Ein falscher Prophet?

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Ob man Joseph Smith als Propheten sieht, oder nicht, hängt vermutlich primär davon ab, wen man fragt.

In der Bibel steht, "an ihren Werken werdet ihr sie erkennen". Wenn man danach geht, und die Perspektive innerhalb der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage hat, gibt es wohl keinen Anhaltspunkt, der darauf schließen ließe, dass in der Geschichte dieser Kirche, insbesondere von Joseph Smith etwas ausging, was in irgendeiner Hinsicht unbegründet und dennoch negativ war. Es gab manche negative Ereignisse in der Kirchengeschichte, aber keine davon waren unbegründet. Aber selbst diejenigen die es gab, existierten nur so lange, wie es dafür auch einen entsprechenden Grund gab. 

Nehmen wir einmal die Grundlage dazu, was die Kirchengründung angeht. Alles basiert dabei schlussendlich auf der Übersetzung von den Platten Nephis, die man auch die goldenen Platten nennt - auch wenn das nicht in Bezug auf alle davon zutrifft. Joseph Smith hatte keine Bildung genossen, die ihn dazu befähigt hätte, ein Buch zu schreiben, oder gar eines zu übersetzen. Wie er es selbst gesagt hatte, war die Gabe der Übersetzung eine, die er von Gott erhalten hatte und verschiedene Personen standen ihm als Schreiber bei. Während dieser Übersetzungen wurde vieles deutlich, was Joseph Smith unmöglich wissen konnte, wenn nicht durch die Gabe der Übersetzung und die wahrhaftige Existenz der Platten Nephis. Es war über Joseph Smith bekannt, dass er nicht einmal einen Brief hätte aus eigener Fähigkeit diktieren können, doch er tat weit mehr als das. Er übernahm in seinen Diktaten sogar die literarischen Stilmittel, die zu der Zeit, typisch waren, als die Nachfahren Lehis und Ischmaels um 600 vor Christus Jerusalem verließen.

Was die Platten selbst angeht, gab es, zusätzlich zu Joseph Smith, 11 weitere Zeugen, welche diese Platten gesehen haben. Einige von ihnen verließen später aus verschiedenen Gründen die Kirche und manche kehrten auch nie wieder zur Kirche zurück, aber selbst letztere widerriefen nie ihr Zeugnis, dass sie die Platten gesehen hätten, egal wie sehr man sie auch in dieser Hinsicht unter Druck setzte.

Abgesehen davon gibt es in Bezug darauf, dass Gebete erhört und beantwortet werden ähnliches in der Bibel und im Buch Mormon, nämlich dass, wenn man im Glauben bittet, dass man empfängt, und Gott um Erkenntnis bittet, dass man diese auch erhalten wird. In der Bibel befindet sich im Jakobusbrief 1,5-6 eine entsprechende Aussage, und im Buch Mormon unter anderem in Moroni 10,3-5. Die Worte unterscheiden sich, aber der Sinn ist fast derselbe.

Bezüglich der 11 Zeugen der Platten kann man es bequem ergoogeln, aber bei weitem nicht alle davon, sondern eine handvoll haben später die Kirche verlassen und selbst davon kehrte zumindest eine Person zurück. In Bezug auf jene, die nicht wieder zur Kirche zurückgekehrt sind, die aber ihrem Zeugnis von den Platten treu geblieben sind, sind manche Wikipediaartikel allerdings nur in englischer Sprache vorhanden. Die entsprechenden Aussagen sind für jene, die in dieser Hinsicht unvoreingenommen sind, sicher ein Zeichen dafür, dass diese Platten tatsächlich existiert haben müssen und dass daher und auch aus den erwähnten anderen Gründen Joseph Smith sicher kein falscher Prophet war. 

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Vielen Dank für das Sternchen. :)

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Alle Propheten >selbst Analphabeten< wollen von Gott inspiriert worden sein, wie konnte ein Analphabet alles richtig aufschreiben (???) und das erst nach Jahrzehnten (!!!)

