Elektro-Schocker für die Erziehung eines Dobermann - darf das wahr sein, ist das überhaupt erlaubt?

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12 Antworten

Hallo Dobermannfreund,

ich hab schonmal von solchen Methoden gehört. Soweit ich mich erinnern kann ist da eine Art E-Schocker am Halsband. Und sobald der Hund dann Fehlverhalten zeigt kann der Halter den Hund damit maßregeln. Der Stromstoß an sich sei dabei ungemütlich für den Hund, aber ungefährlich.
Meine persönliche Meinung: Dem Halter gleich so ein Teil an den Hals binden!

Schutzhunde kenne ich leider nur als Diensthunde der Polizei,
dort sind die Hunde dann jedoch mehr Dienstmittel als Tier.
Da Schutzhunde im Polizeidienst so einiges aushalten müssen werden sie bei der Erziehung auch etwas sehr rau behandelt, mitunter sieht das schon sehr brachial aus.

Fazit:
Sprich mal mit den zuständigen Behörden über das Thema,
die Leute da tun dir nix und prüfen den Fall.

Liebe Grüße,
Yuri

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Kommentar von turalo
07.10.2011, 07:29

Die Polizei behandelt ihre tierischen Beamten sogar recht gut. Ich kenne viele Hundeführer und weiß um die Ausbildung.

Der Diensthund muß wesentlich weniger "erleiden" als der Sporthund des Vereinsmitgliedes. Der Diensthund braucht nicht unbedingt "sauber" zu sein, d. h. es ist relativ egal, wohin er den Täter (Scheintäter bei der Übung) beißt. Es ist auch nicht so wirklich wichtig, wie sauber und schnell er ausläßt. Diensthunde bekommen fünf Kommandos: "Bleiben Sie ruhig stehen. AUS!" Dann kann er auch zögerlich ablassen. Der Sporthund bekommt ein Kommando "AUS!", dann hat er unverzüglich auszulassen, sonst droht Punktabzug.

Ich wäre lieber Dienst- denn Sporthund....

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Tierschuzgesetz, § 3:

Es ist verboten,

1. einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes offensichtlich nicht gewachsen ist oder die offensichtlich seine Kräfte übersteigen, 1a. einem Tier, an dem Eingriffe und Behandlungen vorgenommen worden sind, die einen leistungsmindernden körperlichen Zustand verdecken, Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines körperlichen Zustandes nicht gewachsen ist, 1b. an einem Tier im Training oder bei sportlichen Wettkämpfen oder ähnlichen Veranstaltungen Maßnahmen, die mit erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind und die die Leistungsfähigkeit von Tieren beeinflussen können, sowie an einem Tier bei sportlichen Wettkämpfen oder ähnlichen Veranstaltungen Dopingmittel anzuwenden, 2. ein gebrechliches, krankes, abgetriebenes oder altes, im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier, für das ein Weiterleben mit nicht behebbaren Schmerzen oder Leiden verbunden ist, zu einem anderen Zweck als zur unverzüglichen schmerzlosen Tötung zu veräußern oder zu erwerben; dies gilt nicht für die unmittelbare Abgabe eines kranken Tieres an eine Person oder Einrichtung, der eine Genehmigung nach § 8 und, wenn es sich um ein Wirbeltier handelt, erforderlichenfalls eine Ausnahmegenehmigung nach § 9 Abs. 2 Nr. 7 Satz 2 für Versuche an solchen Tieren erteilt worden ist, 3. ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen, 4. ein gezüchtetes oder aufgezogenes Tier einer wildlebenden Art in der freien Natur auszusetzen oder anzusiedeln, das nicht auf die zum Überleben in dem vorgesehenen Lebensraum erforderliche artgemäße Nahrungsaufnahme vorbereitet und an das Klima angepasst ist; die Vorschriften des Jagdrechts und des Naturschutzrechts bleiben unberührt, 5. ein Tier auszubilden oder zu trainieren, sofern damit erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind, 6. ein Tier zu einer Filmaufnahme, Schaustellung, Werbung oder ähnlichen Veranstaltung heranzuziehen, sofern damit Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind, 7. ein Tier an einem anderen lebenden Tier auf Schärfe abzurichten oder zu prüfen, 8. ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen, soweit dies nicht die Grundsätze weidgerechter Jagdausübung erfordern, 8a. ein Tier zu einem derartig aggressiven Verhalten auszubilden oder abzurichten, dass dieses Verhalten

