einkaufen in der DDR- lange warteschlangen?

7 Antworten

Fehler der Planwirtschaft war, das die Produktion nicht flexibel war. Die Verteilung der Produktionsmittel und die zu herstellenden Produkte wurden in den sogenannten Plänen festgelegt. Wenn aber sich Nachfrage oder Angebot zu änderten, konnte nur schwer darauf reagiert werden. Wenn z.B. mal ein Frachter aus Kuba mit Bananen einen Weg in die DDR Häfen gefunden hatte, dann gab es Bananen und keine Orangen. Und dann sind die Leute losgerannt und haben versucht Bananen zu ergattern. Die nächste Ankunft des Bananenfrachters war ja in den Plänen schon festgeschrieben.

angestanden wurde immer dann, wenn es irgendwo meist unverhofft und ohne ankündigung "mangelware" zu kaufen gab: das konnten bananen,"richtige orangen"(im gegensatz zu den strohigen saftorangen), oder auspuffanlagen für den trabi sein. wer zuerst im laden war, hatte beim kauf natürlich die größten chancen. aufgrund der merkwürdigen regeln des RGW hatte die ddr ja selbst nur recht wenige möglichkeiten flexibel auf verbraucherwünsche im eigenen land zu reagieren und da alles erst von "oben" abgesegnet werden mußte und devisen knapp waren, konnte der normalverbraucher kaum ahnen oder gar wissen, was demnächst auf dem markt sein würde. manchmal bildeten sich schlangen quasi aus dem nichts heraus, weil es kurzfristig mal was seltenes zu kaufen gab und niemand leer ausgehen wollte. als "einstieg" empfehle ich dir das titelbild der satirezeitschrift titanic mit dem titel "zonengabys erste banane" darauf ist eine junge frau zu sehen, die eine halb geschälte salatgurke, wie eine banane in der hand hält. leider habe ich gerade keinen link gefunden, wenn du aber den titel googelst,wirst du bestimmt fündig.

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danke dir! habe mir die titelseite eben angeschaut! das ist auf jeden fall eine interessante idee! :-) schönen tag noch!

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Schlange stehen, das gab`s doch nur, wenn ganz bestimmte Westprodukte mal im Angebot warn, z.B. die dämlichen Bananen, die total heiß begehrt waren. Die Leute hätten auch welche aus Vietnam oder Kuba haben können, doch diese Zuchtsorte war ihnen zu klein - diese Dummköppe, die auf große Bananen abfuhren. Dabei sind die kleineren die wertvolleren. Auf den Kanaren weiss man dies zu schätzen. die haben nämlich auch recht kleine im Angebot. Übrigens auch im jetzigen Deutschland stehn die Leute vor der Kasse sehr oft in einer Schlange, also was soll das?

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Was schreibst du hier für einen Blödsinn? Kleine vietnamesische Bananen und kubanische Bananen habe ich in DDR-Läden nie gesehen (du vielleicht? wo hast du zu DDR-Zeiten gewohnt?), auch keine vienamesischen Orangen, und die Kuba-Orangen eigneten sich wegen der harten Schale nur zum Auspressen.

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