Ob diese Propheten ihre Ansichten oder Wünsche erfüllt haben (zB. 4 Frauen und Kindfrau mit 9) oder den Herrschenden gedient haben, das weiß der Kuckuck. Die Pharaonen glaubten, sie wären Gott. Auch früher gab es schon Rauschmittel, Pilze, Gase und Gras, wie die Pythia von Delphi, die im Rausch Versionen hatte.

Die religiösen Propheten haben in der Vergangenheit und Gegenwart mehr Unheil an geríchtet, als alle sonstigen Feindseligkeiten auf dieser Welt.

Die Menschen fühlen und wissen selbst, was gut oder böse ist, ob die Prophezeiungen glaubwürdig, zumutbar oder gegen die menschliche Natur sind.  Gott hat den Menschen Verstand und 10 Gebote gegeben damit sie selbst denken sollen.


Gute und böse Taten werden irgendwie und irgendwann gewertet werden, dann ist es zu spät, wenn man auf falsche Propheten gehört hat.

falscher Prophet? das sagt man doch eher wenn eeiner was prophezeit das dann aber nicht eintrifft.

Bevor er seine religiösen Visionen hatte, betätigte sich seine Familie als entgeltliche Schatzsucher. Er selber behauptete, er besitze die Fähigkeit, mithilfe eines „Sehersteins“ verborgene Schätze aufspüren zu können.
Um dies zu tun, steckte er einen Seherstein in einen weißen Zylinder
und erhielt dadurch die Anhaltspunkte, wo die Schätze verborgen sein
sollten. Wie viele Schätze er damit gefunden hatte, ist (leider) nicht überliefert.

Die 11 Platten hat niemand je gesehen, sondern die Zeugen haben irgendwelche Platten gesehn. Die "Übersetzung" der Platten aus dem "Reformägyptischen"  ins Englische diktierte er dann hinter nem Vorhang seinem Schreiber. Nachdem er fertig war, habe der Engel Moroni die Platten wieder mitgenommen.

Man muss schon einen sehr starken Köhlerglauben und eine sehr schwache Kritikfähigkeit haben, um an so was zu glauben, nicht wahr?

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Man muss schon einen sehr starken Köhlerglauben und eine sehr schwache Kritikfähigkeit haben, um an so was zu glauben, nicht wahr?

Falsch! Es gibt viele Religionen und im Christentum etwa 3400 verschiedene Denominationen. Gewisse Gruppen haben grosse Unterschiede, andere nur sehr kleine. Einige haben auch exklusive Lehren. 

Wenn man die Kirchengeschichte studiert findet man immer wieder Dinge, die man nicht versteht oder die nicht korrekt notiert wurden. Manchmal wegen Fehlern, manchmal auch aus Böswilligkeit. In der mormonischen Geschichte wurde leider oft sehr viel verdreht und manipuliert, weil man die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage nicht als das akzeptieren wollte, was sie ist. 

Es ist leider so, dass die Gegner der Kirche gerne die Person Joseph Smith diffamieren, um so aufzeigen zu wollen, dass die Wiederherstellung der Urkirche durch Joseph Smith ein Schwindel respektive er ein Betrüger war. 

Martin Luther war erwiesenermassen ein Antisemit und machte etliche judenfeindliche Aussagen. Kommt es jemandem in den Sinn, die evangelischen Kirchen oder den ganzen Protestantismus deswegen zu diffamieren ? Nein, das muss auch nicht sein, bei aller Abscheu gegen judenfeindlichen Aussagen. 

Römisch-katholische Päpste haben "Hexen" verbrannt und Kriege geführt. Nebst unschuldigen Frauen wurden also auch unschuldige Männer durch die römische Kirche ermordet. Es gab verkleidete Frauen als Päpste und verrückte, welche die römische Kirche geführt haben. Kommt es jemandem in den Sinn, die römisch katholische Kirche oder deren abgespaltete Kirchen deswegen zu diffamieren ? Nein, das muss auch nicht sein, bei aller Abscheu gegen mordende Päpste.