a)
    bei ihm selbst zu Schmerzen, Leiden oder Schäden führt oder
b)
    im Rahmen jeglichen artgemäßen Kontaktes mit Artgenossen bei ihm selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt oder
c)
    seine Haltung nur unter Bedingungen zulässt, die bei ihm zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führen,

9. einem Tier durch Anwendung von Zwang Futter einzuverleiben, sofern dies nicht aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist, 10. einem Tier Futter darzureichen, das dem Tier erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden bereitet, 11. ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist.

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...meines wissens ist die anwendung von elektroschock-halsbänder verboten - allerdings nicht der verkauf und besitzt...

http://www.tierheim-nuembrecht.de/html/teletakt_verboten__.html

ich würde "beweisgut" sammeln und diese frau (bzw. auch den verein, der solche methoden zulässt) sofort beim zuständigen amt (od. bei der polizei) melden.

ich frage mich, warum tiere so oft unter der unfähigkeit ihrer halter leiden müssen... auch wenn ich die situation nicht ausreichend kenne, aber solche "subjekte" gehörten mE mit lebenslangen tierhalteverbot belegt!

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Kommentar von 0Yuri0
07.10.2011, 07:31

Danke für den Link.
Grundtenor ist schon besagtes Verbot, jedoch mit Einschränkungen:

"Dabei kommt es nicht auf die konkrete Verwendung der Geräte im Einzelfall sondern darauf an, ob sie von ihrer Bauart und Funktionsweise her geeignet sind, dem Tier nicht unerhebliche Schmerzen zuzufügen."

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Stromschläge zur Erziehung sind m. A. n. Tierquälerei und außerdem dumm, weil sie kontraproduktiv sind. Ich würde den Amtstierarzt informieren, das Ordnungsamt und den Tierschutz. Da kann man Dir jeweils auch sagen, ob es eine Möglichkeit des Einschreitens gibt oder nicht. Jemand, der seinen Hund mit solchen Methoden "erziehen" oder im Griff halten muß oder will, hat nichts vom Wesen des Hundes verstanden und sollte keinen Hund - auch kein anderes Tier - halten. Gruß, q.

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Vermute bei dem "Elektroschocker" handelt es sich um einen "Teaser"

Dieses Elektroschockinstrument arbeitet mit sehr hoher Voltzahl und kann entsprechend eingestellt bis zur Bewusstlosigkeit eines Menschen oder Tieres führen...

Verwendung finden solche Geräte bei nicht artgerecht durchgeführten Schlachttiertransporten.

Die Geräte sind in D frei verkäuflich, dürfen aber nicht angewendet werden (Waffengesetz)

Wer mit einem derartigen Gerät glaubt "seinen Hund zu erziehen & zu korrigieren" hat von Hund, Lebewesen und Mitgefühl keine Ahnung!!

Zu derartigen "Entgleisungen" kann es kommen wenn Hunde mit Strafreizen, Zwang und "Meideverhalten" vom Menschen "ausgebildet werden"sollen. Leider ist das in der Schutzhundeausbildung nicht selten zu betrachten...

