Einfach aufhören Fleisch zu essen?

13 Antworten

Ich würde sagen, wenn du eh gerade wenig Fleisch ist, dürfte der Übergang zum Vegetarismus ohnehin etwas einfacher sein (auch für den Körper) als "Knall auf Fall".

Ich bin kein Ernährungsexperte, aber spreche mal von meinen eigenen Erfahrungen: also als ich damals definitiv mit dem Fleischkonsum aufhörte, gab es keine nennenswerten Beschwerden (körperlich oder anderes).
Allerdings solltest du dich darüber informieren (falls du das noch nicht getan hast), woher du Nährstoffe wie etwa Eisen und Proteine alternativ beziehst, um keinen Nährstoffmangel zu erleiden. Entsprechend solltest du deine Ernährung ein wenig danach richten. Dann sollte nichts schiefgehen :)

Habe mich schon kundig gemacht, Rezepte raus gesucht & mit einer Vegetarierin mich zusammengeschlossen. :)

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Du kannst auf jeden fall sofort aufhören mit dem Fleisch  essen das ist kein Problem. Aber vielen fällt es schwer von 100 auf 0 zu gehen. Du solltest dich aber auch über eine gesunde vegetarische Ernährung informieren weil man schnell in einen Eisenmangel oder ähnliches reinrutscht. wen du dich aber irgendwann wieder zu einer fleischhaltigen Ernährung entscheidest, solltest du langsam wieder anfangen da viele es nicht gut vertragen und der Körper teilweise nicht so gut mit macht

Ja, das kannst du tun, allerdings ist es schwierig, wirklich so umzusteigen, dass keine Mängel entstehen. Viele übertreiben es leider mit ihrer Ernährung und essen so einseitig, dass sie irgendwann dann doch beim Arzt sitzen.

Schaue dich daher bitte genau danach um, was du essen magst und essen solltest, und ob das innerhalb des Haushalts möglich ist.

Ich habe genauso angefangen wie du. Ich habe Fleisch noch nie besonders gern und oft gegessen. Mittlerweile ernähre ich mich vegan und dieses Gefühl, zu wissen, dass man nicht mehr die Qualen hilfloser Lebewesen unterstützt, macht mich glücklich.

Probier es einfach, iss einfach kein Fleisch mehr und probiere andere Sachen. Tofu habe ich am Anfang total gehasst und mittlerweile esse ich den manchmal roh, weil er mir so gut schmeckt. :D

Sieh dir einfach viele Videos zu dem Thema an und du wirst dir immer sicherer werden, dass es die richtige Entscheidung war! 

Bleib Neuem auf jeden Fall aufgeschlossen! Und lass dich nicht unterkriegen von Leuten, die dir erzählen wollen, dass das nichts bringt, oder dass du dadurch ungesund lebst. Das stimmt alles sowieso nicht.

Vielleicht bist du ja auch irgendwann an dem Punkt, an dem du überlegst, dich langsam an eine vegane Ernährungsweise heranzutasten. Du wirst es nicht bereuen. :)

In der Sportmedizin (s. auch Dr. Moosburger, ein bekannter Sportarzt
und Internist aus Österreich - ) gilt strikter Veganismus als eine sogenannte
"nicht zweckmäßige Mangeldiät". Doch als Vegetarier, der definitionsgemäß durchaus auch Milchprodukte, Honig und Eier verzehren "darf" (manchmal auch Fisch - das sind dann die so genannten "Pesco-Vegetarier"), treten grundsätzlich keine Mängel auf 

Zum vielbemühten "Tierleid":

Ein Beispiel für den absoluten Supergau des Tierleids ist ein vegetarisches Produkt: Frühstücks-Müsli mit frischem Apfel. Warum das so ist?

Einfach: Fängt bei der Getreideernte an: Rehkitze und Hasenjungen
bewegen sich instinktiv keinen Zentimeter im Feld vom Fleck und warten dort auf das Muttertier. Die fallen direkt mal in großer Zahl dem Mähdrescher
zum Opfer. Dann geht' s weiter:

In den Getreidesilos müssen die Vorräte gegen Schädlinge geschützt werden, logisch! Das heißt namentlich auch gegen Ratten. Ratten sind überaus schlaue Viecher, damit braucht man ein langsam wirkendes Gift, damit die Tiere den Zusammenhang zwischen Köder und Wirkung nicht erkennen. Sie krepieren dann über 4 bis 5 Tage.