Man kann versuchen, seinen Glauben theologisch zu begründen, das machen die meisten Kirchen. Die Mormonen aber fordern die Menschen auf, darüber zu beten, ob die Kirche wahr ist. Wenn Gott den Menschen antwortet, dass die Kirche wahr ist, werden sich diese Menschen der Kirche zuwenden. Dies nennt man ein "Zeugnis der Wahrheit" erhalten. Ohne solch ein Zeugnis kann niemand in der Kirche mitmachen. Durch so ein Zeugnis können wir auch erfahren, ob die Vorwürfe gegen Joseph Smith gerechtfertigt sind oder nicht. 

Das ist weder Köhlerglauben noch schwache Kritikfähigkeit. Im Gegenteil, ein Zeugnis zu haben ist etwas vom Machtvollsten, was es für einen Menschen überhaupt gibt. Wenn jemand das nicht glaubt, soll er mal mit waschechten Mormonen darüber reden und sehen, was diese Menschen aufgrund ihres Zeugnisses alles so leisten, vor allem auch für die Mitmenschen und die Allgemeinheit. 

Du liebe suziesext06 beurteilst die Kirche nach rationalen, logischen Kriterien. Das darfst Du für Dich auch so machen. Aber Glaube ist eben nicht rational und schon gar nicht logisch. Auch mit Theologie kommen wir nicht weiter, da jeder Gelehrte wieder etwas anderes behauptet. 

Man kann sich Gott nur im Gebet nähern und ihn fragen, was er von uns will und welcher Weg der richtige für uns ist. Denn durch die Macht des Heiligen Geistes können wir von allem wissen, ob es wahr ist. 

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@bobby68

@bobby68 - geht mir auch gar nicht drum, mich an religiösen Glaubensystemen hochzuziehn oder sie zu diffamieren. Dass Luther erhebliche charakterliche und ethische Defizite hatte und Calvin n kranker Ketzerverfolger war und dass Kirchen, je mehr Macht sie hatten desto mehr Kriminelles verübt haben, ist das eine.

Aber mir ging es ausschliesslich um das, was man in der Religionsgeschichte "Gründungslegende" nennt.

Also wie ist ein Glaubenssystem entstanden? wer war das, der Visionen oder Offenbarungen empfing? Und da muss ich sagen, wenn mir jemand was erzählt, was viele Widersprüche enthält oder sehr unwahrscheinlich oder kindlich ausgedacht klingt oder der Überbringer einer Botschaft sich als schräger Otto rausstellt, dann glaub ich eben auch sowas nicht. Wobei ich zugeb, die Geschichten die Mohamed von seinen einsamen Visionen in der Höhle erzählte, die haben ihm seine Mitmenschen grösstenteils auch nicht abgenommen. Nur Chadidscha hats ihm geglaubt, weil sie es eben glauben wollte dass es wahr sei.

Und auch die Geschichte von Moses und den Steintafeln, na ja, ehrlich, ich hab auch schon bessere Geschichten gelesen.

Was Mormonen allgemein anbetrifft, dazu kann und möchte ich nichts sagen, dazu bin ich auch gar nicht kompetent.

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@suziesext06

Was Mormonen allgemein anbetrifft, dazu kann und möchte ich nichts sagen, dazu bin ich auch gar nicht kompetent.

Also hast Du nur das wiedergegeben, was Dir schon jemand, der demnach ebenfalls augenscheinlich unwissend war, an falschen Vorurteilen mitgeteilt hat.

Und auch die Geschichte von Moses und den Steintafeln, na ja, ehrlich, ich hab auch schon bessere Geschichten gelesen.

Wie meinst Du das? Wenn Du Dich dabei darauf beziehst, dass die Platten vom Finger Gottes geschrieben worden sein sollen, ist das etwa unwahrscheinlicher, als das Christus über das Wasser gegangen sein, Wasser zu Wein umgewandelt, Lazarus auferweckt, Unzählige geheilt und selbst nach seinem Tod wiederauferstanden sein soll? Im Glauben sollte man konsequent sein. Entweder man akzeptiert, dass es Dinge gibt, die man noch nicht verstehen kann, oder man akzeptiert es nicht, aber darin sollte man konsequent sein.

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Bevor er seine religiösen Visionen hatte, betätigte sich seine Familie als entgeltliche Schatzsucher.

