Findet ihr Patrioten auch so peinlich?

4 Antworten

echter Patriotismus ist nicht peinlich, solange es sich um eine innere Einstellung handelt, die man vertritt - es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand für sein Land in dem er lebt, da ist, wenn das nötig sein sollte - aber eben nur dann und nicht dann, wenn ein paar alberne und dumme Kasper unbedingt auf Eroberungszüge gehen wollen oder glauben, die ganze Welt müsse gerettet werden

gerettet von wem ? na klar: von den Anderen - man appelliert an ihre Staatspflichten, an ihren Patriotismus - tatsächlich sollen sie sich die blutigen Nasen holen - die eigenen Angehörigen hat man da schon längst in die USA geschafft, weit weg vom Getümmel auf einem komfortablen Plätzchen sehen sie dem Tun und Treiben zu - das würde ich peinlich nennen , peinlich für die Politiker und Regierung in diesem Land

Nein, finde ich nicht peinlich.

Ich kann zwar mit der Art von Patreotismus wenig anfangen, respektiere aber das dies für andere Menschen ein Bedürfnis ist.

Desweiteren muss eine starke Bindung/Idendifizierung mit seinem Heimatland nicht negativ sein.

Gilt deine Meinung eigentlich nur für Nationalflaggen oder findest du Regenbogenflaggen und andere politische Flaggen auch doof ?


flippySippy 
Beitragsersteller
 13.09.2025, 10:37

Regenbogen genauso Schrott, ich kann mit diesen Gemeinschaftsgefühlen nicht so viel anfangen, ich muss was erreichen, wenn man z.B. bei einem Unternehmen arbeitet und dann ein T Shirt mit dem Logo trägt, dann finde ich das okay, aber muss privat auch nicht sein, ich bin da eher individuell als dass ich mich aus einer Gemeinschaft heraus betrachte

Rjinswand  13.09.2025, 10:41
@flippySippy

Ah ok, verstehe ich gut.

Nun ja, ist ja eigentlich ne gute Eigenschaft selbstständig zu denken und sich nicht jeder Gruppe anzubiedern nur weil sie da ist.

flippySippy 
Beitragsersteller
 13.09.2025, 10:47
@Rjinswand

Ja oftmals ist das auch gefährlich, weil man dann aufhört selbst zu denken, alles was die Gemeinschaft bzw. ein paar Einzelne sagen, wird gemacht, weil es ja der Gesellschaft am besten tut, wenn alle an einem Strang ziehen, siehe die Politik Heinies

Rjinswand  13.09.2025, 10:54
@flippySippy

Stimmt, die Folgen davon haben wir ja schon oft in der Geschichte gesehn.

30järiger Krieg, NS-Diktatur usw usw...

Blinder gehorsam/vertrauen ist selten eine gute Idee.

Eine Mischung aus kultureller Prägung, emotionaler Identifikation und oftmals auch öffentlicher Selbstinszenierung, die nicht wenige Außenstehende leicht als übertrieben oder peinlich empfinden.

Wenn Menschen ihre Loyalität oder Liebe zum Land permanent und demonstrativ zeigen, Fahnen an jedem Winkel, übertriebenes Ritualisieren von Symbolen oder extreme emotionale Reaktionen auf nationale Zeichen ist dieses sehr gewöhnungsbedürftig. Hinzu kommt, dass Patriotismus manchmal ritualisiert wird wie ein Ersatzritual für Gemeinschaft oder Identität. Das kann lustig wirken, wenn es unvermittelt im Alltag passiert – etwa wenn Männer eine Fahne aufheben und dabei eine fast feierliche Ernsthaftigkeit an den Tag legen, die für Außenstehende übertrieben erscheint. Auch eine starre Fixierung auf Symbole, ohne inhaltliche Reflexion über Politik oder Gesellschaft, lässt Patriotismus schnell oberflächlich und damit peinlich wirken.

Gesunder Patriotismus zeigt sich vor allem in einer ausgewogenen, reflektierten Haltung. Er bedeutet, dass man sein Land schätzt, seine Geschichte kennt und sich für seine Gesellschaft engagiert, ohne andere Menschen oder Länder abzuwerten. Es geht nicht um übertriebene Symbolik, ständige Inszenierung oder das Bedürfnis, durch Demonstration der Loyalität Bestätigung zu bekommen, sondern um ein stilles, bewusstes Zugehörigkeitsgefühl.

Gruß aus Tel Aviv

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Globalgeschichte/ internationale Politik

Nö, ich finde das komplett normal.

Ich selbst habe auch eine Flagge, die ich aber nicht überall aufhänge. Aber wenn ich eine am Boden sehen würde würde ich sie auch aufheben.

So ein bisschen Patriotismus ist normal und nichts schlimmes.