Zuletzt der Apfel: In den Apfelplantagen muss das Wurzelwerk der
Bäume gegen Schermäuse geschützt werden, die dann regelmäßig vergast
werden müssen.

Fazit: Jedes Steak vom Grill hat weniger Tierleid verursacht als dieses Frühstücks-Müsli.

Dieses kleine Beispiel soll  nur verdeutlichen, dass die Dinge oft nich so einfach sind wie (ohne Kenntnis der Fakten) vermutet wird. Und Nahrungsketten gibt es in der freien Natur erst recht, die im Normalfall viel gnadenloser ist als die Weideviehhaltung.

Aber aus gesundheitlichen Gründen kannst du selbstverständlich auf reines Fleisch problemlos verzichten, wenn du das für dich so entschieden hast. Nur der komplette "Veganer" läuft Gefahr, seine Gesundheit zu gefährden, da völlig ohne tierische Produkte eben essentielle Vitamine (B12) und Spurenelemente fehlen, die über Tabletten und Supplements ersetzt werden müssen. Ansonsten drohen irreversible Mangelerkrankungen.

Größter Unfug überhaupt. Immer mehr Sportler praktizieren diese "nicht zweckmäßige Mangeldiät", weil sie dadurch ihre Leistungen verbessern. Carl Lewis, mehrmaliger Olympiasieger, und ein Supersportler hatte sich, oder ernährt sich immer noch vegan. Wie konnte er also mit dieser "Mangeldiät" solche Erfolge erzielen.

"Super" Beispiel mit dem Rehkitz und der Getreideernte. Das 50% des Getreides an Nutztiere, die du später isst, verfüttert wird, hättest du auch noch erwähnen sollen.

Du solltest dir langsam mal bessere Argumente suchen um deinen Antiveganismus zu begründen.

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@mulano

...An Deinem Kommentar erkenne ich vorzüglich, dass viele Veggies ihre Naturkundekenntnisse eher aus Walt-Disney-Filmen haben als aus wissenschaftlichen Quellen.

Zum Fakt der Getreideernte: Dass das Zeug an Weidevieh verfüttert wird, ist zwar richtig, betrifft aber hauptsächlich Silage-Mais (mit Blattwerk) und weitere Sorten (Gersten), die für den menschlichen Verzehr überhaupt nicht geeignet sind. Sie stünden uns nicht als Nahrungsquelle zur Verfügung. Der Getreideanteil pro Tier liegt aber unter 10 Prozent der Tagesfütterung, weil die Tiere schlichtweg nicht mehr vertragen. Den Hauptanteil stellt Gras und Heusilage. Frage mal einen Landwirt, die wissen mehr als die Sekten-Fanatiker von Peta.

Carl Lewis war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in seiner aktiven Laufbahn kein Veganer, allein schon deswegen, weil es diese Dekadenzerscheinung in den frühen 80er Jahren überhaupt noch nicht gab. Was er jetzt macht, sei ihm selbst überlassen. Wir wissen es nicht, weder du noch ich, es sei denn, du kochst sein Abendessen. Diese Ernährungsmarotte grassiert letztendlich ja hauptsächlich unter Künstlern, Musikern, Schauspielern, nahezu ausschließlich Großstädtern und sonstigen Zeitgenossen, die den Bezug zur Natur verloren haben.

Amüsant dabei ist aber, dass die meisten irgendwann heimlich wieder damit aufhören (heimlich deswegen, weil sie sich fast ein bisschen schämen, ähnlich wie ein Sektenaussteiger).   

Ich kann immer nur empfehlen, sich direkt vor Ort einmal einen beliebigen landwirtschaftlichen Betrieb anzusehen. Das entkräftet so manches Vorurteil und rückt den Peta-geimpften Kopf zurecht.


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Du sprichst nur von Weidevieh, Schweine und Hühner werden nicht erwähnt, warum wohl. Bei Schweinen (und Hühnern) ist das Getreide Haupbestsndteil ihrer Nahrung. Carl Lewis war zu seiner aktiven Laufbahn Veganer. Außerdem experimentieren Sportler gerne um ihre Leistungen zu verbessern, so sind sie auch aufgeschlossener andere Ernährungsformen auszuprobieren. Veganer gab es auch schon in den 80er. Die Vegan Society wurde sogar deutlich früher gegründet. Viele die durchaus Bezug zu Tieren haben sind oder werden Vegetarier. Ich hatte auch mal mit Tierhaltung zu tun. Vegane Ernährung ist mehr als nur eine Ernährungsmarotte.