Derartige Strafreizen führen zu Fehlverknüpfungen beim Hund. Dazu ein Beispiel was damit gemeint ist:

Wir, meine Hunde und ich laufen über eine vor Hitze flirrende Ebene. Zum schattigen Wald ist es noch ein Stückchen, als wir an einer Viehweide für Rinder vorbeikommen... Direkt hinter dem Weidedrahtzaun mit Hochspannung sind die Wasserbehälter für die Rinder.... Dort steuert einer meiner Hunde hin. Drei Mal sage ich NEIN, kann aber das Dritte Mal nicht verhindern = Hund kommt an den Elektrozaun. Obwohl ich exakt in dieser Schrecksekunde das dritte Nein ausgesprochen habe kommt es nicht dazu, dass in Zukunft das Wort NEIN strikt von meinem Hund befolgt würde - auch nicht in Verbindung mit Weidezaun!! Ab da macht mein Hund einen grossen Bogen um jeden schwarzen Wasserbehälter....

Der Hund verknüpft also das was er gerade im Kopf hat mit dem Stromstoss und nicht "sein Fehlverhalten"

Es bleibt nur möglichst schnell ein Video (Handy) zu erstellen und diese jede Grenze überschreitende Hundehaltung- & Führung beim zutreffenden Tierschutzverein & Ordnungsamt anzuzeigen!!!

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Kommentar von YarlungTsangpo
07.10.2011, 09:58

Das Gesagte gilt auch für den Einsatz (gleich wo) von Elektroschockhalsbaendern!!

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Teletakt darf nur von gewissen Ausbildern verwendet werden. Jäger und Polizei - sonst fallen mir keine ein.

Einen solchen Fall kannst Du beim Tierschutz vorbringen, nur ob die einschreiten werden ist zweifelhaft.

Viele Hundevereine benutzen Strom zur Ausbildung beim "Sauberwerden", d. h. für den Schutzdienst. Leider wird da aber so gut wie nie nachgehakt.....

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Hallo, nein dass ist verboten und in falschen Händen kann das echt schaden anrichten.

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So was nennt man Tierquälerei und ist sofort beim Ordnungsamt zur Anzeige zub ringen.

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Das teletakt ist nicht verboten. Leute mit einer Sachkunde dürfen es verwenden...aber wer ist ssachkundig?! Alles in Allem gibt das TschG nichts Befriedigendes her...

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Kommentar von Nanni001
24.03.2014, 19:04

Natürlich ist ein Tele Takt Gerätverboten!

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man sollte die hundehalterin damit behandeln

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Das ist ja unglaublich! Das ist Tierquälerei und muss unbedingt gemeldet werden. Dem Tier muss geholfen werden.

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Die sogenannten teletakt-Geräte sind in D verboten!

Melde sie beim Tierschutz.

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Kommentar von dobermannfreund
07.10.2011, 07:41

es ist wohl kein Teletakgerät, sondern, sie richtet den "Strahl" auf den Dobi, es muss für ihn eine starke Wirkung ausüben und der Hund wird wohl mit Ampere erschreckt oder ähnl.

Es ist ein Stab.

Es ist eine ältere Frau, die den Dobi auf dem Hundeplatz (VDH) zum Schutzhund hat ausbilden lassen. Sie kann ihn selber kaum halten, wegen Rücken- und Nackenschmerzen resp. Beschwerden.

Ich bin immer der Meinung gewesen, wenn man einen Hund zum Schutzhund ausbilden lässt, dass man das selber durchführen muss, nicht durchführen lässt. Man muss ja den Hund auch verantwortungsbewusst halten können.

Dinge gibts! Man muss sich auch wundern, was so Hundehaltern alles einfällt.

Wegen der Unfähigkeit der Menschen müssen die Tiere manchmal so sehr leiden. Auch oft durch Menschen, die ihren "Napoleon" hervorkehren müssen.

Jedenfalls von dieser Methode in Sachen Erziehung habe ich noch nie etwas gehört.

Schlaghalsband und Teletakt das ist mir schon bekannt, aber nicht diesen Schocker. GsD sind diese Geräte verboten. Hätten gar nicht erst erfunden werden dürfen.

Sind ja regelrechte Foltermethoden.

LG, dobermannfreund

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Kommentar von klarinella
07.10.2011, 13:44

Teletakt-Geräte sind (leider) nicht verboten...

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