Fremdwörter in der deutschen Sprache?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zumindest lässt sich das amerikanische Wort "Hamburger" wohl tatsächlich (seit ~1840) auf den Begriff "Hacksteak nach Hamburger Art" zurückführen. So fremd sind uns zumindest die "Burger" also nicht, auch wenn "Ham-" hier nichts mit Schinken zu tun hat. Ein Cheeseburger ist dann halt ein "Hacksteak nach Hamburger Art mit Käse", hier in Deutschland hätten wir dann wohl eher ein "Hacksteak Schweizer (oder Züricher) Art".

Worte wie "Heißkäserich" rufen schon auf Grund der Ungebräuchlichkeit ihrer Zusammensetzung Schmunzeln hervor und muten recht altertümlich an.

Puristen hatten schon im vorletzten Jahrhundert versucht, die deutsche Sprache von "undeutschem Ballast" zu befreien, und hätten die Nase gerne "Gesichtserker" genannt.

Da Sprache aber nicht aus irgendwelchen abstrakten Ideen und verkrusteten Ansichten heraus entsteht, sondern sich - genau wie ihre Sprecher - ständig verändert, ist daraus genausowenig geworden wie aus dem Wort "sitt" für "ich bin nicht (mehr) durstig".

Meiner Meinung nach gibt es so etwas wie "Fremdwörter" nur in den Köpfen von Etymologen und Linguisten, die sich über die Herkunft der Wörter Gedanken machen müssen. (auch wenn beispielsweise die Anglisierung des Deutschen mich manchmal nervt, vor allem wenn man ganze Sätze manchmal bald nicht mehr versteht, oder Sachen liest wie "Beseitigt frizz" (Wer zum Teufel ist Fritz?))

Im Englischen sind v.a. lateinische Fremdwörter doch eigentlich ganz normal, mit denen wir uns hier manchmal schwer tun.

Gesprochene Sprache ist eigentlich immer Original und wird eben von den Sprechern gemacht. Solange wir uns alle noch verstehen, ist alles easy.

Danke für die tolle Antwort!

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Wo steckt in „Cheeseburger“ das Wort heiß drin? Da wird etwas hinein interpretiert, was gar nicht vorhanden ist. Würde das eher ziemlich simpel mit „Käsefrikadelle“ übersetzen...

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