Laut Wikipedia steht da etwas ganz anderes in Bezug auf Joseph Smith Senior: 

Smith tried his hands at several professions, including farmer, teacher, and shop-keeper, none of which proved very successful.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Joseph_Smith,_Sr.#Early_life

Er selber behauptete, er besitze die Fähigkeit, mithilfe eines „Sehersteins“ verborgene Schätze aufspüren zu können.

Wann soll er das behauptet haben?

Um dies zu tun, steckte er einen Seherstein in einen weißen Zylinder und erhielt dadurch die Anhaltspunkte,

Vermutlich hast Du das aus Phantasie und der entsprechenden Southparkfolge zusammengewürfelt.

Die 11 Platten hat niemand je gesehen, sondern die Zeugen haben irgendwelche Platten gesehn.

Nicht 11 Platten, sondern 11 Zeugen haben die Platten gesehen. Wenn Du willst, kann ich sie namentlich nennen, und Du kannst selbst danach googeln, wie besonders diejenigen dazu standen, nachdem sie später aus der Kirche ausgetreten sind.

Die "Übersetzung" der Platten aus dem "Reformägyptischen"  ins Englische diktierte er dann hinter nem Vorhang seinem Schreiber.

Nein, nicht immer hinter einem Vorhang, sondern wenn er dazu angehalten wurde, dies hinter einem Vorhang zu diktieren. Emma Smith hat die Platten selbst nie gesehen, obwohl sie die Frau von Joseph Smith Junior war. Andere Schreiber, wie Martin Harris und Oliver Cowdery hatten die Platten gesehen und sie zählen zu den 11 Zeugen.

Nachdem er fertig war, habe der Engel Moroni die Platten wieder mitgenommen.

Die Bundeslade gibt es auch nicht mehr. Hat sie deshalb nie existiert? Die Bundeslade gab es zwar der Bibel nach wesentlich früher, als die Platten Nephis, aber das bedeutet nicht, dass sie realer war, als letztere.

Man muss schon einen sehr starken Köhlerglauben und eine sehr schwache Kritikfähigkeit haben, um an so was zu glauben, nicht wahr?

Im Gegenteil. Man kann vieles davon selbst nachprüfen und sofern man die Seriosität besitzt, dies unvoreingenommen zu tun, wird man sehr wahrscheinlich erkennen, dass daran sehr viel mehr Wahrheit steckt, als Du in Deinen Äußerungen nahegelegt hattest. Deine Äußerungen hierzu zeigten Lügen im Gegensatz zu dem auf, was nachweislich der Wahrheit entspricht.

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Erfahrungen mit Mormonen?

Ich wurde vor ein paar Tagen mal angesprochen von zwei jungen Männern, ob ich mal in ihrer Kirche vorbeischauen möchte. Heute war ich dort. Das ist die Kirche Jesu Christi in Berlin-Dahlem. Die beiden haben mich dort nett empfangen und wir haben etwas geredet über Gott und die Welt und es hat sich herausgestellt, dass es Mormonen sind. Sie glauben neben Jesus noch an Joseph Smith als Propheten. Wir haben auch gebetet und ja. Sie haben mir den Gebetsraum in der Kirche gezeigt. Das hat alles einen sehr guten Eindruck gemacht. Das sind Amerikaner, die noch nicht lange hier sind. Die haben etwas Deutsch mit Akzent gesprochen und ich habe mich mit ihnen auf einem Mix zwischen Deutsch und Englisch unterhalten. Anschließend haben sie mir noch ein Buch gegeben. Eine Art Bibel der Mormonen oder sowas in der Richtung, ich weiß es jetzt auch nicht mehr, das haben die geliehen. Am Sonntag meinten sie, wäre ich herzlich zum Gottesdienst eingeladen. Und sie haben mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, mich mormonisch taufen lassen zu können. Das waren also Missionare aber ist das auch eine Sekte und nicht empfehlenswert? Würdet ihr mir davon abraten? Oder kann man da hingehen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen? Das ging mir alles sehr schnell heute. Ich weiß nicht richtig, wie es da weitergeht. Wie sind Mormonen so drauf, kann man denen vertrauen? Wäre dankbar für ein paar hilfreiche Antworten.

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