Fahrrad Alkohol und Fahrerflucht vor Polizei, was kommt aus mich zu?

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6 Antworten

Bin normal auf dem bürgersteig gefahren. 

Was ist daran normal? Normal wäre es, auf der Straße zu fahren. Normal wäre auch, ohne ein Bier in der Hand Fahrrad zu fahren.

Zu dem Vorfall, zu dem wir nur deine Version kennen:

Es könnte so laufen, dass gegen dich ein Strafverfahren eingeletet wird, da du im Verkehr ein Fahrzeug geführt hast, obwohl du infolge des Genusses alkoholischer Getränke nicht in der Lage warst, das Fahrzeug sicher zu führen (§ 316 StGB). Du hast zwar einen VU gebaut, aber ich glaube nicht, dass ein Strafverfahren nach § 315 c StGB eingeleitet wird. Hat man dir auch Blut abgenommen?

Auch bei einem Alkoholgehalt über 0,3 Promille kann man deswegen bestraft werden. Du hast eindrucksvoll gezeigt, dass du noch nicht einmal auf ein Haltezeichen der Polizei adäquat reagieren konntest und das Polizeifahrzeug anfuhrst. Du warst absolut fahruntüchtig!. Das wird man dir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zur Last legen. Deine Fahrerlaubnis könnte tatsächlich weg sein. 

Ich habe den Worst Case  beschrieben, ob er eintrifft ist ne andere Sache. Ich weiss auch nicht, was du alles hinzugefügt oder weggelassen hast. 

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Hallo Sintschenko17,

nette, aber zugleich sehr unglaubwürdige Geschichte.

Wenn Du von der Polizei gestoppt werden musstest, weil Du  den Zeichen oder das Haltegebot der Polizeibeamten die Dich kontrollieren wollten, keine Folge geleistet hast und auf andere Art und Weise gestoppt werden musstest, ist das eine Ordnungswidrigkeit eine Ordnungswidrigkeit, die laut bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog einen der beiden folgenden Bußgeldbescheide nach sich zieht:

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Tatbestandsnummer: 136600

Tatvorwurf: Sie befolgten nicht das Zeichen des Polizeibeamten. 

Ordnungswidrigkeit gem.: § 36 Abs. 1, 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 129 BKat

Bußgeld: 70,00 *** Euro plus 28,50 Euro an Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot: Nein

B-Verstoß

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Tatbestandsnummer: 136606

Tatvorwurf: Sie befolgten nicht das Haltgebot des Polizeibeamten.

§ 36 Abs. 1, 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 129 BKat

Bußgeld: 70,00 *** Euro plus 28,50 Euro an Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot: Nein

B-Verstoß

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*** Das Bußgeld von 70,00 Euro ist bei fahrlässiger Begehung fällig. Da Du den Verstoß aber nicht fahrlässig, sondern vorsätzlich begangen hast, ist das Bußgeld von 70,-- auf 140,- Euro zu verdoppeln.

Bezüglich des Alkohols würde nichts auf Dich zukommen, da ein Fahrradfahrer bei einem Wert von 0,38 Promille nicht ungeeignet zum Führern von Fahrräder gilt.

Aber es ist absolut unwahrscheinlich, dass die Polizisten Jemanden mit dem Auto rammen, nur weil er nicht auf Haltezeichen reagiert, denn das währe absolut unzulässig weil es absolut unverhältnismäßig ist.

Vielmehr hätte der Polizeibeamte der Dich auf dem Bürgersteig gerammt hat eine ganze Palette von Straftaten begangen:

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 § 223 StGB - Körperverletzung 

(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

(2) Der Versuch ist strafbar.
 

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§ 240 StGB - Nötigung 

(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist. 

(3) Der Versuch ist strafbar. 

(4) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter 

  1. eine andere Person zu einer sexuellen Handlung nötigt,
  2. eine Schwangere zum Schwangerschaftsabbruch nötigt oder
  3. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht. 

