Einbehalt Mietkaution u.a. wegen Schimmel

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8 Antworten

Wies o habt ihr den Schimmel nicht angezeigt? Verstehe ich nicht .... sowas nehme ich als Mieter doch nicht hin und mache es selber weg ....

das sieht jetzt bnatürlich auch so aus, als hättet ihr den Schimmel verursacht und seid dann schnell weggezogen ....

Schimmel kann übrigens auch unter Tapeten sein ...

Ihr solltet auf jeden Fall zu einem Anwalt gehen, es ist nämlich ein beliebtes Vermeiterspielchen dem mieter die Schuld für den Schimmel in die Schuhe zu schieben (nicht ausreichend gelüftet) .... da hilft nur ein Gutachten woher der Schimmel tatsächlich kommt - ob die Nachbarn zu ihre Gerede stehen, wenn sie vor Gericht aussagen sollen ist fraglich, die wohnen schließllich noch da ..

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Kommentar von NadinH
12.07.2013, 08:53

Das mit dem Gutachter ist logisch. Aber: der Schimmelbefall wurde ja schon durch eine Firma beseitigt, kann da jetzt noch festgestellt werden wo die Ursache für den Schimmel lag? Die haben die Decke im Bad (die wirklich schlimm von Schimmel befallen war) ja komplett neu machen lassen.

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Wenn in der Wohnung Schimmelflecken sind , dann ist die Wohnung mangelhaft. Der Mieter kann hier die Miete kürzen, es sei denn, er hat den Schaden verschuldet. Das müsste Ihm aber der VM beweisen. (LG Berlin GE 2001, 1113) Für den Ausgang eines Gerichtsverfahrens ist entscheidend, wer die Beweislast trägt, wenn sich die Ursache für die Feuchtigkeit letztlich nicht aufklären lässt....Überwiegend sagen Gerichte: Der Mieter muss beweisen, das die Wohnung mangelhaft ist, das sie also Schimmelflecken hat. Dies wird meistens unstrittig sein. Danach ist der Vermieter am Zuge, er muss beweisen das unzureichendes Lüften als Ursache für den Schimmelpilz infrage kommt, in dem er die in seinem Verantwortungsbereich liegende Ursachen ausschließt. Trifft den Mieter keine Schuld an der Feuchtigkeit, dann kann er die Miete mindern, im Extremfalle bis zu 100% (LG Berlin WM 88, 148) Wird die Feuchtigkeit vom Vermieter trotz Abmahnung nicht behoben, kann der Mieter auch fristlos kündigen. (LG Kassel WM 88, 109)

Rechtliche Aspekte
Von einem Schimmelbefall sind Mieter und Vermieter betroffen. Alle Beteiligten sollten das gemeinsame Interesse verfolgen, den Schimmelpilz dauerhaft zu beseitigen. Eine Schuldzuweisung der einen oder anderen Partei macht wenig Sinn. Bei einem außergerichtlichen Verfahren suchen sich die Parteien gemeinsam einen Gutachter, der von beiden akzeptiert wird. Eine Kostenteilung seitens der Auftraggeber begünstigt die Neutralität des Schverständigen. Kommt es zur gerichtlichen Konfrontation, d.h. sind Mieter und Vermieter oder Eigentümer und Bauträger unterschiedlicher Auffassung über die Ursache des Feuchteschadens, können hohe Kosten entstehen: durch die Gutachter der gegnerischen Parteien, die jeweils eigene Gutachten anfertigen lassen, und möglicherweise noch seitens des Gerichts, das ein drittes Gutachten in Auftrag geben kann. Kosten für Rechtsanwälte und die Gerichtskosten kommen noch dazu. Wie immer das Urteil lauten mag: die Parteien sind zerstritten und finden erst recht nicht zueinander - und der Schimmelpilz ist immer noch da.

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Habt ihr denn das Übergabeprotokoll schriftlich unterschrieben erhalten? Nachträglich sollte da ja kaum etwas nachkommen. Den Toilettensitzpreis kann man sicherlich auf ein "Standard"-Maß senken bzw. die Differenz zum "High-End"-Produkt sich erstreiten (wenn man es drauf anlegt).

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Kommentar von NadinH
12.07.2013, 08:50

Das Übergabeprotokoll haben wir in schriftlicher Form und vom Hausverwalter unterschrieben ausgehändigt bekommen, ja. Es geht ja nicht nur um diesen Toilettensitz, dann bezahl ich das eben aber zusammen mit der Schimmelsache ärgert mich das schon ziemlich.

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Das kann so eigentlich nicht korrekt sein. Es ist zwar ein Versäumnis, den Schimmel nicht anzuzeigen (das ist immerhin eine Minderung des Eigentumswerts), aber trotzdem - wendet euch an den Mieterschutzbund, die kennen sich mit solchen Fällen am besten aus und haben im Zweifel auch Kontakt zu entsprechend spezialisierten Anwälten.

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Ich könnte mir gut vorstellen, daß der Vormieter den Vermieter in Kenntnis gesetzt hat, warum er ausgezogen ist. Der Vermieter hat mit Sicherheit gewußt, das ein Schimmelbefall in der Wohnung ist und nun Euch dafür in Regress nehmen will. Laßt Euch das nicht gefallen und geht gegen der Vermieter vor.

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Der Knackpunkt ist das Übergabeprotokoll.

Wenn dort nichts von Schimmel steht, denn ist es aus rechtlicher Sicht so gut wie unmöglich das Gegenteil zu beweisen.

Natürlich ist es moralisch verwerflich, da dem Vemriter zu unterstellen ist, dass er bereits vom Vormieter über den Schimmel informiert worden ist. Wenn Kontakt zum Vormieter besteht, sich evt. den Schriftverkehr aushändigen lassen.

Sollten solche Dokumente nicht mehr zur Verfügung stehen, würde ich keine weiteren Anstrengungen unternehmen, da der Streitwert der Sache zu gering ist und euch nur Mehrkosten produziert.

Sowas ist sehr ärgerlich, aber man lernt fürs nächste mal was dazu.

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Mietkautionen dürfen nicht für die Sanierung der Wohnung etc verwendet wetrden , sondern müssen bei Auszug und wenn alles von Mieterseite in Ordnung ist ,zurück gezahlt werden. Ihr seid ja nicht am Schimmel Schuld.

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Kommentar von fielkluegerwieY
12.07.2013, 08:37

Ihr seid ja nicht am Schimmel Schuld.

das eben ist der Knackpunkt, den ein Gutachter bestimmen muss

sie können da durchaus schuld dran sein, dann müssen sie es auch bezahlen

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Wendet euch am Besten direkt an den Mieterbund, die kennen sich aus und haben gute Anwälte an der Hand.

http://www.mieterbund.de/

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Kommentar von beast
12.07.2013, 08:37

woher habt Ihr nur alle Eurer Halbwissen? Die Kosten für den Mieterbund - jawoll da muss man erst eintreten und nacher einen Beitrag zahlen - können gespart werden. Weil der Mieterbund KEINE Anwälte stellt - denn muss man sich selber s uchen.... Wozu also erst noch Mitgliedsbeiträge zahlen für die Information??? Woher ich das weiß , dass der Bund keine Anwälte stellt? Ich war selbst drin in dem Verein .....

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