Erst beizen, dann schleifen oder andersrum?

3 Antworten

aus deiner beschreibung, kann man nicht lesen was für holz es ist weich/hartholz, ablauf: leicht wässern,schleifen, leicht wässern, schleifen,beizen,hartgrund,leicht schleifen, mattieren, (pinsel7lappen) und du hast ein glatte oberfläche, wenn du die matt haben willst, mit 000 stahlwatte leicht anschleifen

Beize ist im grunde nur wasser mit farbpigmente. Das waere wieder weg. also aufbau waere anschleifen, beizen, nach trockenzeiten nachher in 2duennen schichten kllaarlack drauf, sonst waescht sich die beize raus

Na klaar! ^^

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Natürlich mußt Du die Einzelteile vor dem Beizen (Beize ist je nach Zusammensetzung eine Mischung aus Wasser, Lösungsmittel, Pigmenten und farbverändernden chemischen Stoffen, die mit Bestandteilen des Holzes reagieren. "Wasser mit Farbpigmenten" findet man nach etwas Hin- und hergewische mit dem Pinsel in einem guten, alten Schulmalkasten... ^^ ...manche sollten besser schweigen.) abschleifen. Darf man HIER auch mit Maschine. Aber beim Maschinenschleifen bitte immer den Hauptteil der Bewegung, und vor allem die letzten paar, entlang der Faser, also längs, ausführen. (Sonst Querschliffkratzer) Und das bei Bedarf zuerst von grob (80) bis fein (150) --- ("Der letzte Schliff", auch wenns hier nicht zutrifft).

Beim Beizen würden sich durch das Aufschwemmen der Zellen die teilweise losgerissenen Fasern an der Oberfläche aufrichten --- deshalb ist es zwingend notwendig, das Holz nach dem Schliff gründlich zu wässern. Dazu nimmt man am besten einen großen Schwamm, und lauwarmes Wasser. Man darf durchaus soviel auftragen, daß das Wasser auf den liegenden, horizontalen Flächen ein paar Sekunden "steht", Und die (möglichst wenigen) vertikalen Flächen sollten mehrmals bestrichen werden, um genausoviel aufsaugen zu können. Danach sollten die Teile über nacht an einem warmen, trockenen Ort (Nähe Heizkörper?) stehen.

Am nächsten morgen (oder etwas später ^^) sieht man das Ergebnis: Die losen Fasern haben sich aufgerichtet. Sie stehen schräg von der Fläche ab. Nun sollte man mit 100er bis 120er Papier auf einem Schleifklotz (sonst sehr leicht Splitter in der Hand) anfangs ganz vorsichtig und ohne Druck, nach Sicht aus der Nähe, entgegen der aufgerichteten Fasern (d.h. auch auf einem Teil an verschiedenen Stellen aus ganz unterschiedlichen Richtungen beginnend - je nach Maserung stehen die Fasern einmal vor, einmal zurück!) zu schleifen beginnen, also anfangs nicht vor und zurück, sondern nur VOR, um die Fasern GANZ abzureißen, und nicht wieder zurück in ihre Lücken zu drücken!!!

Durch die genaue Betrachtung, das Einsetzen an mehreren Stellen, und Richtungsänderung je nach Maserung, SPART man sich sogar etwas Handarbeit, ersetzt durch "Augenarbeit". ^^ Denn: Nachdem die SICHT- und leicht ERFÜHLBAREN Fasern dann weg sind, schleift man mit etwas Druck die Fläche dann ganz glatt (und das geht schneller, je besser man auf die Faserrichtung geachtet hat --- außerdem sinkt so die Gefahr, daß sich beim Beizen dann DOCH was aufrichtet), und wechselt am schluß nochmal kurz zum 150er (Das darf auch wieder mit Maschine sein.)

Sind nun die Teile "arschglatt", wie man so sagt, muß man nur noch komplett den Staub entfernen (Am besten Kompressor mit Feindüse aus der Nähe - da würde man auch letzte Faser-"Nachzügler" erkennen.), dann kann man beginnen, zu beizen. Der Vorgang richtet sich aber nach der verwendeten Beize, und ich kann nicht auf alle Varianten eingehen.

So, ich wünsch´ Dir viel Erfolg, sollte machbar sein! ^^ Gruß vom Schreinerchen.

(P.S. Bei Fragen zum Lackieren --- frag.)

Äh - schon klar, daß man das nicht im zusammengebauten Zustand machen sollte? (meistens GAR nicht gut... :-( )

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