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§ 315c StGB - Gefährdung des Straßenverkehrs 

(1) Wer im Straßenverkehr

1. ein Fahrzeug führt, obwohl er

a) infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel oder

b) infolge geistiger oder körperlicher Mängel

nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, oder

2. grob verkehrswidrig und rücksichtslos

a) die Vorfahrt nicht beachtet,

b) falsch überholt oder sonst bei Überholvorgängen falsch fährt,

c) an Fußgängerüberwegen falsch fährt,

d) an unübersichtlichen Stellen, an Straßenkreuzungen, Straßeneinmündungen oder Bahnübergängen zu schnell fährt, 

e) an unübersichtlichen Stellen nicht die rechte Seite der Fahrbahn einhält,

f) auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen wendet, rückwärts oder entgegen der Fahrtrichtung fährt oder dies versucht oder 

g) haltende oder liegengebliebene Fahrzeuge nicht auf ausreichende Entfernung kenntlich macht, obwohl das zur Sicherung des Verkehrs erforderlich ist, 

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

(2) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 ist der Versuch strafbar. 

(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1

1. die Gefahr fahrlässig verursacht oder

2. fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
 

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Und Polizeibeamte sind gut genug ausgebildet um zu wissen, dass sie nicht einfach Fahrradfahrer mit dem Auto rammen dürfen, nur weil sie ein Haltegebot missachtet haben.

Schöne Grüße
TheGrow

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Kommentar von furbo
22.01.2016, 11:41

Und Polizeibeamte sind gut genug ausgebildet um zu wissen, dass sie nicht einfach Fahrradfahrer mit dem Auto rammen dürfen, nur weil sie ein Haltegebot missachtet haben.

Ich denke, dass sie ihm Anhaltezeichen gegeben haben, er es aber nicht beachtete. Daraufhin fuhren sie vor und stellten das Fahrzeug quer auf den Gehweg. Er fuhr dann dagegen und fiel um.

Ich hätte ihn zapfen und auf Alk und Drogen untersuchen lassen. 

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Die polizei ist mit dem auto auf dem bürgersteig und hat mich von der seite gerammt, sodass ich auf denn boden fiel.

Junge, da war  sicher noch was anderes im Spiel als nur 0,38 Promille, die Wirkung von dem Zeugs scheint immer noch anzuhalten. Wechsel den Dealer, das was der bisherige liefert tut dir nicht gut.

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Hallo, so wie es aussieht hat die Polizei sich nicht richtig verhalten. Dein Promille Wert ist OK. Du hast nichts zu befürchten. Ich würde mir einen Anwalt nehmen und mal nachfragen lassen, was die Polizei sich dabei gedacht hat dich so rüde vom Fahrrad zu holen.

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Kommentar von Sintschenko17
22.01.2016, 03:11

Genau so sehe ich das auch. Sie hatten kein jeglichen grund mich mit dem Auto zum stopen zu bringen. Dies kann man mit versuchtem totschlag vergleichen

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hat mich von der seite gerammt, sodass ich auf denn boden fiel.

Das war mit Sicherheit nicht so!

Außerdem darfst du gar nicht auf dem Bürgersteig fahren.

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Kommentar von Abuterfas
22.01.2016, 02:48

Die Trolle geistern aber noch spät umher ^^

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Kommentar von Sintschenko17
22.01.2016, 02:51

Leider war es so. Ist doch grade egal, hast n plan ob dies durften oda nicht

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Fahren unter Alkohol, Beschädigung von Staatseigentum, versuchte Fahrerflucht....ui ui ui, das wird teuer! Unter 2 Jahre Lappen weg und MPU geht da nichts.

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Kommentar von Sintschenko17
22.01.2016, 02:54

was macht dich da so sicher?... Fhrerflucht und Staatseigentum hAT nichts mit lappen zutuhen

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Kommentar von Abuterfas
22.01.2016, 02:57

Sorr, habe noch was vergessen: Umweltverschmutzung. Du wirst ja sicher das Glas zerbrochen haben.

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