Sind auf einer Fahrradtour 250 km in einer Woche zu schaffen?

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6 Antworten

Auch für einen Untrainierten sollte sdies zu schaffen sein.

Ich selbst bin die Strecke Moskenes-Svolvaer mit meinem 30 kg schweren Rucksack -quergeschnallt auf demGepäckträger- in einer Richtung an einem Tag gefahren, war danach aber ganz schön geschafft.

Außerdem bin ich mehrmals Teilstrecken und andere Wege auf den Lofoten mit geliehenen Rädern (Kettenschaltung, 10-15 Gänge) gefahren und habe zudem Radtouren mit meinen Reisegästen unternommen.

Der Autoverkehr -nicht nur auf den Hauptstrecken- nimmt immer mehr zu und macht das Radeln öfters unsicher, zumal die Straßen nicht immer breit sind, doch zunehmend verbreitert werden. Kurvige Strecken werden zb durch Tunnel bereinigt, was die landschaftliche Schönheit und das geniessen schmälert. Trotzdem bieten sich immer noch viele berauschende Ausblicke.

Im Detail: Ich schätze, auf ebener Strecke wirst Du ca 15 km/h erreichen, sofern Du keinen Gegenwind hast. Nur ist das Gelände oft recht wellig.

Bei kontinuirlichem Fahren solltest Du 50 km in 4 Stunden geschafft haben.

Nimm Dir also unterwegs Zeit für Sehenswürdigkeiten wie die Kirche auf Flakstad, den Sandstrand vom Ramberg, die JH in Stamsund (super zu Übernachten für Traveller), den Reinefjord und so manchen Fußausflug, zb zu den Seen und Hügeln über Sörvagen.

Die Schreibweise hier entspricht der norwegischen, meine Tastatur gibt es nicht her.

Vielleicht machst Du auch einen Abstecher nach Haenningsvaer, zum urigen Schmied und seinem Museum in Sund, zum Künstlerehepaar in Ramberg (sofern sie noch leben)

Wenn Du das langsame Bergauffahren mit 5-8 km/h kompensieren willst, mußt du bereit sein, Bergab erst mal gut reinzutreten um auf Tempo zu kommen und dann möglichst wenig bremsen.

Da kommt dann aber das Geniessen der Strecke zu kurz, da Du dich höllisch auf die Straße vor dir konzentrieren musst.

Von Svolvaer über Kabelvag (rel. kurz danach km-langer Anstieg zum Tunnel)  zur Insel Gimsöya gibt es nur die Hauptstraße.

Nach Gimsöya mußt Du dich entscheiden, fährst Du die Küstenroute über Stamsund (danach heftige Steigung nach Leknes) oder nimmst Du die Straße über die Inselmitte (erst die Steigung, dann meist eben oder bergab mit einigen Wellen) nach Leknes.

Von Leknes auf der Insel Vestvagöya bis zum Tunnel der auf Flakstadöya führt ist es ziemlich eben. Im Tunnel, in dem offiziell Radfahren verboten ist, geht es heftig ab- und wieder aufwärts. Dir werden die Augen tränen vom schnellen Bergabfahren, und der ständige Wechsel von hell (die in regelmäßigen Abständen eingelassenen Leuchten in den Tunnelwänden) und dunkel erschwert zusätzlich die Sicht. Aber du kannst in einen Geschwindigkeitsrausch geraten. Aufwärts so lange wie möglich den Schwung mitnehmen und dann auf den Fußweg ausweichen und schieben.

Von jetzt ab bis Moskenes immer wieder wellig mal kurze heftige, mal lang gezogene, die Straße steigt aber fast nie über 100 m über Meeresoberfläche, meist zwischen 10 und 50 m über NN.

Bis Moskenes, von Flakstadöya nach Moskenesöya geht es über eine Hängebrücke, radelst Du immer die Hauptstraße mit LKW, Wohnmobilen und Bussen, die nicht immer einen weiten Bogen um die machen werden. Mein letzter Lofotenbesuch ist ca. 10 jahre her, ich kenne daher nicht die neuste Entwicklung. Jedoch den Trend, den ich bereits ganz oben beschrieb.


viel Vergnügen bei der Tour !

Such dir für die Fahrt lieber den Sommer aus, ab Juni bis Ende August. In den anderen Zeiten ist die Chance auf Winterwetter deutlich höher als bei uns.


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Ich weiß leider nicht, wie hügelig die Strecke ist. Wenn du eine Strecke fährst, die immer recht nah am Wasser lang geht, müsste es aber relativ eben sein. Das kannst du an 6 Tagen mit täglich etwas über 40km locker schaffen. Sind zwei Stunden Fahrt pro Tag.

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Kommentar von JM1809
17.02.2016, 12:43

Ja genau, ich würde teilweise auch über die E10 fahren, die "Landstraße" ist eben und asphaltiert.
Und teilweise an der Küste entlang, denke auch das wird eine entspannte Strecke.
Super, das klingt auf jeden Fall super entspannt und machbar. Danke! :)

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Ich hab leider keine Erfahrung mit solchen Touren. Sowas hab ich immer an einem Wochenende gefahren. Ich würd mir aber die Strecke einfach mal so einteilen, dass man dann auch gleich die Haltestationen mit einplant und die Sehenswürdigkeiten.

So kann man zB am Vormittag wieder die naächste Strecke angehen und hat dann nachmittags noch genügens Zeit, sich was anzusehen. Besser als umgekehrt und dann unter Zeitdruck zu geraten. man hat dann auch noch Luft, falls was kaputt gehen sollte, oder man mal ne längere Pause braucht.

Ein paar Hügel mehr oder weniger sollten dann auch kein Problem sein.

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Klar schaffst du das. Ich habe an einem Tag allein 125 km geschafft. :)

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Kommentar von JM1809
17.02.2016, 12:39

Wow, okay das klingt vielversprechend.
Ich schätze mal ich werd 50-60 km am Tag fahren, so kann ich mal einen Tag entspannen.
Also würdest Du sagen, für ungeübte sind 50-60km realistisch? Am Tag?

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Kommentar von Moecr
17.02.2016, 12:42

Ja fahre selbst nicht regelmäßig Fahrrad. Und 50/60 Km sollten schon locker zu schaffen sein, wenn es nicht grade nur steile Berge sind die du überwinden musst. Dann können nämlich selbst die 50 KM todesanstrengend werden

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Klar das schafft man!

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Kommentar von JM1809
17.02.2016, 12:37

Super :D danke! Und was meinst Du wie viele KM man entspannt am Tag fahren kann, als Maximum?

Habe vor auch mal nen Tag nicht zu fahren und muss dementsprtechend Kilometer auf die anderen Tage verteilen.

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Mit Schaltung am Rad ist auch das Berg hoch fahren ähnlich anstrengend wie geradeaus fahren. Man fährt dann aber teils auch nur noch 5-7km/h. Umso schneller gehts bergab :-)

Ich fahr hier bei Dresden auch kaum echte Berge, und hab mich im Rahmen einer Tour, trotzdem recht gut über Alpenpässe gewuchtet.

Wenns ganz steil wird, kann man immer noch schieben, was auch mal ne nette Abwechslung ist.

Achtung, versuche stark befahrene Straßen zu meiden, dass kann sonst stressiger werden, als alles andere.

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