h. wenn jemand hinter dir nicht kapiert dass dort ein noch lernender hinterm Steuer sitzt ist das sein Problem, lass dich auf garkeinen Fall hetzen, dann passieren nur unnötige Fehler.

Wegen den Gängen. Wenn du rechts bzw. links in eine andere Straße abbiegst, solltest du im Normalfall den 2. Gang nehmen. (außer du musst stehen bleiben aufgrund Gegenverkehr). Kreisverkehre je nach Größe kann man mit 2. bzw. 3. fahren (auch hier gilt, wenn du dir nicht sicher bist nimm den 2. und Fahr einfach langsamer).

Ansonsten musst du auf das Auto hören. Wenn es zu stark ruckelt und Arbeitet und nicht weiter kommt ist der Gang definitiv zu hoch also einfach einen runter schalten und weiter geht's.

Das Problem mit der Peinlichkeit vor dem Fahrlehrer kenne ich, hatte das selbe. Nur solltest du das überwinden. Frag ihn wenn du dir nicht 100% sicher bist - egal (!) wie banal und simpel die Frage auch scheinen mag. Er sitzt immerhin genau aus diesem Grund neben dir und Fragen tut nicht weh.

Evtl ist bei euch ja ein Übungsfahrplatz, oder ihr habt einen Privaten Grund auf dem du mit deinen Eltern fahren üben kannst. Mit Mülltonnen, kann man z.B. gut eine einfahrt oder ähnliches simulieren und die machen dem Auto wenn man dran fährt keinen Schaden.

Ansonsten viel glück und glaub an dich, du packst das schon!

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Es gibt Übungsfahrplätze. Informiere dich mal, ob einer in der Nähe ist. Wenn dann noch jemand mit dir dort stundenlang übt und dich rumfahren läßt, bekommst du mehr Routine.

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Sprich deinen Fahrlehrer drauf an, evtl. hilft es dir auch wenn du die Grundlagen noch mal mit ihm durchgehst, oder einfach mal 4, 6 oder sogar 8 Stunden am Stück nimmst.

Gerade am Anfang wirst zwar danach fertig sein, aber es bringt viel. Persönlich halte ich auch von diesen nur 45 Minuten fahren nichts.

Bei mir hat's damals mit 1 x 2 Stunden und 3 x 8 Stunden (4 Stunden fahren, Essen gehen, noch mal 4 Stunden fahren) gut geklappt, da ich nur Wochenende Zeit hatte.

Es wurden dann auch die Fahrten entsprechend gelegt damit die Übungsstunden und die Überland, Autobahn und Nachtfahrten zusammenpassen.

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