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@mulano

aaah ja - so so ! Habe jetzt keine Zeit mehr, mich über bis an die Halskrause gedopte Leichtathleten zu unterhalten. Ich empfehle da die wissenschaftlichen Fakten aus der Sportmedizin: Von den amerikanischen Leichtathleten war damals keiner wirklich "sauber", Lewis hatte seinen Rücktritt echt clever und rechtzeitig in Szene gesetzt, bevor er noch aufgeflogen wäre, da war es in der Tat Nebensache, ob er den ganzen Tag nur Tofu fraß. Er galt damals bereits als eine der schnellsten Apotheken der Welt!  

So, ich muss jetzt echt arbeiten, denn so gut wie manch ein Veggie, der sich den ganzen Tag nur mit seinem Ernährungsspleen beschäftigen kann, - nein - so gut habe ich es nicht.

Ich sage nicht umsonst "Dekadenzerscheinung" dazu....

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@Petekramer

Auch mit Doping kann man keine Höchstleistungen erzielen, wenn die Ernährung nicht stimmt. Das Carl Lewis gedopt haben soll halte für frei erfunden. Beweise dafür hast du nicht geliefert. Gibt noch andere vegane Spitzensportler, wie z.B. Brendan Brazier (Ironman Läufer) und Patrick Baboumian (Gewichte stemmen, Kraft), Mac Danzig (Martial Arts Kämpfer) und weitere...

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@mulano

Schon mal von THG (Tetrahydrogestrinone) gehört? Damit waren nahezu alle amerikanischen Leichtathleten in den 80er Jahren gedopt bis an die Hutschnur. Das alles weiß man heute, wenn man sich für derlei Dinge interessiert und ein wenig recherchiert. Das war auch sehr clever von den Medizinern des US-Teams, denn TGH kann man erst seit den 2000er Jahren nachweisen.

Die Amis haben immer das schlaueste Doping-Programm gefahren. Die "Doofen" kamen meistens aus dem früheren Ostblock und sind mit ihren Steroiden sofort aufgefallen, die Amis so gut wie nie. Wer heute noch glaubt, das wäre alles nur durch hartes Training und einen super Ernährungsplan zustande gekommen, na ja, der glaubt auch noch ganz andere Sachen...(Weihnachtsmann, Klapperstorch, Osterhase, Peta...) 

Da ist die Frage, ob die Jungs nun Tofu, Seitan oder heimlich doch Milcheiweißprodukte in sich kippten, eher sekundär bis drittrangig.

Ob die selbst ernannten Veganer einfach nur frische Konvertiten sind (da ist es meistens am schlimmsten - wie bei den Islamisten) oder nur so tun als ob, das alles weiß niemand. Ein Paradebeispiel für einen fürchterlichen Religions-Sekten-Veggie ist der ehemalige Manager der Fanta 4, Andreas Läsker. Hat der Typ noch vor rund drei Jahren jedes Buffet leergefräst, so predigt er heute den religiösen Veganismus, pinkelt dem großartigen Frank Zander ans Bein und fällt durch extreme zur Schau gestellte Dummheit auf, aber was kümmern einen da die Fakten? Ich gehe aber davon aus, dass der irgendwann auch wieder (heimlich) aus der Szene aussteigt.

Dabei ist sogar der ursprüngliche Grundgedanke des Veganismus noch nicht einmal unsympatisch, denn wer findet Tierquälerei, Massentierkäfige und Legebatterien schon toll? Nur ist der Totalverzicht nun auch keine stimmige Antwort darauf. Vernünftiger wäre ein zurückhaltender Fleischkonsum und eine artgerechte Tierhaltung, was aber bereits bei mir vor Ort (ich betreue beruflich Landwirte am linken Niederrhein) vorbildlich umgesetzt wird. Da sind Negativ-Ausreißer eher die Ausnahme.

Richtig giftig werde ich aber, wenn derart religiös verbrämte Veggie- Eltern ihre Kinder vegan zwangsernähren. Da gab es bereits zahlreiche Krankheits- und vereinzelt auch Todesfälle. Kinder - geopfert auf dem Alter der eigenen verqueren Weltanschauung - da hört der Spaß echt auch. Ansonsten mag ein jeder futtern, was immer er doch will - solange er nicht mit der Penetranz einer Freikirche herummissioniert.

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